Granier, Friedrich (Bestand)
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VI. HA, Nl Granier, F.
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1924 - 1939
Friedrich Granier (1893-1946):
Friedrich Granier wurde im Jahr 1893 als Sohn von Hermann Granier (1857-1941) und dessen Frau Charlotte, geb. Parthey geboren. Er war verheiratet mit Ilse, geb. Gerhardt und starb im Februar 1946 in Tscherepowez in russischer Kriegsgefangenschaft.
Nach seiner Promotion im Bereich der Alten Geschichte und der Archivalischen Prüfung wurde er im Jahr 1923 als Hilfsarbeiter beim Staatsarchiv Stettin angestellt. Schon ein Jahr später wechselte er als Archivassistent zum Preußischen Geheimen Staatsarchiv, wo er ab 1925 in der Abteilung Heeresarchiv tätig war. 1928 folgte er dem in den Ruhestand getretenen Rudolf Vaupel in der Leitung dieser Abteilung nach. 1938 wurde er zum Heeresarchiv Potsdam abgeordnet und dort zum 1. August 1939 übernommen.
Lit.: Bernhard Poll in: Der Archivar 6/1953, Sp. 106-112
Bestandsgeschichte:
In den Geschäftsräumen der Historischen Kommission zu Berlin e.V. im Mittelhof (Kirchweg 33, 14129 Berlin-Nikolassee) wurden im Jahr 2021 Akten aufgefunden, die sich den Archivaren des damaligen Preußischen Geheimen Staatsarchivs Friedrich Granier und Reinhard Lüdicke zuordnen ließen. Auf welchen Wegen die Akten an die Historische Kommission gelangten, konnte nicht mehr festgestellt werden. Sie wurden im Juli 2022 dem GStA PK übergeben.
Der Teil Friedrich Granier wurde unter der Nummer 40/2022 akzessioniert.
Inhaltlich betreffen die vorliegenden Akten in erster Linie (22 von 24 VE) den Kyffhäuser Verband der Vereine Deutscher Studenten, in dem Granier aktives Mitglied war. Die hier vorliegenden Akten stammen aus dem Zeitraum 1924 bis 1938 und damit aus Graniers Zeit am Preußischen Geheimen Staatsarchiv. Die Archivalien, die vielfach einen Hinweis "für Dr. Granier" oder ähnlich tragen, legen nahe, dass sich der Archivrat Granier des Archivs dieser Studentenvereinigung angeneommen hatte.
Ein weiterer Band betrifft den Arbeitskreis der Landwirtschaftlichen Wochenschau, dem Granier ebenfalls als Mitglied angehörte. Wie allerdings die Sitzungsprotokolle des Generalrats zu wirtschaftlichen Fragen bzw. Wehrmachtsversorgung (Nr. 24) mit Friedrich Granier zusammenhängen, konnte nicht geklärt werden. Die beiden Bände weisen jedoch die gleiche Laufzeit auf (November 1936 bis März 1939).
Formalangaben:
Letzte vergebene Nummer*: 24
(* bei Signierung nach nc)
Umfang (in laufenden Metern): 1
Gesamtlaufzeit des Bestandes: 1924-1939
Lagerungsort : Dahlem
Die Akten sind auf rosa Leihscheinen wie folgt zu bestellen:
VI. HA, Nl Granier, Nr. xx
Zitierweise:
GStA PK, VI. HA Familienarchive und Nachlässe, Nl Friedrich Granier, Nr. xx
Berlin, 8. September 2022
Dr. Schnelling-Reinicke
Zitierweise: GStA PK, VI. HA, Nl Granier, F.
Friedrich Granier wurde im Jahr 1893 als Sohn von Hermann Granier (1857-1941) und dessen Frau Charlotte, geb. Parthey geboren. Er war verheiratet mit Ilse, geb. Gerhardt und starb im Februar 1946 in Tscherepowez in russischer Kriegsgefangenschaft.
Nach seiner Promotion im Bereich der Alten Geschichte und der Archivalischen Prüfung wurde er im Jahr 1923 als Hilfsarbeiter beim Staatsarchiv Stettin angestellt. Schon ein Jahr später wechselte er als Archivassistent zum Preußischen Geheimen Staatsarchiv, wo er ab 1925 in der Abteilung Heeresarchiv tätig war. 1928 folgte er dem in den Ruhestand getretenen Rudolf Vaupel in der Leitung dieser Abteilung nach. 1938 wurde er zum Heeresarchiv Potsdam abgeordnet und dort zum 1. August 1939 übernommen.
Lit.: Bernhard Poll in: Der Archivar 6/1953, Sp. 106-112
Bestandsgeschichte:
In den Geschäftsräumen der Historischen Kommission zu Berlin e.V. im Mittelhof (Kirchweg 33, 14129 Berlin-Nikolassee) wurden im Jahr 2021 Akten aufgefunden, die sich den Archivaren des damaligen Preußischen Geheimen Staatsarchivs Friedrich Granier und Reinhard Lüdicke zuordnen ließen. Auf welchen Wegen die Akten an die Historische Kommission gelangten, konnte nicht mehr festgestellt werden. Sie wurden im Juli 2022 dem GStA PK übergeben.
Der Teil Friedrich Granier wurde unter der Nummer 40/2022 akzessioniert.
Inhaltlich betreffen die vorliegenden Akten in erster Linie (22 von 24 VE) den Kyffhäuser Verband der Vereine Deutscher Studenten, in dem Granier aktives Mitglied war. Die hier vorliegenden Akten stammen aus dem Zeitraum 1924 bis 1938 und damit aus Graniers Zeit am Preußischen Geheimen Staatsarchiv. Die Archivalien, die vielfach einen Hinweis "für Dr. Granier" oder ähnlich tragen, legen nahe, dass sich der Archivrat Granier des Archivs dieser Studentenvereinigung angeneommen hatte.
Ein weiterer Band betrifft den Arbeitskreis der Landwirtschaftlichen Wochenschau, dem Granier ebenfalls als Mitglied angehörte. Wie allerdings die Sitzungsprotokolle des Generalrats zu wirtschaftlichen Fragen bzw. Wehrmachtsversorgung (Nr. 24) mit Friedrich Granier zusammenhängen, konnte nicht geklärt werden. Die beiden Bände weisen jedoch die gleiche Laufzeit auf (November 1936 bis März 1939).
Formalangaben:
Letzte vergebene Nummer*: 24
(* bei Signierung nach nc)
Umfang (in laufenden Metern): 1
Gesamtlaufzeit des Bestandes: 1924-1939
Lagerungsort : Dahlem
Die Akten sind auf rosa Leihscheinen wie folgt zu bestellen:
VI. HA, Nl Granier, Nr. xx
Zitierweise:
GStA PK, VI. HA Familienarchive und Nachlässe, Nl Friedrich Granier, Nr. xx
Berlin, 8. September 2022
Dr. Schnelling-Reinicke
Zitierweise: GStA PK, VI. HA, Nl Granier, F.
Umfang: 1 lfm (24 VE); 1 lfm (24 VE)
Bestand
deutsch
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
19.08.2025, 12:19 MESZ