Bundesforschungsanstalt für Naturschutz und Landschaftsökologie (Bestand)
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BArch B 245
call number: B 245
Bundesarchiv (Archivtektonik) >> Bundesrepublik Deutschland mit westalliierten Besatzungszonen (1945 ff) >> Bundesrepublik Deutschland (1949 ff) >> Landwirtschaft, Umwelt
1906-1993
Geschichte des Bestandsbildners: Die Anfänge der Bundesforschungsanstalt für Naturschutz und Landschaftsökologie (BFANL) führen zurück bis Anfang des 20. Jahrhunderts. Am 22.10.1906 wurde in Danzig die erste staatliche Naturschutzeinrichtung in Deutschland gegründet, die "Staatliche Stelle für Naturdenkmalpflege".
Diese wurde 1910 nach Berlin verlegt und 1935 auf der Grundlage des Reichsnaturschutzgesetzes zur Reichsstelle für Naturschutz, welche dem Reichsforstamt unterstand, umgewandelt. Nach 1945 wurde die Einrichtung als Zentralstelle für Naturschutz und Landschaftspflege weitergeführt und 1953 als Bundesanstalt für Naturschutz und Landschaftspflege in den Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (BML) übernommen.
Eine weitere Vorgängerinstitution der BFANL ist die 1931 gegründete Arbeitsstelle für theoretische und angewandte Pflanzensoziologie, aus der 1939 die Zentralstelle für Vegetationskartierung des Reiches hervorging. 1953 wurde sie umbenannt in Bundesanstalt für Vegetationskartierung.
Mit Erlaß des BM für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten vom 1. Aug. 1962 (MinBl BML 1962, S. 239) wurde die Bundesanstalt für Vegetationskartierungung in Stolzenau (Weser) und die Bundesanstalt für Naturschutz und Landschaftspflege in Bad Godesberg zu der "Bundesanstalt für Vegetationskunde, Naturschutz und Landschaftspflege" in Bonn-Bad Godesberg zusammengelegt. Mit Verleihung einer Satzung am 12. April 1976 (GMBl 1976, S. 277) durch den BML, fand die Umbenennung in Bundesforschungsanstalt für Naturschutz und Landschaftsökologie statt.
Seit 1986 gehört die BFANL zum Geschäftsbereich des BMU. 1990 wurde die Geschäftsstelle des Deutschen Nationalkomitees für das UNESCO-Programm "Der Mensch und die Biosphäre" (MAB) der BFANL angeschlossen. Im gleichen Jahr wurde die "Internationale Naturschutzakademie Insel Vilm" (INA) als Außenstelle übernommen. Seit 1992 besteht eine weitere Außenstelle der BFANL in Leipzig, die aus dem Institut für Landschaftsforschung und Naturschutz (ILN) der ehemaligen DDR hervorging.
Mit Inkrafttreten des Errichtungsgesetzes am 15.8.1993 (BGBl. I S. 1458) wurde das Bundesamt für Naturschutz (BfN) errichtet. Es hat seinen Sitz in Bonn und ist aus der Bundesforschungsanstalt für Naturschutz und Landschaftsökologie hervorgegangen, wobei Aufgaben des Artenschutzes in das neue Bundesamt integriert wurden, die bisher vom Bundesamt für Ernährung und Forstwirtschaft und vom Bundesamt für Wirtschaft wahrgenommen wurden (aus: Hausmitteilungen des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit Nr. 14/93 vom 20.9.1993).
Bestandsbeschreibung: Mit Erlass des Bundesministers für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten vom 1. Aug. 1962 (MinBl BML 1962, S. 239) wurden die Bundesanstalt für Vegetationskartierung in Stolzenau (Weser) und die Bundesanstalt für Naturschutz und Landschaftspflege in Bad Godesberg zu der "Bundesanstalt für Vegetationskunde, Naturschutz und Landschaftspflege" in Bonn-Bad Godesberg zusammengelegt. Mit Verleihung einer Satzung am 12. April 1976 (GMBl 1976, S. 277) durch den BML wurde sie umbenannt in "Bundesforschungsanstalt für Naturschutz und Landschaftsökologie". Seit der Errichtung des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit im Jahre 1986 gehört die BFANL zu dessen Geschäftsbereich. Mit Inkrafttreten des Errichtungsgesetzes am 15. Aug. 1993 (BGBl. I S. 1458) wurde sie in das Bundesamt für Naturschutz integriert.
Funktionsvorgänger waren 1906-1935 die Staatliche Stelle für Naturdenkmalpflege in Danzig, ab 1911 in Berlin, 1935 - 1949 die Reichsstelle für Naturschutz in Berlin, ab 1945 in Egestorf, 1949 - 1952 die Zentralstelle für Naturschutz und Landschaftspflege in Egestorf, 1952 - 1962 die Bundesanstalt für Naturschutz und Landschaftspflege in Bonn-Bad Godesberg (BANL).
Am 15. August 1993 ging die BFANL in das neugegründete Bundesamt für Naturschutz (BfN) über. Eine Überlieferung findet seitdem im Bestand B 488 statt.
(Stand: 11/2015)
Inhaltliche Charakterisierung: Der Bestand wurde 1962 von der BANL als "Naturschutzarchiv" von der laufenden Registratur
getrennt und 1979/1981 vom BArch übernommen. Dabei handelt es sich überwiegend
um Korrespondenzserien der Jahre 1906-1963. Angesichts der Kontinuität der Aufgabenwahrnehmung
war eine Aufteilung des Bestandes in Akten der Reichsstelle, der Zentralstelle
und der Bundesanstalt nicht sinnvoll.
Grundsatzangelegenheiten, Organisation und Recht; Beziehungen zu Organisationen
und Einzelpersonen; Maßnahmen zu Naturschutz und Landschaftspflege
in einzelnen deutschen Ländern und unter deutscher Herrschaft stehenden Gebieten
Naturschutz und Landschaftspflege im Ausland.
Vorarchivische Ordnung: Die im Bestand vorhandenen Akten wurden 1962 von der BANL als "Naturschutzarchiv" von der laufenden Registratur getrennt und 1979/1981 vom Bundesarchiv übernommen. Sie enthalten überwiegend Korrespondenzserien mit der Laufzeit ca. 1906 - 1963. Angesichts der Kontinuität der Aufgabenwahrnehmung war eine Aufteilung des Bestandes in Akten der Reichsstelle, Zentralstelle und Bundesanstalt weder sinnvoll noch möglich.
Umfang, Erläuterung: 253 AE; Bislang als archivwürdig bewertet: 247 AE (Stand: 11/2015)
Zitierweise: BArch B 245/...
Diese wurde 1910 nach Berlin verlegt und 1935 auf der Grundlage des Reichsnaturschutzgesetzes zur Reichsstelle für Naturschutz, welche dem Reichsforstamt unterstand, umgewandelt. Nach 1945 wurde die Einrichtung als Zentralstelle für Naturschutz und Landschaftspflege weitergeführt und 1953 als Bundesanstalt für Naturschutz und Landschaftspflege in den Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (BML) übernommen.
Eine weitere Vorgängerinstitution der BFANL ist die 1931 gegründete Arbeitsstelle für theoretische und angewandte Pflanzensoziologie, aus der 1939 die Zentralstelle für Vegetationskartierung des Reiches hervorging. 1953 wurde sie umbenannt in Bundesanstalt für Vegetationskartierung.
Mit Erlaß des BM für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten vom 1. Aug. 1962 (MinBl BML 1962, S. 239) wurde die Bundesanstalt für Vegetationskartierungung in Stolzenau (Weser) und die Bundesanstalt für Naturschutz und Landschaftspflege in Bad Godesberg zu der "Bundesanstalt für Vegetationskunde, Naturschutz und Landschaftspflege" in Bonn-Bad Godesberg zusammengelegt. Mit Verleihung einer Satzung am 12. April 1976 (GMBl 1976, S. 277) durch den BML, fand die Umbenennung in Bundesforschungsanstalt für Naturschutz und Landschaftsökologie statt.
Seit 1986 gehört die BFANL zum Geschäftsbereich des BMU. 1990 wurde die Geschäftsstelle des Deutschen Nationalkomitees für das UNESCO-Programm "Der Mensch und die Biosphäre" (MAB) der BFANL angeschlossen. Im gleichen Jahr wurde die "Internationale Naturschutzakademie Insel Vilm" (INA) als Außenstelle übernommen. Seit 1992 besteht eine weitere Außenstelle der BFANL in Leipzig, die aus dem Institut für Landschaftsforschung und Naturschutz (ILN) der ehemaligen DDR hervorging.
Mit Inkrafttreten des Errichtungsgesetzes am 15.8.1993 (BGBl. I S. 1458) wurde das Bundesamt für Naturschutz (BfN) errichtet. Es hat seinen Sitz in Bonn und ist aus der Bundesforschungsanstalt für Naturschutz und Landschaftsökologie hervorgegangen, wobei Aufgaben des Artenschutzes in das neue Bundesamt integriert wurden, die bisher vom Bundesamt für Ernährung und Forstwirtschaft und vom Bundesamt für Wirtschaft wahrgenommen wurden (aus: Hausmitteilungen des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit Nr. 14/93 vom 20.9.1993).
Bestandsbeschreibung: Mit Erlass des Bundesministers für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten vom 1. Aug. 1962 (MinBl BML 1962, S. 239) wurden die Bundesanstalt für Vegetationskartierung in Stolzenau (Weser) und die Bundesanstalt für Naturschutz und Landschaftspflege in Bad Godesberg zu der "Bundesanstalt für Vegetationskunde, Naturschutz und Landschaftspflege" in Bonn-Bad Godesberg zusammengelegt. Mit Verleihung einer Satzung am 12. April 1976 (GMBl 1976, S. 277) durch den BML wurde sie umbenannt in "Bundesforschungsanstalt für Naturschutz und Landschaftsökologie". Seit der Errichtung des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit im Jahre 1986 gehört die BFANL zu dessen Geschäftsbereich. Mit Inkrafttreten des Errichtungsgesetzes am 15. Aug. 1993 (BGBl. I S. 1458) wurde sie in das Bundesamt für Naturschutz integriert.
Funktionsvorgänger waren 1906-1935 die Staatliche Stelle für Naturdenkmalpflege in Danzig, ab 1911 in Berlin, 1935 - 1949 die Reichsstelle für Naturschutz in Berlin, ab 1945 in Egestorf, 1949 - 1952 die Zentralstelle für Naturschutz und Landschaftspflege in Egestorf, 1952 - 1962 die Bundesanstalt für Naturschutz und Landschaftspflege in Bonn-Bad Godesberg (BANL).
Am 15. August 1993 ging die BFANL in das neugegründete Bundesamt für Naturschutz (BfN) über. Eine Überlieferung findet seitdem im Bestand B 488 statt.
(Stand: 11/2015)
Inhaltliche Charakterisierung: Der Bestand wurde 1962 von der BANL als "Naturschutzarchiv" von der laufenden Registratur
getrennt und 1979/1981 vom BArch übernommen. Dabei handelt es sich überwiegend
um Korrespondenzserien der Jahre 1906-1963. Angesichts der Kontinuität der Aufgabenwahrnehmung
war eine Aufteilung des Bestandes in Akten der Reichsstelle, der Zentralstelle
und der Bundesanstalt nicht sinnvoll.
Grundsatzangelegenheiten, Organisation und Recht; Beziehungen zu Organisationen
und Einzelpersonen; Maßnahmen zu Naturschutz und Landschaftspflege
in einzelnen deutschen Ländern und unter deutscher Herrschaft stehenden Gebieten
Naturschutz und Landschaftspflege im Ausland.
Vorarchivische Ordnung: Die im Bestand vorhandenen Akten wurden 1962 von der BANL als "Naturschutzarchiv" von der laufenden Registratur getrennt und 1979/1981 vom Bundesarchiv übernommen. Sie enthalten überwiegend Korrespondenzserien mit der Laufzeit ca. 1906 - 1963. Angesichts der Kontinuität der Aufgabenwahrnehmung war eine Aufteilung des Bestandes in Akten der Reichsstelle, Zentralstelle und Bundesanstalt weder sinnvoll noch möglich.
Umfang, Erläuterung: 253 AE; Bislang als archivwürdig bewertet: 247 AE (Stand: 11/2015)
Zitierweise: BArch B 245/...
Bundesforschungsanstalt für Naturschutz und Landschaftsökologie (BFANL), 1962-
258 Aufbewahrungseinheiten; 7,4 laufende Meter
Archivbestand
deutsch
Verwandtes Archivgut im Bundesarchiv: B 488: Bundesamt für Naturschutz
Amtliche Druckschriften: -Naturschutz- und -Nachrichtenblatt für Naturschutz- (von der Reichsstelle für Naturschutz
hrsg. Monatsschriften; im BArch lückenhaft von 1928-1942).- Natur und Landschaft, (1955:
1 Nummer), 1969 ff., 25 Hefte.- Schriftenreihe für Landschaftspflege und Naturschutz, 1966
ff., 48 Bände.- Schriftenreihe für Vegetationskunde, 1966 ff., 27 Bände.
Literatur: Michael Wettengel: Staat und Naturschutz 1906 bis 1945, in: HZ Bd. 257 (1993), S. 355-
399.- Wolfgang Erz: 75 Jahre Bundesforschungsanstalt für Naturschutz und Landschaftsökologie
im Spiegelbild deutscher Naturschutzgeschichte, in: Jahrbuch Naturschutz und Landschaftspflege
33 (1983), S. 177-193.
Amtliche Druckschriften: -Naturschutz- und -Nachrichtenblatt für Naturschutz- (von der Reichsstelle für Naturschutz
hrsg. Monatsschriften; im BArch lückenhaft von 1928-1942).- Natur und Landschaft, (1955:
1 Nummer), 1969 ff., 25 Hefte.- Schriftenreihe für Landschaftspflege und Naturschutz, 1966
ff., 48 Bände.- Schriftenreihe für Vegetationskunde, 1966 ff., 27 Bände.
Literatur: Michael Wettengel: Staat und Naturschutz 1906 bis 1945, in: HZ Bd. 257 (1993), S. 355-
399.- Wolfgang Erz: 75 Jahre Bundesforschungsanstalt für Naturschutz und Landschaftsökologie
im Spiegelbild deutscher Naturschutzgeschichte, in: Jahrbuch Naturschutz und Landschaftspflege
33 (1983), S. 177-193.
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
24.04.2026, 10:58 MESZ