5/19 [Nr. 23,7]: Verhörprotokoll Matthäus Enzlin
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UAT 5/ Ältere Universitätsregistratur, Vermischte Sachakten (I)
Ältere Universitätsregistratur, Vermischte Sachakten (I) >> 8. Familie Enzlin (1612-1629) >> Dr. Matthäus Enzlin und seine Familie: Ensslin, D., Kaiserl. Mandatssache
4.1.1613
Enthält: Erst nach dem Wegzug seiner Brüder, als er hörte, dass in der am 22.8. abgegebenen Supplikation der Herzog iniuriert werde, habe er eine von Michels gefertigte Kopie im Stüblen gefunden und gelesen; erst nach der Übergabe las sie der Rektor Andr. Bayer, dem sie nicht gefiel; seine Brüder nannten ihre Berater nicht; den Vizekanzler (Seb. Faber) konsultierte seine Mutter nur einmal nach Melchior Jägers (v. Gärtringen) Tod (1611), als ein beschwerliches herzogliches Dekret einging; er sagte, die Achelischen (Achelmschen?) Gultbriefe verschlimmerten die Sache; die Konsulenten tadelten seine Brüder, sie hätten die Sache zu lang stecken lassen; sein Bruder Johannes schrieb dem Stallmeister des Herzogs Julius (Friedrich v. Württemberg), v. Remchingen, dieser übergab wohl die Supplikation; nicht (Veit) Breitschwert sagte sondern Ulrich Varnbühler schrieb, Johann Kielmann und Dr. Matth. Enzlin seien stark aneinander gekommen; von Niklas Enzlin hörte er, (Veit) Breitschwert habe gesagt, es seien etliche Nullitates in des Vaters Urfehde und warum sie nichts unternähmen; seine Brüder nahmen etliche acta mit nach Speyer; auf die Frage, ob der Vater vor der Abführung von Stuttgart nach Neuffen der Mutter oder den Brüdern eine Schrift zuschob, antwortete er: Johannes habe die interrogierte Schrift gehabt, er wisse nicht, in wessen Beisein er sie erhielt; Melchior Jäger soll gesagt haben, ihr Vater solle nur gerade zugehen, so werde man ihn ihnen ins Haus heimgeben;
Akte
Dr. Matthäus Enzlin und seine Familie: Ensslin, D., Kaiserl. Mandatssache
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
17.12.2025, 09:39 MEZ
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- Ältere Universitätsregistratur, Vermischte Sachakten (I) (Bestand)
- 8. Familie Enzlin (1612-1629) (Gliederung)
- Dr. Matthäus Enzlin und seine Familie: Ensslin, D., Kaiserl. Mandatssache (Archivale)