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Landgraf Ludwig [II.] von (Nieder-)Hessen, Graf von Ziegenhain
und Nidda, kündigt Reinhard [von Weilnau], Abt von Fulda, Fehde an wegen
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Urk. 75 Fulda: Reichsabtei, Stift [ehemals: Urkunden R I a]
Fulda: Reichsabtei, Stift [ehemals: Urkunden R I a] >> Reichsabtei, Stift >> 1461-1470
1468 November 4
Ausfertigung, Papier, auf der Rückseite aufgedrücktes Papiersiegel (abgefallen)
Urkunde
Identifikation (Urkunde): Originaldatierung: Datum Cassel mit orkunde unsers furstlichen zcuruckhirufgedruckten sigils uf Fritag nach Allerheilgen tag anno Domini millesimoquadringentesimo sexagesimo octavo
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: Landgraf Ludwig [II.] von (Nieder-)Hessen, Graf von Ziegenhain und Nidda, kündigt Reinhard [von Weilnau], Abt von Fulda, Fehde an wegen zahlreicher Schäden, die Ludwig durch Reinhard, das Kloster Fulda und deren Untertanen hinnehmen musste, auch in Gebieten in denen Burgfrieden galt. Damit ist Reinhard gegenüber Ludwig wortbrüchig geworden. Obwohl Ludwig hierauf vielfach hingewiesen und Entschädigung verlangt hat, wurde keine Abhilfe geschaffen. Deswegen will er dies mit Gottes, Marias und der heiligen Elisabeth Hilfe nicht länger dulden und diese Dinge ändern. Landgraf Ludwig erklärt mit seinen Grafen, Rittern, Städten und allen anderen Unterstützern Abt Reinhard, dessen Untertanen, dessen Land und Leuten die Fehde. Er nimmt dabei alle Schäden, die Reinhard entstehen könnten, in Kauf. Um seine Ehre und sein Recht zu wahren, wird er so lange mit Reinhard nicht mehr sprechen, bis er seine fürstliche Ehre ausreichend wiederhergestellt hat. Ausstellungsort: Kassel. (siehe Abbildungen: Vorderseite, Rückseite)
Vermerke (Urkunde): Rückvermerk: (Praesentata Fulde in die Martini / hora [?] post meridiem vel quasi anno LXVIII [[14]68 November 11]. / Nota: in dem nehesten dovor [?] unde / Antonii nach Wienachten [1469 Januar 16] uberzog / er den stifft mit herßcrafft / on fehed und verwarung).
Vermerke (Urkunde): Siegler: Landgraf Ludwig [II.] von (Nieder-)Hessen
Angaben zum entzogenen Vermögen
Sonstige Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.