Martin Rogg von Engishausen schließt mit Kaspar Graf ("Graff") daselbst nach Bewilligung durch die beiderseitigen Herrschaften, d.h. des Klosters Weingarten und des Bischofs von Augsburg, einen Kauf- und Tauschvertrag. Rogg übergibt demnach Graff Haus und Garten, wie dies verpfählt ("verpfault") und ausgemarckt ist. Das Haus geht vom Kloster Weingarten zu Lehen und liegt zwischen den Häusern Georg Baumayrs und Hans Schwegelers. Es grenzt vorne an die Allmende ("die gemaindt") und ist belastet mit einem jährlichen Dienstgeld von 10 ß h für den Bischof von Augsburg. Graff übergibt dafür Rogg Haus und Garten zwischen den Häusern und Gärten des Georg und Sebastian Rogg, vorne an die gemeine Gasse grenzend. Auch dieses Grundstück ist mit einem Dienstgeld von 10 ß h belastet. Da Roggs Haus mehr wert ist, zahlt ihm Graff 78 fl Landwährung dazu.
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Martin Rogg von Engishausen schließt mit Kaspar Graf ("Graff") daselbst nach Bewilligung durch die beiderseitigen Herrschaften, d.h. des Klosters Weingarten und des Bischofs von Augsburg, einen Kauf- und Tauschvertrag. Rogg übergibt demnach Graff Haus und Garten, wie dies verpfählt ("verpfault") und ausgemarckt ist. Das Haus geht vom Kloster Weingarten zu Lehen und liegt zwischen den Häusern Georg Baumayrs und Hans Schwegelers. Es grenzt vorne an die Allmende ("die gemaindt") und ist belastet mit einem jährlichen Dienstgeld von 10 ß h für den Bischof von Augsburg. Graff übergibt dafür Rogg Haus und Garten zwischen den Häusern und Gärten des Georg und Sebastian Rogg, vorne an die gemeine Gasse grenzend. Auch dieses Grundstück ist mit einem Dienstgeld von 10 ß h belastet. Da Roggs Haus mehr wert ist, zahlt ihm Graff 78 fl Landwährung dazu.
Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, B 522 III U 1879
10582
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, B 522 III Weingarten, Benediktinerkloster: Urkunden III
Weingarten, Benediktinerkloster: Urkunden III >> Urkunden >> 16. Jahrhundert
1595 März 30 (sontags Letare)
18,2 x 37,3 (Höhe x Breite)
Urkunden
Deutsch
Aussteller: Martin Rogg von Engishausen
Empfänger: Kaspar Graf ("Graff") daselbst
Siegler: Georg [Wegelin], Abt, und Konvent zu Weingarten, Hans Diebold von Gemmingen zu Heimsheim ("Haimbsen"), würzburgischer und augsburgischer Rat, Stadtvogt von Dillingen und Pfleger der Herrschaft Schönegg
Überlieferungsart: Ausfertigung
Siegelbeschreibung: 3 S., abg.
Empfänger: Kaspar Graf ("Graff") daselbst
Siegler: Georg [Wegelin], Abt, und Konvent zu Weingarten, Hans Diebold von Gemmingen zu Heimsheim ("Haimbsen"), würzburgischer und augsburgischer Rat, Stadtvogt von Dillingen und Pfleger der Herrschaft Schönegg
Überlieferungsart: Ausfertigung
Siegelbeschreibung: 3 S., abg.
Baumayr, Georg
Gemmingen, Hans Diepold von; Rat, Stadtvogt, 1554-1612
Graf, Kaspar
Rogg, Georg
Rogg, Martin
Rogg, Sebastian
Schwegeler, Hans
Wegelin, Georg; Abt von Weingarten
Dillingen an der Donau DLG; Stadtvogt
Engishausen : Egg an der Günz MN; Einwohner
Heimsheim PF; Schloss
Schönegg = Oberschönegg MN; Pfleger
Weingarten RV; Kloster
Weingarten RV; Kloster, Abt und Konvent
Weingarten RV; Kloster, Konvent
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
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21.11.2025, 15:29 MEZ
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