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Johann [I. von Henneberg], Abt von Fulda, bekundet, dass ein
Streit zwischen Johann (Hanns) Snops als Erbe seiner Mutter, Margarete
(Grethe) Halbv...
Urk. 75 Fulda: Reichsabtei, Stift [ehemals: Urkunden R I a]
Fulda: Reichsabtei, Stift [ehemals: Urkunden R I a] >> Reichsabtei, Stift >> 1501-1510
1507 Oktober 21
Ausfertigung, Pergament, Siegel fehlt
Urkunde
Identifikation (Urkunde): Originaldatierung: Gebenn in unnser stadt Fulde Donerstags nach Galli nach Cristi unnsers liebenn Hernn funffzehenhundert unnd im sibennden iare
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: Johann [I. von Henneberg], Abt von Fulda, bekundet, dass ein Streit zwischen Johann (Hanns) Snops als Erbe seiner Mutter, Margarete (Grethe) Halbverlorn (Halpverlorn); Kaspar (Casper) Frowein, Ehemann von Katharina, Tochter Konrads (Cort) Halbverlorn (Halpuerlorn) und leibliche Geschwister (lipgeschwister) von Margarete und Konrad Halbverlorn einerseits; und Andreas (Enders) Jarmann, Elisabeth (Else) Acker, Witwe des verstorbenen Johann Acker (Ackerhanns) und Tochter von Jarmanns Schwester, andererseits; über einen Teil des Tor-Kammerlehns und das Gericht an der Tränke (an der trennck) mit allem Zubehör in Fulda bestanden hat. Andreas Jarmann hat die beiden Lehen vom Kloster verliehen bekommen. Die Halbverlorn sind der Meinung, das die Lehen von ihnen abzulösen sind. Die beiden Parteien sind vor den beiden Räten des Abtes, Marschall Albrecht von Trümbach (Trubenbach) und Kanzler Hertnid (Hartnig) Schenck zu einer Anhörung erschienen. Darauf haben die Streitparteien Abt Johann ermächtigt, den Streit zu schlichten und erklärt, sich an seinen Schiedsspruch zu halten. Abt Johann entscheidet, dass Andreas Jarmann und die Witwe von Johann Acker wegen der Ablösung des Tor-Kammerlehns und Gerichts an der Tränke an Snops und Frowein als Erben der verstorbenen Halbverlorn 29,75 rheinische Gulden bis zum nächsten Fest Allerheiligen [1507 November 1] zahlen sollen. Snops und Frowein haben nach der Zahlung keine Ansprüche mehr auf das Kammerlehn und das Gericht. Wenn noch Urkunden existieren, die den Erben der Halbverlorn Rechte auf den Wiederkauf oder anderweitige Rechte an den genannten Gütern verbriefen, sollen diese Urkunden ungültig sein. Andreas Jarmann und die Witwe von Johann Acker sowie ihre Erben als [nunmehr rechtmäßige] Erben der Halbverlorn sollen in Zukunft von niemand bezüglich ihres Erbrechts verklagt werden können. Von einer Klage sollen auch Snops und Frowein und ihre Erben zukünftig absehen. Beide Seiten nehmen den Schiedsspruch des Abtes an. Der Abt verweist darauf, dass der Schiedsspruch ohne Schaden für das Kloster und die Rechte an den genannten Lehen ergangen ist. Ankündigung des Sekretsiegels des Abtes. Ausstellungsort: Fulda. (siehe Abbildungen: Vorderseite, Rückseite)
Vermerke (Urkunde): Rückvermerk: (Dise[r] briff steht [?] Elsen Ackerhansen und [?] Endres Jarmann zu).
Vermerke (Urkunde): Siegler: [Abt Johann]
Teilweise stark verblasste Urkunde mit Textverlusten durch Abrieb und Faltung im mittleren und unteren rechten Teil der Urkunde. Die Lesung ist daher ab der Mitte der Urkunde zuweilen unsicher.
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BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person who submitted a compensation claim for damage caused by Nazi persecution. If the application was submitted by a person other than the persecuted person, this other person is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecuted person, if there is one, is noted. In the sources, the persecuted person is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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