Gesamtdeutsches Institut - Bundesanstalt für gesamtdeutsche Aufgaben (Bestand)
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BArch B 285
call number: B 285
Bundesarchiv (Archivtektonik) >> Bundesrepublik Deutschland mit westalliierten Besatzungszonen (1945 ff) >> Bundesrepublik Deutschland (1949 ff) >> Innerdeutsche Beziehungen
1969 - 1991
Geschichte des Bestandsbildners: Das Gesamtdeutsche Institut - Bundesanstalt für gesamtdeutsche Aufgaben (BfgA) - wurde durch Erlass des BM für gesamtdeutsche Fragen vom 25. Juni 1969 mit Wirkung vom 1. Juli 1969 als nicht rechtsfähige Bundesanstalt errichtet. Dienstsitz war Bonn, Adenauerallee 10; in Berlin wurde eine Außenstelle unterhalten. Damit wurden Aufgaben aus mehreren Einrichtungen zusammengefasst, die bereits seit den fünfziger und Anfang der sechziger Jahren für das Ministerium gearbeitet hatten und von ihm finanziert worden waren:
· Verein zur Förderung der Wiedervereinigung Deutschlands (VFWD);
· Untersuchungsausschuss Freiheitlicher Juristen (UfJ);
· Archiv des -Informationsbüro West-;
· Zentralstelle für Gesamtdeutsche Hochschulfragen.
Aufgaben der BfgA waren die Sammlung und Auswertung von Informationsmaterial über die DDR für die politischen Aufgaben des Ministeriums, die Festigung und Verbreitung des gesamtdeutschen Gedankens durch Informationsvermittlung sowie die Förderung von Hilfs- und Betreuungsmaßnahmen. Ab 1. Sept.1983 erteilte sie als Beratungsstelle der Bundesregierung für den innerdeutschen Reiseverkehr Auskünfte über die Abwicklung des Reiseverkehrs in und durch die DDR. Aufgaben und Organisation der Dienststelle blieben bis zur Auflösung im Zuge der Wiedervereinigung Ende 1991 im wesentlichen unverändert. Sie war in folgende Abteilungen gegliedert (Stand: 4. Okt. 1990): I Verwaltung, Beratung, Förderungsmaßnahmen; II Dokumentation und Analyse; III Politische Bildung und Information; IV (Berlin): Dokumentation und Analyse, Öffentlichkeitsarbeit, Hilfsmaßnahmen.
Dienststellenleiter waren Ludwig Rehlinger (Juli 1969-März 1972) und Detlef Kühn (März 1972-1991).
Inhaltliche Charakterisierung: Die zum Teil nach dokumentarischen Prinzipien angelegten Sammlungen beinhalten auch Unterlagen der o.g. Funktionsvorgänger. Dienststelle Bonn: Einrichtung, Organisation, Haushalt, Stellenbewirtschaftung, Geschäftsordnung (1969-1991); Abt. IV (Berlin): Organisationsunterlagen, Dokumentation aus der Beobachtung der politischen Ereignisse in der SBZ/DDR (1950-1991); Verein zur Förderung der Wiedervereinigung Deutschlands: Verwaltungsangelegenheiten (1952-1969), Sammlung von Unterlagen aus den Flüchtlingsbefragungen, von der -Dienststelle Probst- in den fünfziger Jahren angelegt und über das -Archiv Friesdorf-, -Archiv für gesamtdeutsche Fragen im Verein zur Förderung der Wiedervereinigung Deutschlands- in das BfGA gelangt (1950-1966); Zentralstelle für Gesamtdeutsche Hochschulfragen, Restakten (1949-1969).
Zitierweise: BArch B 285/...
· Verein zur Förderung der Wiedervereinigung Deutschlands (VFWD);
· Untersuchungsausschuss Freiheitlicher Juristen (UfJ);
· Archiv des -Informationsbüro West-;
· Zentralstelle für Gesamtdeutsche Hochschulfragen.
Aufgaben der BfgA waren die Sammlung und Auswertung von Informationsmaterial über die DDR für die politischen Aufgaben des Ministeriums, die Festigung und Verbreitung des gesamtdeutschen Gedankens durch Informationsvermittlung sowie die Förderung von Hilfs- und Betreuungsmaßnahmen. Ab 1. Sept.1983 erteilte sie als Beratungsstelle der Bundesregierung für den innerdeutschen Reiseverkehr Auskünfte über die Abwicklung des Reiseverkehrs in und durch die DDR. Aufgaben und Organisation der Dienststelle blieben bis zur Auflösung im Zuge der Wiedervereinigung Ende 1991 im wesentlichen unverändert. Sie war in folgende Abteilungen gegliedert (Stand: 4. Okt. 1990): I Verwaltung, Beratung, Förderungsmaßnahmen; II Dokumentation und Analyse; III Politische Bildung und Information; IV (Berlin): Dokumentation und Analyse, Öffentlichkeitsarbeit, Hilfsmaßnahmen.
Dienststellenleiter waren Ludwig Rehlinger (Juli 1969-März 1972) und Detlef Kühn (März 1972-1991).
Inhaltliche Charakterisierung: Die zum Teil nach dokumentarischen Prinzipien angelegten Sammlungen beinhalten auch Unterlagen der o.g. Funktionsvorgänger. Dienststelle Bonn: Einrichtung, Organisation, Haushalt, Stellenbewirtschaftung, Geschäftsordnung (1969-1991); Abt. IV (Berlin): Organisationsunterlagen, Dokumentation aus der Beobachtung der politischen Ereignisse in der SBZ/DDR (1950-1991); Verein zur Förderung der Wiedervereinigung Deutschlands: Verwaltungsangelegenheiten (1952-1969), Sammlung von Unterlagen aus den Flüchtlingsbefragungen, von der -Dienststelle Probst- in den fünfziger Jahren angelegt und über das -Archiv Friesdorf-, -Archiv für gesamtdeutsche Fragen im Verein zur Förderung der Wiedervereinigung Deutschlands- in das BfGA gelangt (1950-1966); Zentralstelle für Gesamtdeutsche Hochschulfragen, Restakten (1949-1969).
Zitierweise: BArch B 285/...
Gesamtdeutsches Institut. - Bundesanstalt für gesamtdeutsche Aufgaben (BfgA), 1969-1991
5356 Aufbewahrungseinheiten; 120,8 laufende Meter
Archivbestand
deutsch
Verwandtes Archivgut im Bundesarchiv: B 137 Bundesministerium für innerdeutsche Beziehungen;
B 285 BILD;
B 285 PLAK.
Amtliche Druckschriften: SBZ von A bis Z, zahlreiche Auflagen von 1953-1969.
Bundesminister für Innerdeutsche Beziehungen, Informationen, hrsg. in Zsarb. mit d. Gesamtdeutschen Institut, Bundesanstalt für Gesamtdeutsche Aufgaben, Bonn 1971-1991.
Handbuch 1. A. 1975, 2. A. 1979, 3. A. 1985.
Kalender des Gesamtdeutschen Instituts, 1969-1992.
Analysen und Berichte.
Dokumentationen zur DDR- und Deutschlandforschung in der Bundesrepublik Deutschland, Bonn 1980 ff.
Völkerrechtliche Vereinbarungen der DDR, Bonn 1973 ff.
Analysen, Dokumentationen und Chronik zur Entwicklung in der DDR von September bis Dezember 1989, Bonn 1990.
Zahlreiche weitere Einzelveröffentlichungen über wirtschaftliche, gesellschaftliche, rechtliche und politische Fragen der DDR und der "Wende" 1989.
Literatur: Aus der Tätigkeit des Gesamtdeutschen Instituts (BfgA) 1969 bis 1991 ; [Dokumentation] als Manuskript verfielfältigt, Bonn 1991.
Kühn, Detlef, Das Gesamtdeutsche Institut im Visier der Staatssicherheit, Berlin 2001 (= Schriftenreihe des Berliner Landesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR ; 13).
Creuzberger, Stefan, Kampf für die Einheit. Das gesamtdeutsche Ministerium und die politische Kultur des Kalten Krieges 1949 - 1969, Düsseldorf 2008 (= Schriften des Bundesarchivs; 69; zugleich Potsdam, Univ., Habil.-Schr., 2007).
B 285 BILD;
B 285 PLAK.
Amtliche Druckschriften: SBZ von A bis Z, zahlreiche Auflagen von 1953-1969.
Bundesminister für Innerdeutsche Beziehungen, Informationen, hrsg. in Zsarb. mit d. Gesamtdeutschen Institut, Bundesanstalt für Gesamtdeutsche Aufgaben, Bonn 1971-1991.
Handbuch 1. A. 1975, 2. A. 1979, 3. A. 1985.
Kalender des Gesamtdeutschen Instituts, 1969-1992.
Analysen und Berichte.
Dokumentationen zur DDR- und Deutschlandforschung in der Bundesrepublik Deutschland, Bonn 1980 ff.
Völkerrechtliche Vereinbarungen der DDR, Bonn 1973 ff.
Analysen, Dokumentationen und Chronik zur Entwicklung in der DDR von September bis Dezember 1989, Bonn 1990.
Zahlreiche weitere Einzelveröffentlichungen über wirtschaftliche, gesellschaftliche, rechtliche und politische Fragen der DDR und der "Wende" 1989.
Literatur: Aus der Tätigkeit des Gesamtdeutschen Instituts (BfgA) 1969 bis 1991 ; [Dokumentation] als Manuskript verfielfältigt, Bonn 1991.
Kühn, Detlef, Das Gesamtdeutsche Institut im Visier der Staatssicherheit, Berlin 2001 (= Schriftenreihe des Berliner Landesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR ; 13).
Creuzberger, Stefan, Kampf für die Einheit. Das gesamtdeutsche Ministerium und die politische Kultur des Kalten Krieges 1949 - 1969, Düsseldorf 2008 (= Schriften des Bundesarchivs; 69; zugleich Potsdam, Univ., Habil.-Schr., 2007).
Besondere Benutzungsbedingungen: Personenbezogene Daten
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
24.04.2026, 10:58 MESZ