Äbtissin Elisabetha und der Konvent des Zisterzienserinnenklosters Baindt beurkunden, dass sie Walburga Wisenhofer, eheliche Tochter des Jakob Wisenhofer und der Christina Bitzenhofer "zum Buechen" [= Buch, Altmannshofen, Aichstetten, RV?], gegen Zahlung einer Summe Geldes in nicht genannter Höhe aus ihrer Leibherrschaft entlassen haben. Auch namens ihres Gotteshauses und ihrer Nachkommen sprechen die Ausstellerinnen genannte Walburga, deren Nachkommen und Erben von der Eigenschaft des Leibes und Gutes samt den daraus erfließenden Pflichten, Lasten und Beschränkungen los und garantieren, dieselben von Leibeigenschafts wegen mit Forderungen oder Ansprüchen künftig nicht mehr zu behelligen. Auch gestatten sie der Freigelassenen, ab sofort neue Eigenschaft, Schutz und Schirm, Bürger-, Stadt- oder Markrecht bei Reichs- oder Herrenstädten, in Flecken "oder auf dem landt" anzunehmen, wo immer es ihr beliebt, wobei sie von des Klosters Seite keinerlei Behinderung gewärtigen muss, da die Ausstellerinnen hiermit auf ihr bisheriges Eigentum an ihr ausdrücklich verzichten.
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Äbtissin Elisabetha und der Konvent des Zisterzienserinnenklosters Baindt beurkunden, dass sie Walburga Wisenhofer, eheliche Tochter des Jakob Wisenhofer und der Christina Bitzenhofer "zum Buechen" [= Buch, Altmannshofen, Aichstetten, RV?], gegen Zahlung einer Summe Geldes in nicht genannter Höhe aus ihrer Leibherrschaft entlassen haben. Auch namens ihres Gotteshauses und ihrer Nachkommen sprechen die Ausstellerinnen genannte Walburga, deren Nachkommen und Erben von der Eigenschaft des Leibes und Gutes samt den daraus erfließenden Pflichten, Lasten und Beschränkungen los und garantieren, dieselben von Leibeigenschafts wegen mit Forderungen oder Ansprüchen künftig nicht mehr zu behelligen. Auch gestatten sie der Freigelassenen, ab sofort neue Eigenschaft, Schutz und Schirm, Bürger-, Stadt- oder Markrecht bei Reichs- oder Herrenstädten, in Flecken "oder auf dem landt" anzunehmen, wo immer es ihr beliebt, wobei sie von des Klosters Seite keinerlei Behinderung gewärtigen muss, da die Ausstellerinnen hiermit auf ihr bisheriges Eigentum an ihr ausdrücklich verzichten.
Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, B 515 U 3244
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, B 515 II Weingarten, Benediktinerkloster: Leibeigenschaftsbriefe
Weingarten, Benediktinerkloster: Leibeigenschaftsbriefe >> Leibeigenschaftsbriefe >> 1550-1599
1597 Juli 19
15,2 x 41,4 (Höhe x Breite)
Urkunden
Deutsch
Aussteller: Kloster Baindt
Empfänger: Walburga Wisenhofer
Siegler: Die Ausstellerinnen
Überlieferungsart: Ausfertigung
Siegelbeschreibung: Siegel abgegangen
Vermerke: Rückvermerk
Empfänger: Walburga Wisenhofer
Siegler: Die Ausstellerinnen
Überlieferungsart: Ausfertigung
Siegelbeschreibung: Siegel abgegangen
Vermerke: Rückvermerk
Baindt, Elisabeth IV. Hartmann; Äbtissin
Bitzenhofer, Christina
Wisenhofer, Jakob
Wisenhofer, Walburga
Baindt RV; Kloster
Buch : Altmannshofen, Aichstetten RV (?)
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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