Predigerverein Elze-Jeinsen (Bestand)
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D 22c
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1827-1852
Bestandsgeschichte: Der Predigerverein Elze-Jeinsen entstand 1837 aus der Vereinigung der Predigervereine der Inspektionen Elze und Jeinsen und diente dem Zweck "der freien Beratung und Verhandlung der gesamten theoretischen und praktischen Theologie einschließlich ihrer Hilfswissenschaften". Dazu war jedes Vereinsmitglied gehalten, jährlich eine wissenschaftliche oder praktische Arbeit vorzulegen oder einen mündlichen Vortrag zu halten. Die Ausarbeitungen wurden den Teilnehmern auf regelmäßig stattfindenden Vereinssitzungen zur Diskussionen vorgestellt. Präsident des Vereins über die gesamte Dauer seines Bestehens war das Gründungsmitglied Christian Ernst Friedrich Bauer (Pastor in Elze [ab 1825], Superintendent der gleichnamigen Inspektion [ab 1829] sowie Konsistorialrat und Generalsuperintendent der Diözese Hildesheim [ab 1833]) . Nachdem Generalsuperintendent Bauer 1852 schwer erkrankte und dadurch zur Aufgabe seiner Ämter gezwungen wurde, kamen noch im selben Jahr die Tätigkeiten im Elzer-Jeinser Prediger-Verein zum Erliegen. Schriftliche Spuren der Vereintätigkeit sind nach 1852 nicht mehr überliefert. Bauers Tod 1854 und die 1855 erfolgte Wiederbegründung von Prediger-Konventen haben dann das endgültige Ende des Vereins bewirkt. Den Konventsteilnehmern konnte der Superintendent "die Anfertigungen schriftlicher, zur Besprechung zu bringender Ausarbeitungen" auftragen. Somit war der wichtigste Teil des Vereinszwecks nun Teil der Aufgaben der neubegründeten Prediger-Konvente geworden. Der Bestand umfasst überwiegend die Sitzungsprotokolle (Nr. 1-126), die unter den Mitgliedern zirkulierten, wenige Korrespondenzen und eine ganze Anzahl schriftlicher Arbeiten, die für die jeweilige Vereinssitzung vorbereitet und eingereicht worden waren. Die Statuten haben sich nur in einer Anlage zu einem Sitzungsprotokoll des Jahres 1844 erhalten. Dagegen ist das Protokoll über die Gründungsversammlung des "Predigervereins in dem nördlichen Teile der Inspektion Alfeld" aus dem Jahre 1827 erhalten. Einige besondere Projekte des Vereins, wie die Bildung eines "Vereins zur Förderung des Werkes der Reformation (1842)" oder eines "Vereins zur Förderung der Evangelischen Kirche (1843)" weisen auf den Anspruch Bauers hin, das "ungeistliche Wesen seiner Pastoren" zu bekämpfen. Der Bestand wurde 1995 im Pfarrarchiv Mehle - Christian Ernst Friedrich Bauer hatte die dortige "mater combinata" pfarramtlich mitzuversorgen - entdeckt und dann im Landeskirchlichen Archiv deponiert. Noch im selben Jahr wurde er geordnet und verzeichnet. Er ist ohne Einschränkungen benutzbar.
0,4 lfd. M.
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
01.04.2025, 13:47 MESZ
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