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Latinus, Kardinalpriester der Titelkirche Johann und Paul in Rom,
genannt (de Ursinis), Kämmerer des Kardinalskollegiums, bestätigt, dass
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Urk. 75 Fulda: Reichsabtei, Stift [ehemals: Urkunden R I a]
Fulda: Reichsabtei, Stift [ehemals: Urkunden R I a] >> Reichsabtei, Stift >> 1451-1460
1452 Oktober 20
Ausfertigung, Pergament, mit Pergamentstreifen angehängtes Siegel (beschädigt)
Urkunde
Identifikation (Urkunde): Originaldatierung: Datum Rome die vicesima mensis Octobris anno a nativitate Domini millesimo quadringentesimo quinquagesimo secundo pontificatus sanctissimi in Christo patris et domini nostri domini Nicolai divina providentia pape quinti anno sexto
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: Latinus, Kardinalpriester der Titelkirche Johann und Paul in Rom, genannt (de Ursinis), Kämmerer des Kardinalskollegiums, bestätigt, dass sich Reinhard [von Weilnau], Abt von Fulda, zur Zahlung der gemeinen und kleinen Servitien (communis et minuti servitiorum), zu deren Zahlung er durch Kirchenstrafen angehalten worden und durch seine Provision verpflichtet war, vor Ablauf der vorgeschriebenen Zeit gegenüber der Kammer des Kardinalskollegiums und den Familiaren und Offizialen der Kardinäle verpflichtet hat. Er verspricht die Zahlung von 66 Kammergoldgulden und 25 Schilling. Latinus bekundet, dass er aus der Hand des Cyriakus (Ciriacus) Leessem, Mainzer Kleriker, nun die Zahlung empfangen hat. Auf die Zahlung weiterer Servitien in Höhe von acht Kammergulden und 25 Schilling verzichtet er mit Zustimmung der Mehrheit der anwesenden Kardinäle und spricht Reinhard von der Zahlungspflicht frei. Siegelankündigung. Ausstellungsort: Rom. (siehe Abbildungen: Vorderseite, Rückseite; Siegel: Avers)
Auf der Plica rechts: (Ia[cob] Radulphi).
Unter der Plica rechts Kanzleizeichen.
Angaben zum entzogenen Vermögen
Sonstige Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.