Geissel, Johannes von (1796-1864) (Bestand)
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Historisches Archiv des Erzbistums Köln (Archivtektonik) >> F. - Nachlässe (Auswahl)
Erzbischof und Kardinal: 1 lfm.; Kartei. Geb. 5. 12. 1796 in Gimmeldingen/Rheinpfalz; 1818 Priesterweihe in Mainz; 1822 Domkapitular in Speyer; 1836 Domdechant; 1837–1841 Bischof von Speyer; 1839 Erhebung in den Adelsstand; 1842 im Rahmen der Beilegung der Kölner Wirren Koadjutor mit dem Recht der Nachfolge des vom preuß. Staat entfernten Erzbischofs C. A. Droste zu Vischering bis 1845, dann Erzbischof; 1850 Kardinal; gest. 8. 9. 1864 in Köln. Eine der bedeutendsten Bischofsgestalten in Deutschland im 19. Jh. Der Nachlaß Geissel gelangte noch zu Lebzeiten seines Erzbischöfl. Kaplans (ab 1853) und ersten Biographen, des Domkapitulars Karl Theodor Dumont (gest. 1898) (vgl. „Nachlaß Dumont“), ins Jesuitenkolleg Exaeten (Holland), wo P. Otto Pfülf S. J. (gest. 1946) ihn ausgiebig als Grundlage seiner bis heute maßgebenden zweibändigen Biographie (1895) benutzte. Nach einer kriegsbedingten Auslagerung kamen die Unterlagen über das Jesuitenkolleg in Valkenburg (Holland) in das 1960 wiedererrichtete Archiv der Niederdeutschen Provinz der Jesuiten in Köln. Dieses bot 1966 die Rückgabe des ungeordneten und durch die Zeitumstände beschädigten Nachlasses an; 1985 erfolgte eine Nachlieferung. Im Rahmen eines ersten Bearbeitungsversuches wurden 1980 rund 300 Schriftstücke restauriert. Predigtmanuskripte und Einzelstücke, die 1967 aus dem Nachlaß des Prälaten Peter Buchholz (gest. 1963) übernommen und dem Bestand „Erzbistum [Köln]“ zugeordnet worden waren, wurden 1995 dem Nachlaß zugefügt. Von den Korrespondenzen, vornehmlich aus der Zeit als Kölner Erzbischof (1842–1864), wie sie dem Biographen Pfülf noch zur Verfügung standen, scheinen einzelne Jahrgänge und Themenbereiche vollständig erhalten geblieben zu sein (z. B. 1843–1845), während andere Überlieferungen (z. B. zum Jahr 1848) nicht mehr vorhanden sind, so daß der verbliebene Nachlaß unvollständig ist.
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
05.11.2025, 13:59 MEZ