Streit um die Errichtung von Prangern oder „Kaexen“ in der Stadt Köln. Der Kläger behauptet, die Beklagten maßten sich das Recht an, Pranger neu aufzustellen. Die Beklagten erwidern, es handle sich nicht um neu errichtete Pranger. Die vier streitigen Pranger, einer auf dem Altenmarkt, der zweite an der Obermarspforte (Mahrpforte), der dritte auf dem Heumarkt und als vierter das „Praecipitorium“ oder der Schuppenstuhl auf dem Heumarkt, seien lediglich insofern neu, als durch sie die dort vorhanden gewesenen alten, der Stadt Köln gehörenden Pranger ersetzt worden seien. Auf Gesuch der Beklagten werden im Sept. 1605 und im Jan. 1606 durch den RKG-Kommissar Lic. Bernhard (zum) Putz (Pütz), jül.-berg. Rat und Vizekanzler, Zeugenverhöre im Minoritenkloster zu Köln durchgeführt und eine Inaugenscheinnahme der Pranger vorgenommen. schnürt. Vgl. zum Streitgegenstand auch RKG 988 (C 487/1285).
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Streit um die Errichtung von Prangern oder „Kaexen“ in der Stadt Köln. Der Kläger behauptet, die Beklagten maßten sich das Recht an, Pranger neu aufzustellen. Die Beklagten erwidern, es handle sich nicht um neu errichtete Pranger. Die vier streitigen Pranger, einer auf dem Altenmarkt, der zweite an der Obermarspforte (Mahrpforte), der dritte auf dem Heumarkt und als vierter das „Praecipitorium“ oder der Schuppenstuhl auf dem Heumarkt, seien lediglich insofern neu, als durch sie die dort vorhanden gewesenen alten, der Stadt Köln gehörenden Pranger ersetzt worden seien. Auf Gesuch der Beklagten werden im Sept. 1605 und im Jan. 1606 durch den RKG-Kommissar Lic. Bernhard (zum) Putz (Pütz), jül.-berg. Rat und Vizekanzler, Zeugenverhöre im Minoritenkloster zu Köln durchgeführt und eine Inaugenscheinnahme der Pranger vorgenommen. schnürt. Vgl. zum Streitgegenstand auch RKG 988 (C 487/1285).
AA 0627, 991 - (C 489/1287)
AA 0627 Reichskammergericht, Teil II: C-D
Reichskammergericht, Teil II: C-D >> 1. Buchstabe C
vor 1605 - 1606
Enthaeltvermerke: Kläger: Erzbischof Ernst von Köln, auch Koadjutor Ferdinand Beklagter: Bürgermeister und Rat der Stadt Köln Prokuratoren (Bekl.): Dr. Heinrich Stemler (1605) Prozeßart: Vermutlich Mandatsprozeß Instanzen: RKG vor 1605 - 1606 Beweismittel: Ernennungsurkunde der jül. Räte Lic. Bernhard Putz und Lic. Jakob Rheinfeldt zu kaiserl. Kommissaren am 19. Juli 1605 (I 1). Benennung von 22 Zeugen durch die Beklagten (I 4). Zeugenrotulus vom Sept. 1605 (I 20 - 77). Befreiung der Zeugen von ihrem Bürgereid am 21. Sept. 1605 (I 79) und 25. Jan. 1606 (II 214). Notars- und Zeugeneid (I 93f.). Allgemeine und besondere Fragen des Verhörs (I 101 - 104). Originales RKG-(Bei-)Urteil vom 11. Okt. 1605 bzgl. der Genehmigung eines weiteren Zeugenverhörs (I 107). Benennung von 12 weiteren Zeugen (I 108). Zusatzfragen des Zeugenverhörs (I 119). Zeugenverhör vom 26. Jan. 1606 (II 215 - 247). Besichtigung der Pranger am 20. Jan. 1606 und ihre Beschreibung durch den jül. Geographen Johannes de Waje (Johann von der Waege) (I 121 - 124). 9 farbige Zeichnungen von den 2 alten und den 4 streitigen Prangern, angefertigt von demselben Geographen (II 254 -261). Beschreibung: 2 Bde.; Bd. I: 2,5 cm, 124 Bl., gebunden; Bd. II: 6,5 cm, 261 Bl., gebunden, die Zeichnungen lose beigelegt. Bd. II ist größtenteils die Reinschrift von Bd. I. Beide Bde. waren mit RKG 990 (C 489/1287) zusammenge
Sachakte
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
28.04.2026, 08:21 MESZ
Hierarchie
Hierarchie Detailansicht
- Landesarchiv Nordrhein-Westfalen. Abteilung Rheinland
- Landesarchiv NRW Abteilung Rheinland (Archivtektonik)
- 1. Behörden und Bestände vor 1816 (Tektonik)
- 1.4. Reichsbehörden (Tektonik)
- 1.4.1. Reichskammergericht (Tektonik)
- Reichskammergericht AA 0627 (Tektonik)
- Reichskammergericht, Teil II: C-D (Bestand)
- 1. Buchstabe C (Gliederung)