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Kriegspostkarten seit dem Ersten Weltkrieg (Bestand)
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Abt. Generallandesarchiv Karlsruhe, S Kriegspostkarten
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Generallandesarchiv Karlsruhe (Archivtektonik) >> Sonderbestände >> Weitere Sammlungen (thematisch) >> Militär und Krieg
Überlieferungsgeschichte
Archivische Sammlung: Entstehung durch Käufe (hauptsächlich auf Flohmärkten), vorwiegend durch Prof. Schwarzmaier, und private Schenkungen an Prof. Schwarzmaier; auch Schenkungen von Jürgen König und Dr. Clemens Rehm.
Enthält auch: S Kriegspostkarten Zugang 2006-29 (jetzt: S Kriegspostkarten Nr. 623-660)
Inhalt und Bewertung
1106 Postkarten und 3 Alben. Überwiegend Feldpostkarten aus dem Ersten Weltkrieg (1914 - 1918), der auch im Inhalt der gelaufenen Postkarten und durch die Motive thematisiert wird; zum Teil Postkarten aus der Zeit des deutschen Kaiserreichs, der Kosovo-Force und zum Irakkrieg.
1. Überlieferungsgeschichte: Die vorliegende Postkarten-Sammlung wurde in den 1990er Jahren durch Prof. Schwarzmaier privat begonnen und 2006 im Nachgang einer Ausstellung ??? dem Generallandesarchiv Karlsruhe übergeben. Prof. Schwarzmaier hatte die Postkarten durch Kauf erworben, einen teil auch als Schenkungen erhalten. Im Generallandesarchiv wurde die Sammlung durch weiter Schenkungen ergänzt. Sie bestand ursprünglich aus 16 Alben, wovon einige als Gesamtheit von Privatpersonen übernommen worden waren, in anderen waren einzeln gekaufte Postkarten zusammengestellt worden. Zu den jeweiligen Alben lagen Hintergrund-Informationen vor, die sich jetzt in den Bemerkungsfeldern wiederfinden oder Teil der Vorgangsakten geworden sind. Übersicht der Alben: Album A (Nrn. 1-96): Kauf auf einem Antiquariatsmarkt in Durlach, April 2001; Sammlung nach Serien eines unbekannten Sammlers; 96 Stück. Album B (Nrn. 97-277): Kauf auf einem Flohmarkt, ca. 1998; Postkarten des Soldaten Richard Strauß an seine Ehefrau; neu sortiert und beschriftet von H. Schwarzmaier; 179 Stück. Album C (Nrn. 278-378): Kauf auf einem Flohmarkt, ca. 1998; beschriftet von H. Schwarzmaier; 96 Stück. Album D (Nrn. 379-403): Kauf auf einem Flohmarkt, ca. 2000; Fotoalbum mit 24 eingeklebten Fotos und Heft mit 10 Postkarten, evtl. von Unteroffizier Kartarius im Osten; Geschenk von Dr. Cornelia Klath, 2009. Album E (Nrn. 404-452): Postkarten einzeln gekauft; 50 Stück; Album kassiert. Album F (Nrn. 453-495): Postkarten einzeln gekauft; 50 Stück; Album kassiert. Album G (Nrn. 496-534): Postkarten einzeln gekauft; 50 Stück; Album kassiert. Album H (Nrn. 535-578): Postkarten einzeln gekauft; 50 Stück; Album kassiert. Album J (Nrn. 579-622): Geschenk Ende März 2003 aus der Sammlung Dr. Reiner Haehling von Lanzenauer; 45 Stück; Album kassiert. Album K (Nrn. 623-660): Geschenk an Prof. Schwarzmaier ohne weitere Infos. Album L (Nrn. 661-892): Geschenk von Dr. Hans-Heinz und Ursula Hartmann, Bad Rappenau vom 27.07.2003 und 10.08.2003; Sammlung von Paula/Pauline Fundis aus Sulzfeld; 227 Stück (vgl. auch ein Postkartenalbum im Kreisarchiv). Album M (Nrn. 893-932): Aus dem Familienbesitz von Prof. Dr. Hans Hugo Klein, Söllingen, zur Einreihung in die Sammlung Schwarzmaier, übergeben im September 2003 an Lore Schwarzmaier (geb. Klein). Album N (Nrn. 933-951): Aus dem Nachlass des Unteroffiziers Oskar Keller aus Ebingen, später Prokurist in Ebingen (1872-1945); 19 Stück; Album kassiert. Album P (Nrn. 952-972): Geschenk von Jürgen König aus Karlsruhe, Dr. Clemens Rehm und Wolfgang Wartmann, 2003. Album Q (Nrn. 973-988b): Geschenk von Jürgen König aus Karlsruhe, Dr. Clemens Rehm und Wolfgang Wartmann, 2003. Album R (Nrn. 989-1008): Geschenk aus der Sammlung Wilhelm Hemmer, von Prof. Schwarzmaier im August 2013 und von A. Anthony 2014. Album S (Nr. 1009): Geschenk, Januar 2020.
2. Bearbeitung: Eine erste Erschließung auf Karteikarten nahm Gisela Schenck in den späten 2000er/frühen 2010er Jahren vor (ausgenommen sind hier die Alben A, P und Q, für diese wurden Tabellen auf A4 Seiten erstellt). In den Jahren 2013 und 2018 arbeitete Gabriele Wüst am Bestand weiter. Bei der Erschlißeung wurde jedem Album jeweils ein Buchstabe von A - S zugeordnet, der auch in die Signatur aufgenommen wurde, während die Nummerierung fortlaufend über alle Alben hinweg erfolgte. Der Bestand wurde 2021 und 2022 von den FAMI-Auszubildenden Frau Roth (Album A-H) und Frau Wachert (Album J-R) im Rahmen ihrer praktischen Ausbildung unter der Anleitung von Sara Diedrich nicht nur konvertiert, sondern auch ausführlich und formal einheitlich erschlossen. Ebenso nahmen sie die fachgerechte konservatorische Verpackung vor. Bei den Verzeichnungsangaben wurden nicht nur die Motive und die Bildinhalte, sondern auch die geschriebenen Inhalte (grob zusammengefasst oder teils zitiert) zwischen Sender und Empfänger sowie deren Namen und die Orte erfasst, wie auch schon von der bisherigen Erfassung vorgegeben. Zusätzlich genannt werden, sofern die Angaben vorlagen, Verlag, Druckerei, Künstler/in, Serie der Postkarten mit Seriennummer und Angaben zur (künstlerischen) Art der Postkarte. Die Bestandssignatur erfuhr eine Umbenennung von "S KpK" zu "S Kriegspostkarten"; auch die Buchstaben der Nummern wurden entfernt und nur noch die fortlaufenden Nummern verwendet. Alle Postkarten wurden aus ihren Alben herausgenommen und einzeln erfasst sowie verpackt. In einem Album waren die Postkarten eingeklebt (Album D), sodass diese nicht herausgenommen werden konnten; sie sind im Album fortlaufend nummeriert. Für abgebildete Orte und Personen sowie Auoren/innen, Künstler/innen oder Fotografen/innen wurden Deskriptoren angelegt. Während der Bearbeitung tauchten je nach Album oder Zugang auch Postkarten auf, welche nicht in den Kriegsjahren 1914-1918 verschickt wurden, sondern aus anderen Zeiträumen zum Bestand zugeordnet worden sind. So finden sich hier auch Karten von vor dem Ersten Weltkrieg oder aus der Nachkriegszeit ab 1919 bis in die 1960er Jahre sowie aus dem Kosovo-Krieg in den 1990er Jahren. Die Gliederung des Bestands ist zunächst nach den verschiedenen Arten - Postkarten mit Motiven, einfachen Korrespondenzkarten ohne Motive oder Briefen sowie Alben - eingeteilt. Die Motivpostkarten sind inhaltlich nach Motiven unterteilt, wobei die Zeit des Ersten Weltkriegs die größte Masse ausmacht. Beim Ersten Weltkrieg finden sich auch einzelne militörische Motive der zeit des Kaiserreichs. Größere Korrespondenzserien zwischen einzelnen Personen wurden aber nicht auf die Motivgruppen aufgeteilt, sondern eigens zusammengestellt und erst innerhalb nach Motiven oder chronologisch gereiht. Vorhandene größere Postkarten-Serien sind ebenfalls beieinander ausgewiesen und nicht inhaltich nach Motiven getrennt. Schäden weißt der Bestand kaum auf und wenn sind diese Schäden für die Umstände zu erwarten gewesen (leicht verschmutzt, Knicke oder Risse). Das vorliegende Online-Findmittel ersetzt das Findbuch von Hansmartin Schwarzmaier, 2006, mit Nachtrag 2010, und das Zettelrepertorium von Gisela Schenck bzw. Gabriele Wüst. Die Alben selbst wurden weitestgehend kassiert, bis auf die ehemaligen Alben A - C aufgrund Ihrer Gestaltung; diese wurden nach den Postkarten als Bestellnummern 1010-1012 angefügt. Abkürzungen bei inhaltlicher Zitierung wurden nicht aufgelöst; Soldatenzugehörigkeiten, wie Kompanien, Bataillone usw. wurden soweit möglich aufgelöst. Abkürzungen von Verlagsnamen wurden, wenn möglich, in eckigen Klammern aufgelöst. Karlsruhe, im März 2023 Sara Diedrich Katharina Roth Michaela Wachert
3. Inhalt und Bedeutung: Die vorliegende Sammlung von Kriegspostkarten im weiteren Sinne beinhaltet vorwiegend Foto- und Kunst-Postkarten mit patriotischen, militärischen, kriegerischen oder Soldatenmotiven aus der Zeit des Ersten Weltkriegs. Viele der Postkarten sind gelaufen, davon auch ein großer Teil als Feldpost. Die meisten der Postkarten wurden in Deutschland bzw. dem Deutschen Reich erstellt, wenige dagegen in Frankreich. Daneben gibt es auch als Feldpost verwendete Ansichtkarten, einige originale Fotografien sowie einfache Korrespondenzkarten. Alle stammen vorwiegend aus der Zeit des Ersten Weltkriegs. Daneben gibt es eine Reihe von Postkarten der KFOR (Kosovo-Force) aus den 1990er Jahren.
4. Literaturhinweise: Hansmartin Schwarzmaier, Geschickte Illusion und erlebte Wirklichkeit. Kriegspostkarten aus dem Ersten Weltkrieg, Karlsruhe 2003. Für Verlagsrecherche: https://ansichtskarten-lexikon.de/verlage.html
1107 Postkarten und 3 Alben (Nr. 1-1110)
Bestand
Hansmartin Schwarzmaier, Geschickte Illusion und erlebte Wirklichkeit. Kriegspostkarten aus dem Ersten Weltkrieg, Karlsruhe 2003.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.