Kläger: Cornelius von Jerusalem, Kaufmann in Hamburg, als Kurator der Anna Dorothea Hennings, Dr. Johann Hennings und Paul Kohlblatt, Gutsbesitzer auf Schrevenborn bei Kiel, namens seines Sohnes Ägidius Kohlblatt, sämtlich als Erben des Ägidius Hennings, Kaufmann und schleswig-holsteinischer Agent in Hamburg (Beklagte).- Beklagter: Johann Heinrich, Friedrich Christian und Johann Adolph Freiherren von Kielmannseck, Gutsbesitzer untzer anderem auf Quarnbek und Marutendorf bei Kiel (Kläger) und als Nebenbeklagter der Rat der Stadt Hamburg.- Streitgegenstand: Appellationis tertiae (im Prozessverlauf weitere circa 20 Appellationen eingelegt; nach Urteilsverkündung des Reichskammergerichtes gescheiterte Anträge der Kläger auf restitutio in integrum und Revision); Beweisführung aus Kaufmanns- und Hauptbüchern, Zitation eines Buchhalters und Eidesleistung in einem Streit um eine Forderung der Beklagten in Höhe von 50000 Reichstalern des Ägidius Hennings bei Johann Adolph von Kielmannseck, Kanzler des Herzogs von Gottorf und Vater der Beklagten
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Kläger: Cornelius von Jerusalem, Kaufmann in Hamburg, als Kurator der Anna Dorothea Hennings, Dr. Johann Hennings und Paul Kohlblatt, Gutsbesitzer auf Schrevenborn bei Kiel, namens seines Sohnes Ägidius Kohlblatt, sämtlich als Erben des Ägidius Hennings, Kaufmann und schleswig-holsteinischer Agent in Hamburg (Beklagte).- Beklagter: Johann Heinrich, Friedrich Christian und Johann Adolph Freiherren von Kielmannseck, Gutsbesitzer untzer anderem auf Quarnbek und Marutendorf bei Kiel (Kläger) und als Nebenbeklagter der Rat der Stadt Hamburg.- Streitgegenstand: Appellationis tertiae (im Prozessverlauf weitere circa 20 Appellationen eingelegt; nach Urteilsverkündung des Reichskammergerichtes gescheiterte Anträge der Kläger auf restitutio in integrum und Revision); Beweisführung aus Kaufmanns- und Hauptbüchern, Zitation eines Buchhalters und Eidesleistung in einem Streit um eine Forderung der Beklagten in Höhe von 50000 Reichstalern des Ägidius Hennings bei Johann Adolph von Kielmannseck, Kanzler des Herzogs von Gottorf und Vater der Beklagten
211-2_H 134 Teil 6
H 3181
211-2 Reichskammergericht
Reichskammergericht >> H
1639,1674-1714
Enthält: Prokuratoren: Kläger: Dr. Johann Paul Fuchs (1684), Dr. Johann Ulrich Zeller (1685), Dr. Johann Paul Fuchs (1710), Notar Johann Georg Busch (1713). Beklagte: Lt. Johann Eichrodt (1684), Dr. Ludwig Ziegler (1697). Nebenbeklagter: Dr. Johann Heinrich Seiblin.- Instanzen: 1. Obergericht 1678-1684. 2. Reichskammergericht 1684-1713 (1684-1714).- Darin: Auszüge aus den Hauptbüchern des Johann Adolph von Kielmannseck und des Ägidius Hennings sowie zahlreiche Briefe zwischen ihnen und den Prozessbeteiligten hauptsächlich aus der Zeit 1674-1678; Rechungsbücher des Ägidius Hennings 1674-1675; Schutz- und Schirmbrief von 1675 des dänischen Königs für Johann Adolph von Kielmannseck sowie Auszug aus dem kaiserlichen Freiherrn-Diplom für die Familie Kielmannseck; Schuldschein von 1676 des Ädigius Hennings für Johann Adolph von Kielmannseck über 300 000 Mark und Wechselbrief von 1676 der Beklagten über 50 000 Reichstaler zahlbar an Gabriel Behrens, Herr zu Wandsbek, und akzeptiert von Ägidius Hennings; Auszüge aus Konten und Rechnungen der Hamburger Bank sowie Quittungen, Zahlungsanweisungen und Bankvollmachten aus der Zeit um 1675; Gutachen von 1686 und 1704 durch die Verordneten der Bank zu Hamburg und durch Hamburger Kaufleute über die "Banco-Ordnung" in Hamburg sowie die "Revidierte Banco-Ordnung" von 1639; Inventare von 1688 und 1681 des Nachlasses des Ägidius Hennings (unter anderem ein Brauerbe am Rödingsmarkt); Gutachten aus der Zeit 1678-1711 über die im Prozess strittigen Fragen durch die Juristen Johann Andreas Frommann, Ferdinand Christoph Harprecht, Johann Jakob Schütz, Johann Wolfgang Textor, Johann Friedrich Wahremund und Kasper Ziegler; Gutachten der Juristen-Fakultäten der Universitäten Frunkfurt an der Oder von 1686, Gießen von 1686 und 1687, Kiel von 1688, Tübingen von 1690 und Leipzig (ohne Jahr), sowie eine Stellungnahme des Schöppenstuhls Leipzig (ohne Jahr); Protokolle und Berichte der Kaiserlichen Kommissionen von 1679 und 1686 mit Zeugenbefragungen und zahlreichen Beweismaterial; Aktenstücke aus anderen Prozessen über die strittigen Fragen vor dem Reichskammergericht 1679-1682; Aktenstücke aus anderen Prozessen vor dem Reichshofrat sowie Kaiserliche Reskripte in dieser Sache 1684-1714, unter anderem auch Empfehlungsschreiben des Kaisers an das Reichskammergericht.
Archivale
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
07.03.2025, 11:58 MEZ