Maria Anna, Herzogin im Oberen und Niederen Bayern, Pfalzgräfin bei Rhein und Kurfürstin etc., belehnt in der Nachfolge ihres verstorbenen Gemahls Kurfürst Maximilian und als gegenwärtige Inhaberin von zwei Dritteln der Herrschaft Wiesensteig Georg Friedrich Seiferheld als den Lehenträger der Reichsstadt Schwäbisch Hall mit dem Markt[flecken] vor dem Schloss Vellberg und mit dem dortigen Ortsteil Hörgershof samt allem inner- und außerhalb der Gemarkung gelegenen Zubehör und - als Afterlehen - mit dem Blutbann in den vellbergischen Gebieten in dem Umfang, wie diese Güter und Rechte zuvor die Adeligen von Vellberg und in deren Nachfolge genannte Stadt Hall von den Helfenstein zu Lehen getragen haben. Die Ausstellerin streicht heraus, dass von den Vasallen "zu begebendten fählen ... yedermahlen fünff vnd zwainzig Goldtgulden" zu bezahlen sind und bestätigt, dass genannter Seiferheld im Namen der Stadt gehuldigt, den Lehenseid geschworen sowie den Nutzen der Herrschaft Wiesensteig zu befördern und Schaden von derselben zu wenden versprochen hat.