Weistum über das Kirchspiel Kirburg. Auf eine Beschwerde, die Johann von Wenden, "angemaßter" Abt des Klosters Marienstatt, nebst zwei ehemaligen Konventsbrüdern von dort, Gottfrides Drolschagen und Johann Beirbrewer, beim Kaiser und bei den Erzbischöfen von Köln und Trier gegen den Grafen Hermann zu Sayn erhoben hat, dass dieser das Kloster in seinen Rechten und seinem Besitz im Kirchspiel Kirburg schwer beeinträchtigte, lässt der Graf durch seine Räte Justus Koch von Wetzlar, Dr. jur., und Martin Möller, Sekretär, genannte Einwohner, (haussleute) des Kirchspiels, meist Zinsleute des Klosters, aus Kirburg, Langenbach, Bretthausen, Neunkhausen, Lauzenbrücken, Norcken, Mörlen und Korb in Gegenwart des Schnell Johanns, Marienstätter Lehnschultheißen und Waldförsters, vorfordern und über seine Rechte an genanntem Kirchspiel vernehmen. Es wird darüber in 7 Punkten, über die Rechte des Klosters in weiteren 4 Punkten gewantwortet.
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Weistum über das Kirchspiel Kirburg. Auf eine Beschwerde, die Johann von Wenden, "angemaßter" Abt des Klosters Marienstatt, nebst zwei ehemaligen Konventsbrüdern von dort, Gottfrides Drolschagen und Johann Beirbrewer, beim Kaiser und bei den Erzbischöfen von Köln und Trier gegen den Grafen Hermann zu Sayn erhoben hat, dass dieser das Kloster in seinen Rechten und seinem Besitz im Kirchspiel Kirburg schwer beeinträchtigte, lässt der Graf durch seine Räte Justus Koch von Wetzlar, Dr. jur., und Martin Möller, Sekretär, genannte Einwohner, (haussleute) des Kirchspiels, meist Zinsleute des Klosters, aus Kirburg, Langenbach, Bretthausen, Neunkhausen, Lauzenbrücken, Norcken, Mörlen und Korb in Gegenwart des Schnell Johanns, Marienstätter Lehnschultheißen und Waldförsters, vorfordern und über seine Rechte an genanntem Kirchspiel vernehmen. Es wird darüber in 7 Punkten, über die Rechte des Klosters in weiteren 4 Punkten gewantwortet.
340, U 13504 a
340 Grafschaft Sayn-Hachenburg
Grafschaft Sayn-Hachenburg >> Urkunden >> 9 1550 bis 1599 >> 9.3 1571-1580
1576 Januar 9
Original Papier, Siegel etwas beschädigt. Notariatsurkunde des David Elder, öffentl. kaiserl. Notars, mit dessen Zeichen und der Unterschrift des Joh. Berenbach, Schultheißen, Joh. Dringenstein und Theis Bierbruer, Schöffen zu Hachenburg
Urkunde
Identifikation (Urkunde): Originaldatierung: 1576 Januar 9 im dorff zu Kirpurgh vor dem Weidenhoff im hoff
Vermerke (Urkunde): Unterschriften: Joh. Berenbach, Schultheißen, Joh. Dringenstein und Theis Bierbruer, Schöffen zu Hachenburg
Vermerke (Urkunde): Siegler: Stadt Hachenburg
Vermerke (Urkunde): Unterschriften: Joh. Berenbach, Schultheißen, Joh. Dringenstein und Theis Bierbruer, Schöffen zu Hachenburg
Vermerke (Urkunde): Siegler: Stadt Hachenburg
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen der Staatsarchive in Hessen.
17.06.2025, 14:06 MESZ