Gutsarchiv Osterndorf (Bestand)
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NLA ST, Dep. 14
Nds. Landesarchiv, Abt. Stade (Archivtektonik) >> Gliederung >> 2 Nichtstaatliche Bestände >> 2.1 Familien-, Adels-, Guts-, Hofarchive
1657-1912
Geschichte des Bestandsbildners: Das Gut Osterndorf, nördlich von Beverstedt im Landkreis Cuxhaven gelegen, gehörte ursprünglich zu dem umfangreichen Besitz der Familie von Luneberg zu Altluneberg. Dabei handelte es sich zunächst um einen schatzpflichtigen Zehnthof. Am 18.05.1653 erwarb der Bremer Domstruktuar Johann von Hassell (+ 1694) den Zehnthof aus der Erbmasse des Johann von Luneberg. Von Hassell baute das Wohnhaus aus, vergrößerte den Wirtschaftshof und kultivierte brachliegende Ländereien. Er ist als der eigentliche Gründer des Landgutes Osterndorf anzusehen und erreichte am 03.09.1664 die Anerkennung Osterndorfs als adelig-freies Gut durch die Ritterschaft des Herzogtums Bremen.
Von Hassells Tochter und Erbin Anna war seit 1665 mit dem Kriegskommissar Andreas von Scharnhorst (+ 1712)verheiratet, dem sie das Gut zubrachte. Nach dem Tod des jüngsten Sohnes der Eheleute, des Kommissionsrats Esaias von Scharnhorst, im Jahr 1720 fiel Osterndorf an dessen Bruder, den Stader Kanzleivizedirektor Karl Gustav von Scharnhorst (+ 1736), der am 05.11.1754 in die Rittermatrikel aufgenommen wurde. Von dem Kanzleivizedirektor von Scharnhorst ging das Gut auf dessen Sohn, den Celler Kanzleidirektor Karl von Scharnhorst, über, der am 05.11.1754 die Rittermatrikel erhielt.
Die Erben Karls von Scharnhorst verkauften Osterndorf an den Major Burkhard Dietrich von Goeben, der am 03.11.1767 von der Ritterschaft des Herzogtums Bremen zugelassen wurde. Nach dem Tod von Goebens im Jahr 1779 verkaufte seine Witwe das Gut an Ernst Georg Heinrich Dieterichs. Im Besitz der Familie Dieterichs blieb das Gut nun für rund 100 Jahre.
Nach dem Tod Karl Dieterichs wurde Gut Osterndorf von Christoph Vinnen aus Bremen erworben. Die Familie Vinnen war noch 1950 im Besitz des Gutes. Später ist das Gut an die Familie des jetzigen Besitzers übergegangen.
Stade, den 06.04.2001
Dr. Christian Hoffmann
Bestandsgeschichte: Das Gutsarchiv Osterndorf, das nur einen kleinen Überrest des ursprünglichen Gutsarchivs darstellt, wurde im Juni 2000 von Herrn Volker Siegel/Beverstedt als Eigentümer dem Staatsarchiv Stade als Depositum übergeben (acc. 2000/206). Während der im Staatsarchiv hinterlegte Bestand lediglich
0,2 lfdm Schriftgut umfaßt, hatte im Jahr 1950 der Archivpfleger für den Landkreis Wesermünde, Herr Günter Hofmann/Osterndorf, von dem damaligen Besitzer des Gutes, Herrn Wolfgang Vinnen, insgesamt 0,6 lfdm Schriftgut "zu getreuen Händen" übergeben bekommen. Was dem heute verschollenen Teil dieser Akten widerfahren ist, läßt sich nicht mehr feststellen.
Der im Staatsarchiv hinterlegte Bestand umfaßt Schriftgut aus den Jahren 1657 bis 1912, abschriftlich reicht die Überlieferung bis in das Jahr 1639 zurück. Insgesamt besteht der Bestand aus zehn Akten; zwei Karten wurden unter der Signatur "Karten, Neu Nr. 4581/1 und Karten, Neu Nr. 04581/2" in die Kartensammlung überwiesen (/1: Karte von der Feldmark Osterndorf nach der Verkoppelung und Theilung der Gemeinheiten des adlichen Guts und des Dorfes im Jahr 1810 entworfen durch den Cammer-Conducteur G. F. Juncken; /2: Karte über die Theilung der Gemeinheit des Guts und der Dorfschaft Osterndorf, gemessen und eingetheilt von Praetorius, ca. 1840).
Stade, den 06.04.2001
Dr. Christian Hoffmann
Bestandsgeschichte: Hoffmann
Zusatzinformationen: Abgeschlossen: Nein
Zusatzinformationen: teilweise verzeichnet
Von Hassells Tochter und Erbin Anna war seit 1665 mit dem Kriegskommissar Andreas von Scharnhorst (+ 1712)verheiratet, dem sie das Gut zubrachte. Nach dem Tod des jüngsten Sohnes der Eheleute, des Kommissionsrats Esaias von Scharnhorst, im Jahr 1720 fiel Osterndorf an dessen Bruder, den Stader Kanzleivizedirektor Karl Gustav von Scharnhorst (+ 1736), der am 05.11.1754 in die Rittermatrikel aufgenommen wurde. Von dem Kanzleivizedirektor von Scharnhorst ging das Gut auf dessen Sohn, den Celler Kanzleidirektor Karl von Scharnhorst, über, der am 05.11.1754 die Rittermatrikel erhielt.
Die Erben Karls von Scharnhorst verkauften Osterndorf an den Major Burkhard Dietrich von Goeben, der am 03.11.1767 von der Ritterschaft des Herzogtums Bremen zugelassen wurde. Nach dem Tod von Goebens im Jahr 1779 verkaufte seine Witwe das Gut an Ernst Georg Heinrich Dieterichs. Im Besitz der Familie Dieterichs blieb das Gut nun für rund 100 Jahre.
Nach dem Tod Karl Dieterichs wurde Gut Osterndorf von Christoph Vinnen aus Bremen erworben. Die Familie Vinnen war noch 1950 im Besitz des Gutes. Später ist das Gut an die Familie des jetzigen Besitzers übergegangen.
Stade, den 06.04.2001
Dr. Christian Hoffmann
Bestandsgeschichte: Das Gutsarchiv Osterndorf, das nur einen kleinen Überrest des ursprünglichen Gutsarchivs darstellt, wurde im Juni 2000 von Herrn Volker Siegel/Beverstedt als Eigentümer dem Staatsarchiv Stade als Depositum übergeben (acc. 2000/206). Während der im Staatsarchiv hinterlegte Bestand lediglich
0,2 lfdm Schriftgut umfaßt, hatte im Jahr 1950 der Archivpfleger für den Landkreis Wesermünde, Herr Günter Hofmann/Osterndorf, von dem damaligen Besitzer des Gutes, Herrn Wolfgang Vinnen, insgesamt 0,6 lfdm Schriftgut "zu getreuen Händen" übergeben bekommen. Was dem heute verschollenen Teil dieser Akten widerfahren ist, läßt sich nicht mehr feststellen.
Der im Staatsarchiv hinterlegte Bestand umfaßt Schriftgut aus den Jahren 1657 bis 1912, abschriftlich reicht die Überlieferung bis in das Jahr 1639 zurück. Insgesamt besteht der Bestand aus zehn Akten; zwei Karten wurden unter der Signatur "Karten, Neu Nr. 4581/1 und Karten, Neu Nr. 04581/2" in die Kartensammlung überwiesen (/1: Karte von der Feldmark Osterndorf nach der Verkoppelung und Theilung der Gemeinheiten des adlichen Guts und des Dorfes im Jahr 1810 entworfen durch den Cammer-Conducteur G. F. Juncken; /2: Karte über die Theilung der Gemeinheit des Guts und der Dorfschaft Osterndorf, gemessen und eingetheilt von Praetorius, ca. 1840).
Stade, den 06.04.2001
Dr. Christian Hoffmann
Bestandsgeschichte: Hoffmann
Zusatzinformationen: Abgeschlossen: Nein
Zusatzinformationen: teilweise verzeichnet
Bestand
Literatur: Arthur von Düring, Ehemalige und jetzige Rittersitze im Herzogtum Bremen, Stade 1938, S. 163f.
Literatur: Hans Mindermann, Familie Pleyn, seit 1714 in Osterndorf, Typoskript o. O. u. J.
Literatur: Hans Mindermann, Familie Pleyn, seit 1714 in Osterndorf, Typoskript o. O. u. J.
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
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Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
16.06.2025, 12:45 PM CEST