[Johannn] Christoph Graf zu Hohenzollern, Sigmaringen und Veringen, Herr zu Haigerloch und Wehrstein, des hl. römischen Reiches Erbkämmerer, kaiserlicher Rat und Kammergerichtspräsident zu Speyer, bekundet: Seine Untertanen der haigerlochischen Dorfschaften Gruol, Zimmern, Weildorf, Bittelbronn, Trillfingen, Hart, Höfendorf und Bietenhausen haben um Bestätigung eines zur Zeit seiner Minderjährigkeit zwischen seiner Mutter Gräfin Katharina zu Hohenzollern geb. Freiin zu Welsberg und Primör, am kaiserlichen Kammergericht verordnete Vormünderin einerseits und den Untertanen andererseits am 4. August 1607 über Fronen und andere Streitigkeiten geschlossenen Vertrags gebeten. Der Aussteller hat Bedenken wegen der für das Schloß in Haigerloch nicht reichenden 420 Klafter Holz und wegen der Dienste der Untertanen zum Fuchstrieb und Jagen. Er vergleicht sich mit den Untertanen über die beiden Punkte: 1) Jeder Taglöhner der haigerlochischen Dorfschaften soll 3 Klafter Holz in Fron hauen, die Bauern sollen es in Fron auf das Schloß fahren. Der Aussteller gibt dafür das gewöhnliche Fronbrot. Wenn mehr Holz gebraucht wird, erhöht sich die zu hauende bzw. zu fahrende Menge. Wenn der Aussteller weniger braucht, darf er den Rest mit eigenen Fuhren auf seine Höfe, Schäfereien und Sennereien bringen lassen 2. Die Untertanen sollen zwischen Gallus (16. Oktober) und Fastnacht auf Anforderung innerhalb der Herrschaft Haigerloch dem Fuchstrieb oder anderem Jagen beiwohnen. Der Aussteller gibt das Fronbrot. Es soll zur Berücksichtigung überaus großer Kälte und der Armut der Untertanen verpflichtet sein. Die Untertanen sollen zu sonst keinen Frondiensten verpflichtet sein. Es wird auf den Vertrag von 1607 August 4 verwiesen, den der Aussteller bestätigt Am 27. Januar 1614 haben im Namen des Fleckens Gruol Jakob Epplin, Alt Hans Mader und Jakob Muntzler, wegen des Fleckens Zimmern Sebastian Voltz, wegen Weildorf und Bittelbronn Hans Sauther und Alt Hans Wellhausen, wegen Hart Martin Kallbacher und Hans Rückher, wegen Höfendorf Hans Eberhard und Jerg Beuther, wegen Bietenhausen Haug Heckh als bevollmächtigter abgeordneter Ausschuß um Besiegelung gebeten. Datum wie oben

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Landesarchiv Baden-Württemberg
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