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Landgericht und Kanzlei Kniphausen (Bestand)
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Enthält: Amtsbücher 1708-1809 (6); Verwaltungssachen 1640-1826 (9); Gräfliches Haus 1713-1839 (15); Landesherrliche Verwaltung, Regierungsantritte, Huldigungen 1663-1839 (9); Personalsachen der Bediensteten 1667-1810 (25); Garmser Angelegenheiten 1715-1810 (14); Verhältnis zur Herrschaft Jever wegen Garms und Kniphausen 1655-1823 (32); Verhältnisse zu verschiedenen Territorien (ohne Jever) 1712-1806 (11); Beschwerden der Untertanen 1740-1838 (6); erteilte oder bestätigte Privilegien 1742-1807 (8); Polizeisachen 1709-1809 (9); Aufnahme fremder Personen 1749-1836 (6); Judensachen 1750-1810 (9); Unglücksfälle, Versorgung in Krisenzeiten 1709-1811 (6); Medizinalwesen 1759-1821 (12); Bekämpfung von Seuchen 1753-1795 (3); Handels- und Schifffahrtssachen 1725-1832 (7); Strandungssachen 1708-1810 (11); Sengwarder Markt 1708-1810 (7); Gewerbesachen 1709-1810 (7); Kontributionen und Steuersachen 1745-1809 (4); Gnadensachen und Suppliken 1719-1808 (8); Vermessungen 1784-1805 (2); Wege und Brücken 1741-1838 (44); Bausachen und Hofhaltung 1716-1810 (7); Deich- und Sielsachen 1667-1835 (9); Ehestiftungen, Ehescheidungen, Testamente, Schenkungen 1723-1839 (17); Vormundschaftssachen 1736-1853 (9); Konkurssachen 1746-1841 (5); Landgerichtliche Prozesse und Streitigkeiten wegen Steuersachen 1837-1853 (3); Generalia des Landgerichts und allgemeine Gerichtssachen 1774-1854 (13); Zivilprozesse 1749-1860 (69).
Beschreibung: Best. 122 Landgericht und Kanzlei Kniphausen
Zeit: 1619-1860
Geschichte des Bestandsbildners: Landgericht und Kanzlei bildeten Jahrhunderte lang eine personelle Einheit. Ihnen oblag nicht nur die Pflege der zivilen und Strafgerichtsbarkeit, sondern ebenso - mit einigen Einschränkungen - die Wahrung der hoheitlichen Rechte nach innen und nach außen und die Betreuung der niederen Polizeisachen. Die Tätigkeit dieser Behörde, deren Funktion im letzten Drittel des 18. Jahrhunderts mehr und mehr von der übergeordneten Kanzlei in Varel und der Kammer in Kniphausen übernommen wurden, endete mit der Einverleibung Kniphausens in das Kaiserreich Frankreich (1811).
Bestandsgeschichte: Aufgrund der unklaren Besitzverhältnisse und Zuständigkeiten in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts gingen in dieser Zeit große Teile der Registratur verloren, erst 1858 konnten die Reste durch das Oldenburger Archiv gesichert werden.
Findmittel: Archivdatenbank
Zusatzinformationen: Abgeschlossen: Nein
Zusatzinformationen: teilweise verzeichnet
8; 404 Verzeichnungseinheiten
Bestand
Literatur: Günther Heinrich von Berg, Berichtigung der wesentlichen Puncte ... die Angelegenheit des Grafen v. Bentinck wegen der Herrlichkeit Kniphausen betreffend, (Oldenburg) 1819; Ludwig Kohli, Handbuch einer historisch-statistisch-geographischen Beschreibung des Herzogthums Oldenburg sammt der Erbherrschaft Jever und der beiden Fürstenthümer Lübeck und Birkenfeld, Oldenburg 1844, Bd. 2, S. 388-394; Karl Georg Böse, Das Großherzogthum Oldenburg. Topographisch-statistische Beschreibung desselben, Oldenburg 1863, S. 291-295; Friedrich-Wilhelm Schaer, Die Beziehungen zwischen Schaumburg-Lippe und Kniphausen zur Zeit der Gräfin Charlotte Sophie von Bentinck (um 1750), in: Schaumburg-Lippische Mitteilungen 23 (1974), S. 63-74; Stefan Hartmann, Großherzogtum Oldenburg, in: Grundriß der Deutschen Verwaltungsgeschichte 1815-1945, Reihe B, hg. von Thomas Klein, Bd. 17: Hansestädte und Oldenburg, Teil IV, Marburg 1978, S. 179-185, 203-206; Walter Ordemann, Die Herrlichkeit und Burg Kniphausen, Wilhelmshaven 1993; Hans Raykowski, Historisches Gemeindeverzeichnis für das Oldenburger Land 1814-1980, Göttingen 1981, überarbeitete Neufassung Oldenburg 1994; Friedrich-Wilhelm Schaer, Verwaltungs- und Beamtengeschichte der Herrschaften Jever, Varel und Kniphausen, mit alphabetischem Beamtenverzeichnis 16. Jahrhundert - 1807, Oldenburg 2001; Albrecht Eckhardt, Zur Revolution von 1848/49 im Großherzogtum Oldenburg, insbesondere im Jeverland und in der Herrschaft Varel, in: Alwin Hanschmidt/Bernd Hucker (Hg.), Persönlichkeit und Zeitgeschehen, Vechta 2001, S. 85-110; Antje Koolman, Die Bentincks. Eine niederländische Adelsfamilie in Nordwestdeutschland im 18. Jahrhundert, Oldenburg 2003; Albrecht Eckhardt (Hg.), Oldenburgisches Ortslexikon, Bd. 1, Oldenburg 2010, Artikel: Kniphausen, S. 557-560, und Bd. 2, Oldenburg 2011, Artikel: Varel, S.1011.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.