Das Mandat liegt nicht vor. Den Einwänden der Beklagten nach hatten diese von den Untertanen Vieh, Gerätschaften und Land gepfändet (die Pfändung von Lebensmitteln bestreiten die Beklagten) und hätten damit nach Ansicht der Kläger gegen den Hambacher Vergleich verstoßen. Die Beklagten erklären, die Pfändungen seien geschehen, nachdem einige Untertanen, als Ott Heinrich von Bylandt als ältester Sohn nach dem Tode des Vaters die Herrschaft übernommen habe, die Leistung des Untertanen- und Treueides verweigert hätten, um dessen Leistung zu erzwingen. Sie bestreiten den Untertanen das Recht, sich auf den Hambacher Vergleich zu berufen, den sie selbst nicht einhielten, und da sie vielmehr insbesondere den Wachdienst und die Entrichtung des Schützenschatzes verweigerten und die Landwehren nicht in Ordnung hielten.
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Das Mandat liegt nicht vor. Den Einwänden der Beklagten nach hatten diese von den Untertanen Vieh, Gerätschaften und Land gepfändet (die Pfändung von Lebensmitteln bestreiten die Beklagten) und hätten damit nach Ansicht der Kläger gegen den Hambacher Vergleich verstoßen. Die Beklagten erklären, die Pfändungen seien geschehen, nachdem einige Untertanen, als Ott Heinrich von Bylandt als ältester Sohn nach dem Tode des Vaters die Herrschaft übernommen habe, die Leistung des Untertanen- und Treueides verweigert hätten, um dessen Leistung zu erzwingen. Sie bestreiten den Untertanen das Recht, sich auf den Hambacher Vergleich zu berufen, den sie selbst nicht einhielten, und da sie vielmehr insbesondere den Wachdienst und die Entrichtung des Schützenschatzes verweigerten und die Landwehren nicht in Ordnung hielten.
AA 0627, 6408 - -
AA 0627 Reichskammergericht (AA 0627), Teil IX: U-Z; Nachträge; Abgaben
Reichskammergericht (AA 0627), Teil IX: U-Z; Nachträge; Abgaben >> 6. Nachträge
(1593 - 1605)
Enthaeltvermerke: Kläger: Untertanen der Herrschaft Rheydt Beklagter: Gebrüder Freiherren Ott Heinrich und Arnold Adrian von dem Bylandt zu Rheydt und Brempt Prokuratoren (Bekl.): für Arnold Adrian von dem Bylandt: Dr. Melchior von Zabern [1593] 1594 Prozeßart: Secundi mandati de restituendo et non offendendo Instanzen: RKG ? - ? (1593 - 1605) Beweismittel: „Der Underthanen vermeinte privilegia“ (Q 25). Notarielles Instrument mit Zeugenaussagen (Q 29, 30, 31). Beschreibung: 5 cm, 76 Bl., lose; Q 3 (prod. 20. September 1593), 5, 6, 9, 11, 14 - 16, 20, 23 - 27, 29 - 33, 36, 37, 39a (prod. 28. Februar 1600); 1 Beilage prod. 12. Dezember 1605 eines Verfahrens Rheydt ./. Bylandt 2 mandati de non turbando [früher RKG 462 (B 1165/4182 Bd. 5)].
Diverse Registraturbildner
Sachakte
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
28.04.2026, 08:10 MESZ
Hierarchie
Hierarchie Detailansicht
- Landesarchiv Nordrhein-Westfalen. Abteilung Rheinland
- Landesarchiv NRW Abteilung Rheinland (Archivtektonik)
- 1. Behörden und Bestände vor 1816 (Tektonik)
- 1.4. Reichsbehörden (Tektonik)
- 1.4.1. Reichskammergericht (Tektonik)
- Reichskammergericht AA 0627 (Tektonik)
- Reichskammergericht (AA 0627), Teil IX: U-Z; Nachträge; Abgaben (Bestand)
- 6. Nachträge (Gliederung)