Grafschaft Wertheim (mit Herrschaft Breuberg) - Urkunden (Bestand)
Vollständigen Titel anzeigen
Abt. Staatsarchiv Wertheim, F-US 7
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Staatsarchiv Wertheim (Archivtektonik) >> Freudenbergisches Archiv >> Selekte und Sammlungen >> Urkunden
1275-1794
Inhalt und Bewertung
Bearbeitet von Peter Müller (unter Verwendung von Vorarbeiten von Friedrich Wecken und Alfred Friese)
Einleitung: Der vorliegende Bestand enthält die Urkunden aus dem Freudenbergschen Archiv, die die alte Grafschaft Wertheim einschließlich der Herrschaft Breuberg und das Wertheimer Grafenhaus betreffen. Die Bestandsbildung geht auf einen Beständeplan von Friedrich Wecken zurück, der Anfang des Jahrhunderts damit begonnen hatte, den bis dahin ausschließlich unter Sachgesichtspunkten gegliederten Urkundenbestand des Freudenbergschen Archivs neu zu strukturieren. Neben dem Selekt der Hausurkunden, das die Haus- und Familienangelegenheiten der Grafen und Fürsten von Löwenstein-Wertheim-Virneburg (bzw. Freudenberg) betreffenden Stücke umfaßt, und dem Bestand der Passivlehnsurkunden sah Weckens Gliederung eine Reihe von Beständen über die verschiedenen fürstlichen Ämter vor. Diese entsprechen zumindest teilweise, wie im Fall der Bestände der säkularisierten Klöster Triefenstein und Grünau, Provenienzen. Die Neugliederung der Urkundenselekte, die mit einer Neuverzeichnung einherging, konnte Wecken selbst nicht mehr zum Abschluß bringen. Alfred Friese, der das Freudenbergsche Archiv nach dem Zweiten Weltkrieg zeitweise betreute, hat die Regestierungsarbeiten fortgesetzt. Zu einer Repertorisierung kam es aber bis zum Verkauf des Archivs an das Land Baden-Württemberg nicht mehr. Im Zusammenhang mit den Vorbereitungen für eine Beständeübersicht über die Löwensteinischen Archive wurden im Jahr 1998 vom Unterzeichnenden die noch nicht den neuen Beständen zugewiesenen Stücke - von einigen kleineren Modifikationen abgesehen - gemäß dem Weckenschen Beständeplan aufgeteilt und damit die Neustrukturierung der Urkundenselekte Freudenbergschen Archivs zum Abschluß gebracht. Das vorliegende Repertorium basiert auf den Vorarbeiten von Wecken und Friese, deren Regesten allerdings formal vereinheitlicht und redaktionell überarbeitet wurden. Bei den einzelnen Regesten wird durch entsprechende Kürzel (W. bzw. Fr.) auf den jeweiligen Vorbearbeiter hingewiesen. Der neuformierte Urkundenbestand "Grafschaft Wertheim" enthält neben einigen die Grafschaft betreffenden Verträgen aus den alten Urkundenbeständen I (Familien- und Hausverhältnisse, Lehnsverhältnisse) II (Familien- und Hausverträge des gräflichen Privathauses) VI (Grafschaft Wertheim) und XI (Gräfliche Kaufverträge etc.) in erster Linie Stücke, die den Aktenbeständen entnommen worden sein dürften. Leider wurde bei der Entnahme deren Herkunft nicht vermerkt, so daß sich die ursprünglichen Überlieferungszusammenhänge bei einem Teil der Urkunden nicht mehr ohne weiteres rekonstruieren lassen. Soweit die Herkunft der Stücke bekannt ist, wurde sie bei den Regesten vermerkt. Ein Großteil des vorliegenden Bestands wäre von seiner Zeitstellung her eigentlich dem Gemeinschaftlichen Archiv zuzuordnen. Da derzeit nicht zu übersehen ist, wann und wie die Stücke in das Freudenbergsche Archiv gelangt sind, wurde von einer Eingliederung in die Bestände des Gemeinschaftlichen Archivs allerdings abgesehen. Die Weckensche Beständegliederung weist teilweise Unzulänglichkeiten auf, die bei der Benutzung des Bestands beachtet werden müssen. Problematisch ist vor allem die Abgrenzung zwischen den einzelne Herrschaften betreffenden Beständen (Grafschaft Löwenstein, Grafschaft Virneburg, Grafschaft Wertheim) und den Beständen, die unter eher familiengeschichtlichen Gesichtspunkten gebildet wurden (Hausurkunden, Passivlehnsurkunden). In letzteren finden sich selbstverständlich immer auch Urkunden, die die einzelnen Besitzungen betreffen. So sind beispielsweise die fuldischen Lehnbriefe über die Herrschaft Breuberg, soweit sie für die Grafen von Löwenstein ausgestellt wurden, im Bestand Passivlehnsurkunden zu suchen. Dagegen sind die Haus- und Familienangelegenheiten der Grafen von Wertheim betreffenden Stücke in den vorliegenden Bestand eingegliedert worden. Der Bestand US 7 umfaßt derzeit 91 Urkunden aus den Jahren 1275 bis 1794. Bronnbach, Oktober 1998 Dr. Peter Müller
Bearbeitet von Peter Müller (unter Verwendung von Vorarbeiten von Friedrich Wecken und Alfred Friese)
Einleitung: Der vorliegende Bestand enthält die Urkunden aus dem Freudenbergschen Archiv, die die alte Grafschaft Wertheim einschließlich der Herrschaft Breuberg und das Wertheimer Grafenhaus betreffen. Die Bestandsbildung geht auf einen Beständeplan von Friedrich Wecken zurück, der Anfang des Jahrhunderts damit begonnen hatte, den bis dahin ausschließlich unter Sachgesichtspunkten gegliederten Urkundenbestand des Freudenbergschen Archivs neu zu strukturieren. Neben dem Selekt der Hausurkunden, das die Haus- und Familienangelegenheiten der Grafen und Fürsten von Löwenstein-Wertheim-Virneburg (bzw. Freudenberg) betreffenden Stücke umfaßt, und dem Bestand der Passivlehnsurkunden sah Weckens Gliederung eine Reihe von Beständen über die verschiedenen fürstlichen Ämter vor. Diese entsprechen zumindest teilweise, wie im Fall der Bestände der säkularisierten Klöster Triefenstein und Grünau, Provenienzen. Die Neugliederung der Urkundenselekte, die mit einer Neuverzeichnung einherging, konnte Wecken selbst nicht mehr zum Abschluß bringen. Alfred Friese, der das Freudenbergsche Archiv nach dem Zweiten Weltkrieg zeitweise betreute, hat die Regestierungsarbeiten fortgesetzt. Zu einer Repertorisierung kam es aber bis zum Verkauf des Archivs an das Land Baden-Württemberg nicht mehr. Im Zusammenhang mit den Vorbereitungen für eine Beständeübersicht über die Löwensteinischen Archive wurden im Jahr 1998 vom Unterzeichnenden die noch nicht den neuen Beständen zugewiesenen Stücke - von einigen kleineren Modifikationen abgesehen - gemäß dem Weckenschen Beständeplan aufgeteilt und damit die Neustrukturierung der Urkundenselekte Freudenbergschen Archivs zum Abschluß gebracht. Das vorliegende Repertorium basiert auf den Vorarbeiten von Wecken und Friese, deren Regesten allerdings formal vereinheitlicht und redaktionell überarbeitet wurden. Bei den einzelnen Regesten wird durch entsprechende Kürzel (W. bzw. Fr.) auf den jeweiligen Vorbearbeiter hingewiesen. Der neuformierte Urkundenbestand "Grafschaft Wertheim" enthält neben einigen die Grafschaft betreffenden Verträgen aus den alten Urkundenbeständen I (Familien- und Hausverhältnisse, Lehnsverhältnisse) II (Familien- und Hausverträge des gräflichen Privathauses) VI (Grafschaft Wertheim) und XI (Gräfliche Kaufverträge etc.) in erster Linie Stücke, die den Aktenbeständen entnommen worden sein dürften. Leider wurde bei der Entnahme deren Herkunft nicht vermerkt, so daß sich die ursprünglichen Überlieferungszusammenhänge bei einem Teil der Urkunden nicht mehr ohne weiteres rekonstruieren lassen. Soweit die Herkunft der Stücke bekannt ist, wurde sie bei den Regesten vermerkt. Ein Großteil des vorliegenden Bestands wäre von seiner Zeitstellung her eigentlich dem Gemeinschaftlichen Archiv zuzuordnen. Da derzeit nicht zu übersehen ist, wann und wie die Stücke in das Freudenbergsche Archiv gelangt sind, wurde von einer Eingliederung in die Bestände des Gemeinschaftlichen Archivs allerdings abgesehen. Die Weckensche Beständegliederung weist teilweise Unzulänglichkeiten auf, die bei der Benutzung des Bestands beachtet werden müssen. Problematisch ist vor allem die Abgrenzung zwischen den einzelne Herrschaften betreffenden Beständen (Grafschaft Löwenstein, Grafschaft Virneburg, Grafschaft Wertheim) und den Beständen, die unter eher familiengeschichtlichen Gesichtspunkten gebildet wurden (Hausurkunden, Passivlehnsurkunden). In letzteren finden sich selbstverständlich immer auch Urkunden, die die einzelnen Besitzungen betreffen. So sind beispielsweise die fuldischen Lehnbriefe über die Herrschaft Breuberg, soweit sie für die Grafen von Löwenstein ausgestellt wurden, im Bestand Passivlehnsurkunden zu suchen. Dagegen sind die Haus- und Familienangelegenheiten der Grafen von Wertheim betreffenden Stücke in den vorliegenden Bestand eingegliedert worden. Der Bestand US 7 umfaßt derzeit 91 Urkunden aus den Jahren 1275 bis 1794. Bronnbach, Oktober 1998 Dr. Peter Müller
91 Urkunden
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
13.11.2025, 14:40 MEZ