Im Streit zwischen den Dörfern Milchenbach und Lenne um die Grenze (Schneide) wird folgender Schnadzug (Lantmeye) gehalten, wobei auch ein Teil der Saalhausener teilnimmt, um die Gerechtigkeit von St. Vincentius zu verteidigen: Zuerst ging man auf das Wydecken auf die Eiche bei dem Forstein, dann weiter nach dem Winddescheyt; dort steht ein Schnadebaum in dem Land, das der Niederste Hans zu Lenne unter hat; und der Baum schnadet (schneit) stracks auf; an der Ecke steht auch ein Baum, der unten und oben mit Kreuzen versehen wurde; weiter darüber steht ein Foerstein, der am selben Tag gesetzt wurde; der Stein schnadet stracks auf bis an den Berg; unten am Berg steht auch eine Schnade-Eiche, die stracks auf schnadet bis an den Foerstein, der in dem Berge an der Eiche steht; weiter gehts es bis ans "des Hilligen Holt" das "Brante Holz" dahinter wendet nach altem Verlauf. Schiedsleute: Henrich Volmeken, Peter Wullenweuer und Rotger Smedt von Seiten von Lenne, Jacob Trillinck, Hennichens Rotger und Henneke Schorte von Seite von Milchenbach, alle sechs aus Saalhausen. Wer die Vereinbarung bricht, hat dem Drosten zu Bilstein und jedem Schiedsmann eine Mark zu zahlen. Ankündigung der Unterschrift durch Johannes Dorrenbach, Pastor zu Lenne.