Streit des Henrich Huge und des Michael Schrage. Akten, betreffend einen langwierigen Streit. Schrage hat von Huge das Gut Goverdinck in Altenberge gekauft. Es kam zum Prozess vor dem Hofgericht, in dem Strage siegte. Er hat dann den Ruge dreieinhalb Jahre gefangen gehalten, zunächst auf dem Ising-Turm, dann bei seinem Hause, dann bei Johan Schenckell in M. 1552 verklagt Ruge den Schrage auf Schadensersatz wegen der Gefangenhaltung und wegen des Kaufpreises (1600 Goldgulden) und den Zinsen, und zwar vor dem bischöflichen Richter Hinrich Bisping in M. (siehe dessen „Richtschein“). Später greift der Bischof ein und lädt die Parteien in M. zu Vergleichsverhandlungen nach Ahaus. Schrage hat sich in den Besitz des Gutes gesetzt.
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Streit des Henrich Huge und des Michael Schrage. Akten, betreffend einen langwierigen Streit. Schrage hat von Huge das Gut Goverdinck in Altenberge gekauft. Es kam zum Prozess vor dem Hofgericht, in dem Strage siegte. Er hat dann den Ruge dreieinhalb Jahre gefangen gehalten, zunächst auf dem Ising-Turm, dann bei seinem Hause, dann bei Johan Schenckell in M. 1552 verklagt Ruge den Schrage auf Schadensersatz wegen der Gefangenhaltung und wegen des Kaufpreises (1600 Goldgulden) und den Zinsen, und zwar vor dem bischöflichen Richter Hinrich Bisping in M. (siehe dessen „Richtschein“). Später greift der Bischof ein und lädt die Parteien in M. zu Vergleichsverhandlungen nach Ahaus. Schrage hat sich in den Besitz des Gutes gesetzt.
B-C Civ, 2271
B-C Civ Causae Civiles (Zivilprozessakten)
Causae Civiles (Zivilprozessakten) >> 1501-1600
1549 - 1557
Enthält: Erwähnt werden Goke Bokeman; Johan thom Mersche; Klaes van Affeln; Johan van Ascheberg; Peter Buck; Notar Arndt Brüninck; Albert Custodis; Johan Smeding; Johan van Asbeck; Berndt Boeker; Ratsdiener Jasper Rockener; Johan Kock, Offizial und Siegler; Notar Lambert ton Dale, geb. aus Borken; Merten thor Horst; Jasper Regelke; Hinrick Kralle; Gerichtsschreiber Konrad Bokelman; Berndt Schrage, Sohn des + Bruders des Michael Sch.; Gerichtsbote Johan Swarte; Bürgermeister Herman Heerde; Gerd Baggell.
Archivale
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
09.01.2026, 11:47 MEZ