Cyriax Ackermann, Fleischhauer aus Eisleben, für seine Ehefrau, Erbin ihres Halbbruders Hartmann Hackelberg aus Helfta (Kläger). Magister Melchior Herlitz, Pfarrer der Kirche Sankt Peter und Paul zu Eisleben (gestorben 1609), sowie Georg Zinner und Martin Jhan, Bürger aus Eisleben und ehemaligen Vormünder des oben genannten Hackelberg (Beklagte)
Vollständigen Titel anzeigen
A 53, A Nr. 1 (Benutzungsort: Wernigerode)
Registratursignatur: A 256
A 53 (Benutzungsort: Wernigerode) Reichskammergericht zu Wetzlar
Reichskammergericht zu Wetzlar >> 01. Prozesse Buchstabe A
(1577) 1595 - 1610
Enthält: appellationis
Magister Herlitz erwarb 1595 über die Vormünder des Hartmann Hackelberg dessen Bauernwirtschaft in Helfta für 1.500 Gulden, die in Raten plus Zinsen bis 1602 zu entrichten waren. Mit dem Geld wollte sich Hackelberg, ein gelernter Lohgerber, nach seiner Wanderschaft in Eisleben eine Handwerkerexistenz aufbauen. Als Herlitz 1602 die letzte Rate bezahlt hatte, wurde in Eisleben bekannt, dass Hackelberg bereits 1599 als Soldat in Siebenbürgen ums Leben gekommen war. Einzige Hinterbliebene des Hackelberg, die Frau des Fleischers Ackermann, focht den Verkauf des Hofes von Helfta wegen Minderjährigkeit ihres Halbbruders an und forderte den Hof zurück bzw. verlangte die Herausgabe des Kaufpreises von den ehemaligen Vormündern.
Magister Herlitz erwarb 1595 über die Vormünder des Hartmann Hackelberg dessen Bauernwirtschaft in Helfta für 1.500 Gulden, die in Raten plus Zinsen bis 1602 zu entrichten waren. Mit dem Geld wollte sich Hackelberg, ein gelernter Lohgerber, nach seiner Wanderschaft in Eisleben eine Handwerkerexistenz aufbauen. Als Herlitz 1602 die letzte Rate bezahlt hatte, wurde in Eisleben bekannt, dass Hackelberg bereits 1599 als Soldat in Siebenbürgen ums Leben gekommen war. Einzige Hinterbliebene des Hackelberg, die Frau des Fleischers Ackermann, focht den Verkauf des Hofes von Helfta wegen Minderjährigkeit ihres Halbbruders an und forderte den Hof zurück bzw. verlangte die Herausgabe des Kaufpreises von den ehemaligen Vormündern.
Reichskammergericht
20 cm
Akten
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
17.04.2025, 15:26 MESZ
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