Kloster St. Crucis in Braunschweig (Bestand)
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NLA WO, 11 Alt Crucis
Nds. Landesarchiv, Abt. Wolfenbüttel (Archivtektonik) >> Gliederung >> 3 Akten (Alt / W / Neu / Nds / R / Bund) >> 3.1 Fürstentümer Wolfenbüttel und Blankenburg (Alt) >> 3.1.4 Klöster, Stifte, Klostergerichte und Komtureien
1406-1825
Enthält: Verfassung u. Gerechtsame; Güterbesitz u. Einkünfte, u.a. Fleischzehnt; Geld- u. Kornregister; Jurisdiktion; Klosterämter, Pröpste, Domina u. Konventualinnen; Klosterverwalter; Steuern u. Dienste; Vermögen, Inventare; Verpachtungen
Geschichte des Bestandsbildners: Das Frauenkloster St. Crucis (Kreuzkloster) wurde vermutlich um 1230 auf dem Rennelberg vor dem St. Petri Tor der Stadt Braunschweig gegründet. Spätestens ab 1409 folgte es der Zisterzienserregel. Am Ende des 15. Jahrhunderts wurden im Zuge der Auseinandersetzungen zwischen der Stadt Braunschweig und Herzog Heinrich dem Älteren zu Braunschweig-Lüneburg (Wolfenbüttel) auch die Besitzungen des Klosters in Mitleidenschaft gezogen.
Der Einführung der Reformation in der Stadt Braunschweig 1528 widersetzte sich der Konvent. In den folgenden Konflikten mit der Stadt wurden unter anderem Besitztümer des Klosters beschlagnahmt, die 1532 allerdings zu Teilen zurückgegeben wurden.
Der Ausweisung der katholischen Äbtissin Gertrud von Holle folgte der Austritt der katholischen Nonnen aus dem Konvent und der Übertritt der übrigen Nonnen zum evangelischen Bekenntnis 1532. Der Rat der Stadt Braunschweig konnte zudem seinen Einfluss auf das Kloster vergrößern, so besetzte er fortan die Dominastelle und zeigte sich für die Visitation des Kloster verantwortlich. Im Laufe des 16. und 17. Jahrhunderts war das Kloster mehrfach Zerstörungen ausgesetzt, die vor allem im Zuge der Auseinandersetzungen zwischen der Stadt Braunschweig und den welfischen Herzögen entstanden.
Mit der Übernahme der Stadt Braunschweig 1671 durch Herzog Anton Ulrich zu Braunschweig-Lüneburg (Wolfenbüttel) wurde auch das Kloster St. Crucis landesherrlich.
Nach der Zerstörung des Klosters 1944 durch Bomben wurde es nicht mehr aufgebaut. Der evangelische Konvent hatte sich schon kurz zuvor fast vollständig aufgelöst.
Stand: 28.7.2015
Bestandsgeschichte: Der Bestand wurde vornehmlich im 18. und 19. Jahrhundert als Pertinenzbestand formiert. Neben Akten der Klosterverwaltung selbst finden sich Akten anderer Provenienz, vor allem der fürstlichen Zentralbehörden wie der Klosterratsstube.
2014 wurde der Bestand auf Grundlage der bisherigen handschriftlichen Findbücher nachverzeichnet. Die Aktentitel wurden modernisiert und die häufig fehlerhaften Laufzeiten korrigiert. Die Aufteilung der Signaturen in zwei Findbücher (Fb. 1 und Fb. 2) und die weitere Unterteilung der Signaturen in Kapitelzählungen mit römischen Ziffern (I-VII) wurden aufgelöst und stattdessen eine durchgängige Nummerierung der Akten vorgenommen. Gleichzeitig wurde der Bestand mit einer neuen Gliederung versehen.
Unter Nr. 99-160 sind Unterlagen des Klosters St. Crucis verzeichnet, welche die Domina Wirk am 30.12.1915 dem Archiv übergeben hat. Da die einzelnen Blätter völlig durcheinander geraten waren, konnte die ursprüngliche Ordnung nur ansatzweise wieder hergestellt werden. Die bisher unverzeichneten Unterlagen wurden von Dr. Bei der Wieden 2012 unter vorläufigen Signaturen verzeichnet. Da die Archivalien zwischenzeitlich unter diesen Signaturen genutzt wurden, sind sie im Feld alte Archivsignatur vermerkt (Fb. 1 Nr. 80-181).
Bestandsgeschichte: Beim ehemaligen Findbuch 2 (jetzt ab Nr. 161) handelt es sich um Akten des ehemaligen Klostergerichts St. Crucis, die 1924 bei der Auflösung des Amtsgerichts Riddagshausen an das Archiv abgegeben wurden. Die Ordnung des handschriftlichen Findbuchs von 1926 wurde bei der Nachverzeichnung unter dem Gliederungspunkt Gericht St. Crucis grundsätzlich beibehalten, allerdings in einigen Punkten gestrafft. Die Akten des Klostergerichts behandeln ausschließlich die gerichtliche Übertragung von Grundstücken, für die eine Erbenzinspflicht gegenüber dem Kloster St. Crucis bestand.
Aus dem Bestand 11 Alt Aegid (Benediktinerkloster St. Aegidien in Braunschweig) wurden dort falsch zugeordnete Akten des Klostergerichts St. Crucis in den Bestand 11 Alt Crucis überführt (11 Alt Crucis Nr. 317-322).
Stand: 28.7.2015
Bearbeiter: Dr. Natascha Noll (2015)
Geschichte des Bestandsbildners: Das Frauenkloster St. Crucis (Kreuzkloster) wurde vermutlich um 1230 auf dem Rennelberg vor dem St. Petri Tor der Stadt Braunschweig gegründet. Spätestens ab 1409 folgte es der Zisterzienserregel. Am Ende des 15. Jahrhunderts wurden im Zuge der Auseinandersetzungen zwischen der Stadt Braunschweig und Herzog Heinrich dem Älteren zu Braunschweig-Lüneburg (Wolfenbüttel) auch die Besitzungen des Klosters in Mitleidenschaft gezogen.
Der Einführung der Reformation in der Stadt Braunschweig 1528 widersetzte sich der Konvent. In den folgenden Konflikten mit der Stadt wurden unter anderem Besitztümer des Klosters beschlagnahmt, die 1532 allerdings zu Teilen zurückgegeben wurden.
Der Ausweisung der katholischen Äbtissin Gertrud von Holle folgte der Austritt der katholischen Nonnen aus dem Konvent und der Übertritt der übrigen Nonnen zum evangelischen Bekenntnis 1532. Der Rat der Stadt Braunschweig konnte zudem seinen Einfluss auf das Kloster vergrößern, so besetzte er fortan die Dominastelle und zeigte sich für die Visitation des Kloster verantwortlich. Im Laufe des 16. und 17. Jahrhunderts war das Kloster mehrfach Zerstörungen ausgesetzt, die vor allem im Zuge der Auseinandersetzungen zwischen der Stadt Braunschweig und den welfischen Herzögen entstanden.
Mit der Übernahme der Stadt Braunschweig 1671 durch Herzog Anton Ulrich zu Braunschweig-Lüneburg (Wolfenbüttel) wurde auch das Kloster St. Crucis landesherrlich.
Nach der Zerstörung des Klosters 1944 durch Bomben wurde es nicht mehr aufgebaut. Der evangelische Konvent hatte sich schon kurz zuvor fast vollständig aufgelöst.
Stand: 28.7.2015
Bestandsgeschichte: Der Bestand wurde vornehmlich im 18. und 19. Jahrhundert als Pertinenzbestand formiert. Neben Akten der Klosterverwaltung selbst finden sich Akten anderer Provenienz, vor allem der fürstlichen Zentralbehörden wie der Klosterratsstube.
2014 wurde der Bestand auf Grundlage der bisherigen handschriftlichen Findbücher nachverzeichnet. Die Aktentitel wurden modernisiert und die häufig fehlerhaften Laufzeiten korrigiert. Die Aufteilung der Signaturen in zwei Findbücher (Fb. 1 und Fb. 2) und die weitere Unterteilung der Signaturen in Kapitelzählungen mit römischen Ziffern (I-VII) wurden aufgelöst und stattdessen eine durchgängige Nummerierung der Akten vorgenommen. Gleichzeitig wurde der Bestand mit einer neuen Gliederung versehen.
Unter Nr. 99-160 sind Unterlagen des Klosters St. Crucis verzeichnet, welche die Domina Wirk am 30.12.1915 dem Archiv übergeben hat. Da die einzelnen Blätter völlig durcheinander geraten waren, konnte die ursprüngliche Ordnung nur ansatzweise wieder hergestellt werden. Die bisher unverzeichneten Unterlagen wurden von Dr. Bei der Wieden 2012 unter vorläufigen Signaturen verzeichnet. Da die Archivalien zwischenzeitlich unter diesen Signaturen genutzt wurden, sind sie im Feld alte Archivsignatur vermerkt (Fb. 1 Nr. 80-181).
Bestandsgeschichte: Beim ehemaligen Findbuch 2 (jetzt ab Nr. 161) handelt es sich um Akten des ehemaligen Klostergerichts St. Crucis, die 1924 bei der Auflösung des Amtsgerichts Riddagshausen an das Archiv abgegeben wurden. Die Ordnung des handschriftlichen Findbuchs von 1926 wurde bei der Nachverzeichnung unter dem Gliederungspunkt Gericht St. Crucis grundsätzlich beibehalten, allerdings in einigen Punkten gestrafft. Die Akten des Klostergerichts behandeln ausschließlich die gerichtliche Übertragung von Grundstücken, für die eine Erbenzinspflicht gegenüber dem Kloster St. Crucis bestand.
Aus dem Bestand 11 Alt Aegid (Benediktinerkloster St. Aegidien in Braunschweig) wurden dort falsch zugeordnete Akten des Klostergerichts St. Crucis in den Bestand 11 Alt Crucis überführt (11 Alt Crucis Nr. 317-322).
Stand: 28.7.2015
Bearbeiter: Dr. Natascha Noll (2015)
4,2
Bestand
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
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Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
16.06.2025, 12:45 PM CEST