(1) P 1333 (2)~Kläger: Witwe (Friederica) Louisa Petri, geb. von Zütterich, (3)~Beklagter: Gräflich lipp. Rentkammer (4)~Prokuratoren (Kl.): Dr. Johann Hermann Scheurer 1760 ( Subst.: Dr. Georg Melchior Hofmann (5)~Prozessart: Mandati de imposterum solvendo annuas usuras decem millium imperialium non tantum juxta litteram obligationis, sed et damnum per monetam minus utilem et pro parte reprobatam hactenus solutas perpessum refundendo sine clausula Streitgegenstand: Streitpunkt sind die Zinsen für ein 1734 aufgenommenes Kapital von 10000 Rtlr. Die Klägerin erklärt, um die Zinsen überhaupt zu bekommen, habe ihr Mann der Bezahlung in minderwertigen Münzen gegen 15 % Agio (Aufgeld) zugestimmt. Angesichts des weiteren Wertverlustes des Geldes habe sie der Rentkammer im vergangenen Jahr mitgeteilt, diesem Zahlungsmodus nicht länger zustimmen zu können, sondern Bezahlung in den in der Obligation vereinbarten harten Münzen, in denen das Kapital gegeben worden sei, oder aber den üblichen Agio von 55 - 60 % verlangt. Dennoch habe sie, um überhaupt etwas zu bekommen, die Zinszahlung, die in schlechten und teils auch verworfenen Münzen erfolgt sei, gegen nur 15 % Agio hinnehmen müssen. Sie sieht sich dadurch übermäßig beeinträchtigt (laessio) und fordert künftige Zahlungen obligationsgemäß in den vorgesehenen harten Münzen und rückwirkende Erstattung des ihr durch die Zahlung in geringwertigen Münzen und ohne angemessenen Agio entstandenen Schadens. (6)~Instanzen: RKG ? - ? (1734 - 1760) (7)~Beweismittel: Botenlohnquittung (Bl. 17). (8)~Beschreibung: 25 Bl., lose; Protokoll ohne Einträge, mit einliegendem Zettel: "verglichen", 9 unquadrangulierte Aktenstücke, 8 prod. 29. August 1760, 1 undatiert.

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Landesarchiv Nordrhein-Westfalen. Abteilung Ostwestfalen-Lippe
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