Nachlass Hannes Martens (Bestand)
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N 25
Kreisarchiv Viersen (Archivtektonik) >> N Nachlässe und Privatsammlungen
Vorwort Der Nachlass von Hannes Martens wurde im Februar 1980 zunächst als Depositum im Kreisarchiv hinterlegt; die Verzeichnung erfolgte 2002/03 durch Kreisarchivamtsrätin Vera Meyer-Rogmann. 2010 ging das Eigentum an den Kreis Viersen über.Zur Person:Hannes (eigentlich: Johann) Martens wurde am 2. Januar 1909 als Sohn der Eheleute Johann Martens und Anna Margaretha geb. Mangen in St. Hubert geboren. Er besuchte von 1915 bis 1923 die Volksschule seines Heimatortes und trat anschließend als Lehrling in ein Krefelder Architektenbüro ein. Ab 1928 arbeitete er als Architekt im Bauamt der Kempener Kreisverwaltung. 1931 machte er sich in St. Hubert selbständig; er war Mitglied des „Bundes Deutscher Architekten“ und des „Deutschen Werkbundes“.Seit 1927 ist Hannes Martens als Dichter und Verfasser heimatkundlicher Artikel, die über St. Hubert hinausgehen, in Erscheinung getreten. Er gehörte zu den Gründern des St. Huberter Heimatvereins und war von Anfang an mitverantwortlich für die Herausgabe des Hubertus-Boten.Nach dem Zweiten Weltkrieg gehörte er dem St. Huberter Gemeinderat mehrere Wahlperioden lang an; er saß für die Zentrumspartei bzw. die CDU im Kreistag, im Kreisausschuss und in mehreren Fachausschüssen, u.a. dem Kulturausschuss. Hannes Martens starb am 21. Januar 1980.Zum Bestand:Der Nachlass enthält nur wenige persönliche Unterlagen; die Hauptüberlieferung betrifft Martens heimatkundliche Forschungen. An Originalquellen verdient das Archiv Drabben als kirchengeschichtliche Fundgrube besondere Aufmerksamkeit. Mit unendlichem Fleiß hat Martens alle erreichbaren Publikationen zur niederrheinischen Geschichte ausgewertet und in seine Veröffentlichungen einfließen lassen. Unter dem Klassifikationspunkt 4.1. findet sich auch das unvollendete Manuskript seiner St. Huberter Ortsgeschichte mit dem zugehörigen Material. Leider war ein Teil der Unterlagen nur unzulänglich beschriftet bzw. ungeordnet, was die Ordnung und Erschließung des Nachlasses erschwerte.
Martens, Hannes
62 Kartons (63 KÄ)
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
05.11.2025, 14:00 MEZ