Der Priester Konrad, Spitalmeister in Ulm, und der Priester Heinrich Kriech, Pfleger des Augustinerchorherrenstifts St. Michael zu den Wengen in Ulm [abgegangen, Bereich Blumenscheinweg, Blauinsel], bekennen, dass der inzwischen verstorbene Priester Berthold Trub zu Lebzeiten die folgenden jährlichen Einkünfte zu einem Jahrtag für ihn bestimmt hat: Von dem Haus des Kürschners Märklin am Gries ("Griezz") [Bereich Griesbadgasse] gefallen jährlich 10 Schilling Heller, von dem Garten des Sigerlin in der alten Hafengasse [außerhalb der nördlichen Stadtbefestigung] 11 Schilling Heller und 1 Herbsthuhn, von einem Acker im Albrach [heute Gemarkung Neu-Ulm], den die Schwertfurbin und der Hofmeier von Schwaighofen ("Swaikhouen") [Stadt Neu-Ulm] besitzen, 10 Schilling Heller und 1 Weihnachtshuhn, von dem Haus der Schelmin vor dem Franziskanerkloster ("den Barfu/e/zzen") [abgegangen, Bereich westlicher Münsterplatz, Lagerbuch Nr. 150] 2 Schilling Heller und 1 Weihnachtshuhn und von Haus und Hofstatt des Heinrich Brosam in Schwaighofen 2 Schilling Heller. Von diesen Einkünften erhalten an seinem Jahrtag das Bauamt der Pfarrkirche St. Marien ennet Feld in Ulm [abgegangen, Bereich Alter Friedhof] 4 Schilling Heller, der Pfarrer 2 Schilling Heller und seine Gesellen 3 Schilling Heller, der Priester Krebel oder welcher Priester vor dem St. Johann Altar in der Pfarrkirche Messe feiert 1 Schilling Heller und der Mesner 4 Heller. Der jeweilige Spitalmeister in Ulm erhält 2 Schilling Heller und die 3 Weihnachtshühner, seine Gesellen 2 Schilling Heller und die Bedürftigen im Heiliggeistspital [abgegangen, Bereich Neue Straße, Lagerbuch Nr. 261/2, 254] 5 Schilling Heller, die man unter sie verteilen soll. Die Dominikaner ("Prediger") in Ulm [abgegangenes Dominikanerkloster, Bereich Grüner Hof 7, Lagerbuch Nr. 6, Adlerbastei 1-3] erhalten 2 Schilling Heller, die Franziskaner [abgegangenes Franziskanerkloster, Bereich westlicher Münsterplatz, Lagerbuch Nr. 150] 2 Schilling Heller, der Kaplan zu St. Jodok [abgegangene Kapelle, Bereich Mohrengasse 2/1] 2 Schilling Heller, der Kaplan zu St. Egidien ("Gylien") [abgegangene Kapelle, Bereich Grüner Hof 1-2] 1 Schilling Heller, der Kaplan zu St. Peter und Paul [abgegangene Kapelle, Bereich Frauenstraße 4] 1 Schilling Heller, der Kaplan in der Heiligkreuzkapelle [abgegangene ehemalige Pfalzkapelle, Bereich Weinhof] 1 Schilling Heller, der Kaplan zu St. Georg [abgegangene Kapelle, Kramgasse 4] 1 Schilling Heller und der Kaplan in der Deutschordenskommende [abgegangen, Bereich Bahnhofstraße 11-13, Bahnhofstraße 5, Parz. 281/1 und 281/5] 1 Schilling Heller. Den Rest des Geldes soll man unter die Bedürftigen im Spital verteilen. Können die Zinsen nicht in voller Höhe eingebracht werden, dann sollen alle Begünstigten den Schaden zu gleichen Teilen tragen. Die begünstigten Priester sollen an der Feier seines Jahrtages in der Pfarrkirche St. Marien in Ulm teilnehmen. Wer dies versäumt, dessen Anteil an den Zinsen fällt in dem betreffenden Jahr an die Bedürftigen im Spital. Einzug und Verteilung der Zinsen übernimmt auf Lebenszeit Schwester Adelheid ("Alle") von Langenau ("Naw/e/") [Alb-Donau-Kreis], nach ihrem Tod der jeweilige Spitalmeister in Ulm.

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Haus der Stadtgeschichte - Stadtarchiv Ulm
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