Rechtsangelegenheiten
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BArch R 43/4114
BArch R 43 Reichskanzlei
Reichskanzlei >> R 43 Reichskanzlei >> C. Registratur (Ministerbüro) Dr. Lammers, Reichsminister und Chef der Reichskanzlei >> Privater und privat-dienstlicher Schriftwechsel >> Unterstützungsgesuche, Beschwerden und andere Eingaben
Aug. 1937 - Okt. 1943
Enthält u.a.:
Richard Deinhardt, Senatspräs. a. D., Jena: Eingaben zur Dritten Vereinfachungsverordnung in der Rechtspflege (1942)
Strafverfahren gegen Victoria von Dirksen, Berlin-Grunevrald, Harald von Paleske u. a. wegen Beamtenbestechung zwecks Erreichung einer Vorzugsbeteiligung aus der Likörfabrik H. W. Thomas KG, Thorn; dabei: Anklageschrift der Generalstaatsanwaltschaft beim Landgericht
Berlin vom 18. Dez. 1942 und Urteil der 9. Strafkammer des Landgerichts Berlin vom 12. Feb. 1943; Fragebogen von Lammers an Frau von Dirksen über die Ausnützung ihrer Beziehungen zu Hitler zum eigenen geschäftlichen Vorteil und Antwort darauf; Umwandlung der Gefängnisstrafe in eine Geldstrafe auf Weisung Hitlers (1943)
Karoline Hansl, Wien: Eingabe an Hitler wegen Verleumdung ihres Mannes Anton Hansl, Hauptmann der Luftwaffe (1942)
Juliane Hasieber, St. Pölten: Gesuch um Unterstützung und Wiederaufnahme ihres Verfahrens wegen Arbeitsverweigerung (1943)
Willy Pinnow, SS-Obersturmführer, Bürgermeister in Buckow/Märk. Schweiz: Gesuch um Vaterschaftsanerkennung des an Kindesstatt angenommenen vorehelichen Sohnes seiner Ehefrau; Ablehnung (1942)
Dr. Walter Prütz, Landwirtschaftsrat, Neustrelitz: Antrag auf Wiederaufnahme eines 1938 gegen ihn durchgeführten Strafverfahrens (§ 175 StGB) zwecks Wiedereinstellung in die Wehrmacht (1942)
Dr. Aloys Schlosser, ehem. Rechtsanwalt am Kammergericht Berlin: Gesuch um Wiederaufnahme eines gegen ihn durchgeführten Strafverfahrens (1942)
Dr. William Söder, Konsul a. D., Gut Waldheim, Bez. Bremen: Gesuch um devisenwirtschaftlichen Ausgleich für erlittene Währungsverluste und um Unterstützung wegen Sperrung der Einkünfte aus Vermögen in den USA (1937 - 1941)
Rudolf Stephan, Gablonz: Gesuch um Verwerfung des Urteils in seiner Grenzberichtigungsklage gegen Frau Gertrud Henlein (Verwandte des Gauleiters und Reichsstatthalters Konrad Henlein) (1942/1943); dabei: Zurücknahme des von Gauleiter Henlein gegen Stephan gestellten Strafantrags wegen Beleidigung
Dr. Franz Wieland, Hohen Neuendorf: Beschwerde über Fehlurteil des Amtsgerichts Oranienburg in einem Gartennutzungsprozeß Wielands (1942)
Freiherr von Zedlitz, Groß Totschen/Schlesien: Beschwerde über das in einem Rechtsstreit mit der Firma Jürgens van den Bergh (Margarine-Union-Konzern) ergangene gerichtliche Urteil (1940 - 1942)
Richard Deinhardt, Senatspräs. a. D., Jena: Eingaben zur Dritten Vereinfachungsverordnung in der Rechtspflege (1942)
Strafverfahren gegen Victoria von Dirksen, Berlin-Grunevrald, Harald von Paleske u. a. wegen Beamtenbestechung zwecks Erreichung einer Vorzugsbeteiligung aus der Likörfabrik H. W. Thomas KG, Thorn; dabei: Anklageschrift der Generalstaatsanwaltschaft beim Landgericht
Berlin vom 18. Dez. 1942 und Urteil der 9. Strafkammer des Landgerichts Berlin vom 12. Feb. 1943; Fragebogen von Lammers an Frau von Dirksen über die Ausnützung ihrer Beziehungen zu Hitler zum eigenen geschäftlichen Vorteil und Antwort darauf; Umwandlung der Gefängnisstrafe in eine Geldstrafe auf Weisung Hitlers (1943)
Karoline Hansl, Wien: Eingabe an Hitler wegen Verleumdung ihres Mannes Anton Hansl, Hauptmann der Luftwaffe (1942)
Juliane Hasieber, St. Pölten: Gesuch um Unterstützung und Wiederaufnahme ihres Verfahrens wegen Arbeitsverweigerung (1943)
Willy Pinnow, SS-Obersturmführer, Bürgermeister in Buckow/Märk. Schweiz: Gesuch um Vaterschaftsanerkennung des an Kindesstatt angenommenen vorehelichen Sohnes seiner Ehefrau; Ablehnung (1942)
Dr. Walter Prütz, Landwirtschaftsrat, Neustrelitz: Antrag auf Wiederaufnahme eines 1938 gegen ihn durchgeführten Strafverfahrens (§ 175 StGB) zwecks Wiedereinstellung in die Wehrmacht (1942)
Dr. Aloys Schlosser, ehem. Rechtsanwalt am Kammergericht Berlin: Gesuch um Wiederaufnahme eines gegen ihn durchgeführten Strafverfahrens (1942)
Dr. William Söder, Konsul a. D., Gut Waldheim, Bez. Bremen: Gesuch um devisenwirtschaftlichen Ausgleich für erlittene Währungsverluste und um Unterstützung wegen Sperrung der Einkünfte aus Vermögen in den USA (1937 - 1941)
Rudolf Stephan, Gablonz: Gesuch um Verwerfung des Urteils in seiner Grenzberichtigungsklage gegen Frau Gertrud Henlein (Verwandte des Gauleiters und Reichsstatthalters Konrad Henlein) (1942/1943); dabei: Zurücknahme des von Gauleiter Henlein gegen Stephan gestellten Strafantrags wegen Beleidigung
Dr. Franz Wieland, Hohen Neuendorf: Beschwerde über Fehlurteil des Amtsgerichts Oranienburg in einem Gartennutzungsprozeß Wielands (1942)
Freiherr von Zedlitz, Groß Totschen/Schlesien: Beschwerde über das in einem Rechtsstreit mit der Firma Jürgens van den Bergh (Margarine-Union-Konzern) ergangene gerichtliche Urteil (1940 - 1942)
Reichskanzlei, 1878-1945
Akte
deutsch
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
24.04.2026, 12:25 MESZ
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