Schreiben der Zunftmeister und Zunftbrüder der Krämer- und der Wollenweberzunft zu Aschaffenburg (an den Mainzer Kurfürsten und den Vizedom). Nach dem Tod des Judenarztes zu Babenhausen und dem darausresultierenden Mangel an Ärzten in der Gegend, hatte der verstorbene Mainzer Kurfürst Daniel Brendel von Homburg den Judenarzt Meyer von Wesel zu Aschaffenburg eingesetzt. Meyer sollte keine Geldleihe betreiben, sondern nur als Arzt tätig sein, was er nach Wissen der Aussteller auch eingehalten habe. Nach Meyers Tod habe jedoch seine Witwe einen kleinen Krämer-/Handwerksladen (Krämlins) eröffnet, dessen Ausmaß jedoch rapide zugenommen habe und auch Sonntags und an Feiertagen geöffnet sei. [etc.] Verweis auf früheres Verbot der Juden vor Ort etc. Bitte um Vertreibung der Meyerin. (undatiert, durch Nennung des verstorbenen Erzbischofs Daniel Brendel von Homburg nach 1582 und Nennung Hartmut Kronbergs als Vizedom vor 1609 datierbar) (womöglich Entwurf oder Abschrift der Zunft)