Vor dem Notar Christian Johender erklärt Meister D
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Telgte U Stadt Telgte Urkunden, 410
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Stadt Telgte Urkunden
1716 April 6
Regest: Vor dem Notar Christian Johender erklärt Meister Dietrich Heuckmann, Bürger zu Telgte, dass er in der Ehe mit seiner jetzt verstorbenen Ehefrau zwei Kinder gezeugt habe, nämlich Dietrich und Gertrud. Die beiden seien verheiratet, brauchten mithin keine Vormünder, und man könne daher zur gewöhnlichen Schichtung schreiten, die aufzunehmen der Erschienene den Notar ersucht. Die zu diesem Zweck vereidigten Maurer- und Zimmermeister, Bernd Heybrock und Johansen Hahesch, geben an, dass sie das tags zuvor in Anwesenheit von Christoph Tombrock und Philipp Bettingh besichtigte Haus, das in der Voheler — jetzt Schlipstiege genannt — liegt, nebst Gehöft, Grund und Baumaterialien auf 190 Rt. geschätzt haben. Die am Gravenhoff belegenen zwei Gademe wurden insgesamt auf 124 Rt. bewertet. (Es folgen die Taxwerte der derzeit besessenen Plätze in der Kirchenbank, der Hausmöbel, des Pauluszinns (eine Mischung aus 5 Teilen Zinn und 1 Teil Blei) und des schlechten Zinns, des Kupfers usw.. Nach Verrechnung der Schulden verbleiben dem Vater etwa 12 Rt., den beiden Kindern ungefähr je 6 Rt.). Geschehen im Hause des schlichtenden Vaters im Beisein der Zeugen Meister Johann Dyckhoff und Christoph Westermann.
Ausf.-Papier; Beglaubigung des Notars. In dorso der Vermerk über 2 Rt. Gebühr für die Herstellung zweier Inventarien.
Urkunden
Rechtsstatus: Schenkung;Depositum;Amtliche Abgabe
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
09.01.2026, 12:20 MEZ