Kaiser Karl V. verleiht den Brüdern Gangolf und Walther, Freiherren von Geroldseck und Sulz, auf ihre Bitten hin nach dem Tode ihres Vaters Gangolf des Älteren das Lehen, das er ihnen und ihrem Vater vorderer Jahre verliehen hatte, nachdem Gangolf d.Ä. durch Kaiser Maximilian damit belehnt worden war, es aber "aus etlichen verhinderlichen ursachen und insunderheit, das sy irer alten lehenbrief in eroberung des schloss Geroltzegk etlich jar lanng entwehrt gewest seindt," nur zum Teil hatte antreten können. Walther von Geroldseck hat für beide Brüder den Lehenseid geleistet. Das Lehen beinhaltet die wildpenne mitsampt denn silberbergen und hohen gericht, so zu der herrschafft Geroltzegk gehoren, darzu die zwen zoll am Schimberg (Schönberg) und Selbach (Seelbach), auch gleit und unglet in derselben herrschafft Geroltzegk und die jar- und wuchenmarckt zu Selbach, dessgleichen die gemeine dorffer Friesenheim, Othenheim (Ottenheim), Heyligenzell, Schopffen (Oberschopfheim), Obernweyler (Oberweier), auch Zunssweyler (Zunsweier), Schottwaldt (Schutterwald), Kippenheim, Kappenweyler (Kippenheimweyler), Altmessweyler (Allmannsweier), Nuwenweiler (Nonnenweier), Wyttenweyler (Wittenweier), Ichenheim, Dundenheim, Nidderpewrn, Altheim (Altenheim) und die purg Melperg (Mahlberg) mit yedes ein- und zugehorungen, zwingen, pennen, halsgerichten, gerichten in allen iren herrlicheiten und oberkeytten, wie das ire vordern herrn zu Geroltzegk von alterher gehapt haben, auch walden, wildpennen, wunne und weyd, zynsen, nutzen und allen anndern gerechtigkeiten und freyheiten.