Johann Winter, hochgräflich lippischer Hof- und Feldtrompeter in Detmold, und Henrich Wilhelm Kestner, Vater und Schwiegersohn, schulden der Priorin Anna Elisabeth Schuppe und den Konventualjungfern des Klosters zu St. Marien in der Stadt Lemgo 200 Reichstaler, die sie ihnen aus ihrem Kapital vom Haus Borkhausen geliehen hatten zum Ankauf einiger Ländereien über ihrer Wiese am Falkenkrug und zur Durchfahrt durch dieselben, und verzinsen sie alljährlich zu Lichtmeß mit 10 Talern unter Vorbehalt der Kündigung seitens beider Parteien. Als Hypothek verschreiben sie alle ihre am Falkenkrug und in Detmold gehörenden beweglichen und unbeweglichen Liegenschaften, und besonders die Winter gehörende Länderei und Wiesen im Rötlinghauser Felde zur Sicherheit der Zinsen und der Wiedereinlösung, und zwar: 1. zwei Stücke zu zwei Scheffel Hartkorn, für 38 Taler von Gerdt Huncke erkauft; 2. zwei Stück zu vier Scheffel Einsaat Hafer, für 37 Taler von Tönnies Groppe erkauft; 3. drei Stücke zu sieben Scheffel Hafer Einsaat, für 60 Taler von Henrich Meyer erkauft; 4. drei Stücke zu vier Scheffel Hartkorn, für 60 Taler von Jost Hülseman erkauft; 5. drei Stücke zu 5 Scheffel Hafer Einsaat, für 50 Taler von Berend Lindemans Witwe erkauft; 6. zwei Stück, für 38 Taler von Otto Wulff erkauft; 7. Winters Wiesen und Teich. Die Originalbriefe sind den Konventualen ausgehändigt. So geschehen Detmold am Tage Lichtmessen des 1686. Jahres. Unterschrieben und besiegelt von den beiden Ausstellern. Bestätigt von der gräflichen Kanzlei. Geben Detmold, den 1ten Februarii 1686, unterschrieben von Johan Barckhausen. Original auf Pergament mit den aufgedrückten Siegeln der Aussteller und einem anhängenden Siegel in Holzkapsel.

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Landesarchiv Nordrhein-Westfalen. Abteilung Ostwestfalen-Lippe
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