Arbeitsstelle Gewalt überwinden (Nordelbien) (Bestand)
Show full titleLandeskirchliches Archiv der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland
Data provider's object view
31.3.09 Arbeitsstelle Gewalt überwinden (Nordelbien) Arbeitsstelle Gewalt überwinden (Nordelbien) Arbeitsstelle Gewalt überwinden (Nordelbien)
Landeskirchliches Archiv der Ev.-Luth. Kirche in Norddeutschland (Archivtektonik) >> 3 Dienste und Werke >> 31 Dienste und Werke der Landeskirchen >> 31.3 Mission und Ökumene
Bestandsbeschreibung: Der Bestand „Arbeitsstelle Gewalt überwinden“ entstand im Zusammenhang mit der Ausrufung der Dekade „Überwindung von Gewalt“ des Ökumenischen Rats der Kirchen (ÖRK). Die Arbeitsstelle war ein für den Zeitraum der Dekade befristet eingerichtetes Büro der damaligen Nordelbischen Kirche.
Die Dekade wurde vom ÖRK in Genf ausgerufen und fand unter dem Titel „Dekade zur Überwindung von Gewalt - Kirchen für Frieden und Versöhnung“ von 2001 bis 2010 statt. Zeitgleich fand die „Internationale Dekade für eine Kultur des Friedens und der Gewaltlosigkeit zugunsten der Kinder dieser Welt“ der UNO statt. An der ÖRK-Dekade beteiligten sich rund 350 christliche Kirchen und mehr als 120 Ländern.
Die Arbeitsstelle entstand aus einem Studienprojekt im Jahr 2000 und wurde 2001 eingerichtet. Ihren Sitz hatte sie im Haus am Schüberg in Ammersbek bei Hamburg. Es handelte sich um eine unselbstständige Einrichtung, die dem Dezernenten für Mission, Ökumene und Diakonie zugeordnet war. Die „Arbeitsstelle Gewalt überwinden“ beendete ihre Arbeit zum 31. Oktober 2011. Die Fortsetzung erfolgt in Form des Referats Friedensbildung im Dezernat M.
Die Arbeitsstelle hatte während der Dekade insgesamt sieben Mitarbeitende. Zudem gab es einen Beirat, der die gesamte Zeit aus sieben Mitgliedern bestand und von Sebastian Borck geleitet wurde. Sebastian Borck war gleichzeitig stellvertretender Vorsitzender des Kirchenleitungsausschusses für Frieden und Abrüstung der Nordelbischen Kirche (AfA). Der AfA hat in den Jahren 1999-2000 die Idee zur „Arbeitsstelle Gewalt überwinden“ entwickelt und war auch das Gremium, in dem die Idee zur Weiterarbeit (Referat Friedensbildung) verfolgt wurde.
Die Arbeitsstelle war nicht alleinverantwortlich für die Umsetzung der Dekadeziele in Nordelbien, sondern sollte Gemeinden, Kirchenkreise und Einrichtungen bei ihrer Beteiligung an der Dekade unterstützen. Hierzu sollten beispielsweise bestehende Aktivitäten zur Förderung des Lernprozesses zusammengeführt, die nordelbischen ökumenischen Aktivitäten mit den weltweiten verknüpft, kompetente Personen für die Durchführung von Einzelvorhaben vermittelt und auch inhaltliche Anstöße gegeben werden.
Zu den durchgeführten Veranstaltungen gehörten beispielsweise Seminare an der Universität Hamburg oder dem Pastoralkolleg der Nordelbischen Kirche, Studientage, das Projekt Alternativen zur Gewalt (PAG), das "piece of art - peace of art"-Projekt (2006), die Ökumenische Besuchsreise zu Rassismus und Rechtsextremismus in Deutschland mit der Publikation „Am Rand und in der Mitte“ (2010), Arbeit mit KonfirmandInnen, Fortbildungen für LehrerInnen, Gottesdienste, Ausstellungen, Lesungen, Workshops und Veranstaltungen auf Kirchentagen.
Zum Abschluss der Dekade hatte die Synode im September 2011 beschlossen, dass die Nordelbische Kirche nicht nachlassen dürfe, für den Frieden und den Schutz der Menschenwürde zu arbeiten und die Arbeit für den Frieden und die Überwindung von Gewalt weiter zu fördern.
Die „Arbeitsstelle Gewalt überwinden“ hat zum Abschluss ihrer Arbeit das Buch „Kunst des Friedens“ herausgegeben, das Anregungen für die Friedensarbeit gibt, die aus der praktischen Arbeit entstanden sind.
Die Abschlussveranstaltung der weltweiten Dekade fand in Kingston/Jamaika im Mai 2011 als Internationale Ökumenische Friedenskonvokation statt.
Neben der Arbeitsstelle gab es auf übergeordneter Ebene auch das Dekade-Büro des Ökumenischen Rates der Kirchen in Genf. Es hatte ebenfalls keine programmatischen Aufgaben, sondern sollte die Netzwerkbildung fördern, Informationen verbreiten und das Bewusstsein für Gewalt und Gewaltfreiheit bilden.
Die Dekade wurde vom ÖRK in Genf ausgerufen und fand unter dem Titel „Dekade zur Überwindung von Gewalt - Kirchen für Frieden und Versöhnung“ von 2001 bis 2010 statt. Zeitgleich fand die „Internationale Dekade für eine Kultur des Friedens und der Gewaltlosigkeit zugunsten der Kinder dieser Welt“ der UNO statt. An der ÖRK-Dekade beteiligten sich rund 350 christliche Kirchen und mehr als 120 Ländern.
Die Arbeitsstelle entstand aus einem Studienprojekt im Jahr 2000 und wurde 2001 eingerichtet. Ihren Sitz hatte sie im Haus am Schüberg in Ammersbek bei Hamburg. Es handelte sich um eine unselbstständige Einrichtung, die dem Dezernenten für Mission, Ökumene und Diakonie zugeordnet war. Die „Arbeitsstelle Gewalt überwinden“ beendete ihre Arbeit zum 31. Oktober 2011. Die Fortsetzung erfolgt in Form des Referats Friedensbildung im Dezernat M.
Die Arbeitsstelle hatte während der Dekade insgesamt sieben Mitarbeitende. Zudem gab es einen Beirat, der die gesamte Zeit aus sieben Mitgliedern bestand und von Sebastian Borck geleitet wurde. Sebastian Borck war gleichzeitig stellvertretender Vorsitzender des Kirchenleitungsausschusses für Frieden und Abrüstung der Nordelbischen Kirche (AfA). Der AfA hat in den Jahren 1999-2000 die Idee zur „Arbeitsstelle Gewalt überwinden“ entwickelt und war auch das Gremium, in dem die Idee zur Weiterarbeit (Referat Friedensbildung) verfolgt wurde.
Die Arbeitsstelle war nicht alleinverantwortlich für die Umsetzung der Dekadeziele in Nordelbien, sondern sollte Gemeinden, Kirchenkreise und Einrichtungen bei ihrer Beteiligung an der Dekade unterstützen. Hierzu sollten beispielsweise bestehende Aktivitäten zur Förderung des Lernprozesses zusammengeführt, die nordelbischen ökumenischen Aktivitäten mit den weltweiten verknüpft, kompetente Personen für die Durchführung von Einzelvorhaben vermittelt und auch inhaltliche Anstöße gegeben werden.
Zu den durchgeführten Veranstaltungen gehörten beispielsweise Seminare an der Universität Hamburg oder dem Pastoralkolleg der Nordelbischen Kirche, Studientage, das Projekt Alternativen zur Gewalt (PAG), das "piece of art - peace of art"-Projekt (2006), die Ökumenische Besuchsreise zu Rassismus und Rechtsextremismus in Deutschland mit der Publikation „Am Rand und in der Mitte“ (2010), Arbeit mit KonfirmandInnen, Fortbildungen für LehrerInnen, Gottesdienste, Ausstellungen, Lesungen, Workshops und Veranstaltungen auf Kirchentagen.
Zum Abschluss der Dekade hatte die Synode im September 2011 beschlossen, dass die Nordelbische Kirche nicht nachlassen dürfe, für den Frieden und den Schutz der Menschenwürde zu arbeiten und die Arbeit für den Frieden und die Überwindung von Gewalt weiter zu fördern.
Die „Arbeitsstelle Gewalt überwinden“ hat zum Abschluss ihrer Arbeit das Buch „Kunst des Friedens“ herausgegeben, das Anregungen für die Friedensarbeit gibt, die aus der praktischen Arbeit entstanden sind.
Die Abschlussveranstaltung der weltweiten Dekade fand in Kingston/Jamaika im Mai 2011 als Internationale Ökumenische Friedenskonvokation statt.
Neben der Arbeitsstelle gab es auf übergeordneter Ebene auch das Dekade-Büro des Ökumenischen Rates der Kirchen in Genf. Es hatte ebenfalls keine programmatischen Aufgaben, sondern sollte die Netzwerkbildung fördern, Informationen verbreiten und das Bewusstsein für Gewalt und Gewaltfreiheit bilden.
Archivbestand
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
You may find additional archival material on this person or organization not related to Wiedergutmachung in the Archivportal-D.
Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
16.10.2025, 12:16 PM CEST
Landeskirchliches Archiv der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland
Data provider's object view