Reichs- und Reichstagsangelegenheiten (Bestand)
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Abt. Staatsarchiv Wertheim, G-Rep. 47
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Staatsarchiv Wertheim (Archivtektonik) >> Gemeinschaftliches Archiv >> Akten
1404-1746
Einführung: Der Bestand enthält die Überlieferung der Grafen von Wertheim und Löwenstein-Wertheim zu Reichs- und Reichstagsangelegenheiten. Es finden sich Akten zu verschiedenen Reichstagen im Zeitraum von 1498 bis 1623 sowie Überlieferung zu Konventen der korrespondierenden Stände während des dreißigjährigen Krieges. Des weiteren sind hier Unterlagen zu verschiedenen geforderten Reichsanlagen, wie dem Kammergerichtszieler und den verschiedenen Türkenhilfen versammelt. Außerdem beinhaltet der Bestand Kopien oder Drucke zu Verträgen, Friedenschlüssen und Bündnissen, die auf Reichsebene geschlossen wurden, so etwa kaiserliche Landfrieden, Unterlagen zum Schwäbischen Bund oder der Schiedsspruch Kaiser Maximilians zur Beendigung des Landshuter Erbfolgekriegs. Darüber hinaus finden sich Nachrichten zu Kriegsereignissen und Kriegsverläufen. Von Bedeutung ist dieser Bestand vor allem durch seinen zeitlichen Schwerpunkt, der den Beginn und die Durchsetzung der Reformation im Reich umfasst und dabei auch die Rolle der Grafen von Wertheim, insbesondere Graf Georgs II. von Wertheim, auf Reichsebene als auch bei der Umsetzung der Reformation in der Grafschaft beleuchtet. Aber auch die bedeutende Rolle anderer Mitglieder des Grafenhauses auf reichspolitischer Ebende wird deutlich. So finden sich etwa umfangreiche Akten zur Kommissartätigkeit Graf Ludwigs III. von Löwenstein-Wertheim. Er war vor allem in den 1570er Jahren mit wichtigen kaiserlichen Kommissions- und Vertretungstätigkeiten betraut.
Bearbeiterbericht: Der Großteil der Unterlagen stammt aus dem 16. Jh. bzw. aus der Zeit bis zum Ende des 30 jährigen Krieges. Ergänzende Überlieferung zu den Reichstagen, mit einem Schwerpunkt im 17. und 18. Jh., findet sich vor allem im Bestand R-Rep. 72 sowie in den Beständen F-Rep. 189 und 190. Der Bestand wurde 2022 im Rahmen eines Projekts der Stiftung Kulturgut Baden-Württemberg neu verzeichnet. Dies war notwendig, da die Titelaufnahmen recht unvollständig, oft fehlerhaft und vor allem für heutige Nutzer auch sehr unverständlich waren. Außerdem fehlten Enthält-Vermerke und Umfangsangaben; die vorhandenen Laufzeiten waren oft fehlerhaft. Deshalb wurden die Titelaufnahmen neu formuliert, wo es sinnvoll und möglich war detaillierte Enthältvermerke angelegt, die Laufzeitangaben, wo nötig, korrigiert und es wurden Umfangsangaben gemacht. Im Zuge der Sichtung wurde auch der Inhalt der einzelnen Akten, wenn möglich, chronologisch sortiert. Die Umfänge der einzelnen Verzeichnungseinheiten sind in der Regel in Blatt angegeben. Für die Berechnung der Anzahl an Kopien gilt daher in der Regel: 1 Blatt=2 Seiten. Größere Volumen werden nach ihrer Gesamthöhe in Zentimeter angegeben, Drucksachen, wenn eine entsprechende Zählung vorhanden ist, in Seiten. Die Nummer 83d ist verschollen. Nummern aus denen Urkunden entnommen wurden, sind mit Verweisen versehen worden, die die Herkunftsakten mit den Urkunden verknüpfen, so dass der genetische Zusammenhang erkennbar ist. Der Bestand enthielt ein bislang unverzeichnetes Aktenbündel, das jetzt unter der Nummer 124 verzeichnet wurde. Nach Abschluss der Bearbeitung umfasst der Bestand jetzt 129 Nummern in 2,40 lfd. Metern. Bronnbach im Oktober 2022 Dr. Anne Christina May
Bearbeiterbericht: Der Großteil der Unterlagen stammt aus dem 16. Jh. bzw. aus der Zeit bis zum Ende des 30 jährigen Krieges. Ergänzende Überlieferung zu den Reichstagen, mit einem Schwerpunkt im 17. und 18. Jh., findet sich vor allem im Bestand R-Rep. 72 sowie in den Beständen F-Rep. 189 und 190. Der Bestand wurde 2022 im Rahmen eines Projekts der Stiftung Kulturgut Baden-Württemberg neu verzeichnet. Dies war notwendig, da die Titelaufnahmen recht unvollständig, oft fehlerhaft und vor allem für heutige Nutzer auch sehr unverständlich waren. Außerdem fehlten Enthält-Vermerke und Umfangsangaben; die vorhandenen Laufzeiten waren oft fehlerhaft. Deshalb wurden die Titelaufnahmen neu formuliert, wo es sinnvoll und möglich war detaillierte Enthältvermerke angelegt, die Laufzeitangaben, wo nötig, korrigiert und es wurden Umfangsangaben gemacht. Im Zuge der Sichtung wurde auch der Inhalt der einzelnen Akten, wenn möglich, chronologisch sortiert. Die Umfänge der einzelnen Verzeichnungseinheiten sind in der Regel in Blatt angegeben. Für die Berechnung der Anzahl an Kopien gilt daher in der Regel: 1 Blatt=2 Seiten. Größere Volumen werden nach ihrer Gesamthöhe in Zentimeter angegeben, Drucksachen, wenn eine entsprechende Zählung vorhanden ist, in Seiten. Die Nummer 83d ist verschollen. Nummern aus denen Urkunden entnommen wurden, sind mit Verweisen versehen worden, die die Herkunftsakten mit den Urkunden verknüpfen, so dass der genetische Zusammenhang erkennbar ist. Der Bestand enthielt ein bislang unverzeichnetes Aktenbündel, das jetzt unter der Nummer 124 verzeichnet wurde. Nach Abschluss der Bearbeitung umfasst der Bestand jetzt 129 Nummern in 2,40 lfd. Metern. Bronnbach im Oktober 2022 Dr. Anne Christina May
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
13.11.2025, 14:40 MEZ