Urkunden der Kirche St. Hülfe (Bestand)
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NLA HA, Celle Or. 100 St. Hülfe
Nds. Landesarchiv, Abt. Hannover (Archivtektonik) >> Gliederung >> 1 Staatliche Bestände >> 1.4 Fürstentum Lüneburg >> 1.4.1 Urkunden >> 1.4.1.3 Innere Angelegenheiten >> 1.4.1.3.2 Klöster und Stifte
1320-1514
Bestandsgeschichte: I. Kirchengeschichte
Der Sage nach ist die Kirche St. Hülfe in Nutlo (Nuttlo, Nuttel), Kirchspiel Drebber, Diözese Osnabrück von Karl dem Großen nach seinem Sieg bei Festehusen auf der Drebberhöhe über die heidnischen Sachsen unter Wittekind zum Dank für göttliche Hilfe gestiftet worden. St. Hülfe ist Gott selbst geweiht gewesen.
Die erste urkundliche Erwähnung als St. Hülfe stammt aus dem Jahre 1379. Doch bereits 1320 wird die Kirche erwähnt unter dem Namen St. Kreuz und St. Johann, den Namen St. Kreuz hat sie auch später beibehalten. Im Jahre 1388 erfolgte ein Kapellenneubau, der am Tage nach Fronchleichnam (29.5) von Bischof Diederich von Osnabrück feierlich eingeweiht wurde. Von dieser Zeit an war St. Hülfe ein häufig besuchter Wallfahrtsort. Die große Prozession fand jährlich am Maria Magdalenentag (22.7) zusammen mit einem großen Krammarkt statt. 1527 führte Patroclus Romling die Reformation in St. Hülfe ein, die Wallfahrten hörten auf und 1650 ist die Kirche bereits völlig verschwunden. Die Kirche hatte bedeutendes Vermögen an Grundstücken und Kapital, eine eigene Verwaltung, der sich auch die Grafen von Diepholz bedienten und ein eigenes Kirchensiegel, das Christus am Kreuz mit der Unterschrift 'Sigillum sacro sancte Crucis ecclesie in Nutlo' zeigte (gut erhalten an den Urkunden Nr. 28 und 28/1).
II. Literatur- und Quellenhinweise
Hoogeweg, Hermann, Verzeichnis der Stifter und Klöster Niedersachsens vor der Reformation, Hannover und Leipzig 1908
H.W.H. Mithoff, Kunstdenkmale und Altertümer im Hannoverschen, 5 Bd., Hannover 1878
C.H. Nieberding, Geschichte des ehemaligen Niederstifts Münster, Vechta 1967
Quellen:
Akten zur Klosterreform siehe Celle Br. 49 Nr. 414
III. Bestandsgeschichte
Von den 29 Urkunden des Bestandes wurden Vollregesten angefertigt. Als Kurzregesten sind sie bei Wilhelm von Hodenberg, Diepholzer Urkundenbuch,
Bestandsgeschichte: Hannover 1842 gedruckt (nachgewiesen als: Diepholzer UB Nr. ). Die Signaturen dieses Bestandes wurden in das in der Dienstbücherei befindliche Exemplar (Bibliothektsignatur Sd 21) eingetragen, unvollständige Daten ergänzt und falsche verbessert.
Hannover, im April 1971
gez. P.
Bestandsgeschichte: Bardehle
Zusatzinformationen: Abgeschlossen: Nein
Zusatzinformationen: teilweise verzeichnet
Der Sage nach ist die Kirche St. Hülfe in Nutlo (Nuttlo, Nuttel), Kirchspiel Drebber, Diözese Osnabrück von Karl dem Großen nach seinem Sieg bei Festehusen auf der Drebberhöhe über die heidnischen Sachsen unter Wittekind zum Dank für göttliche Hilfe gestiftet worden. St. Hülfe ist Gott selbst geweiht gewesen.
Die erste urkundliche Erwähnung als St. Hülfe stammt aus dem Jahre 1379. Doch bereits 1320 wird die Kirche erwähnt unter dem Namen St. Kreuz und St. Johann, den Namen St. Kreuz hat sie auch später beibehalten. Im Jahre 1388 erfolgte ein Kapellenneubau, der am Tage nach Fronchleichnam (29.5) von Bischof Diederich von Osnabrück feierlich eingeweiht wurde. Von dieser Zeit an war St. Hülfe ein häufig besuchter Wallfahrtsort. Die große Prozession fand jährlich am Maria Magdalenentag (22.7) zusammen mit einem großen Krammarkt statt. 1527 führte Patroclus Romling die Reformation in St. Hülfe ein, die Wallfahrten hörten auf und 1650 ist die Kirche bereits völlig verschwunden. Die Kirche hatte bedeutendes Vermögen an Grundstücken und Kapital, eine eigene Verwaltung, der sich auch die Grafen von Diepholz bedienten und ein eigenes Kirchensiegel, das Christus am Kreuz mit der Unterschrift 'Sigillum sacro sancte Crucis ecclesie in Nutlo' zeigte (gut erhalten an den Urkunden Nr. 28 und 28/1).
II. Literatur- und Quellenhinweise
Hoogeweg, Hermann, Verzeichnis der Stifter und Klöster Niedersachsens vor der Reformation, Hannover und Leipzig 1908
H.W.H. Mithoff, Kunstdenkmale und Altertümer im Hannoverschen, 5 Bd., Hannover 1878
C.H. Nieberding, Geschichte des ehemaligen Niederstifts Münster, Vechta 1967
Quellen:
Akten zur Klosterreform siehe Celle Br. 49 Nr. 414
III. Bestandsgeschichte
Von den 29 Urkunden des Bestandes wurden Vollregesten angefertigt. Als Kurzregesten sind sie bei Wilhelm von Hodenberg, Diepholzer Urkundenbuch,
Bestandsgeschichte: Hannover 1842 gedruckt (nachgewiesen als: Diepholzer UB Nr. ). Die Signaturen dieses Bestandes wurden in das in der Dienstbücherei befindliche Exemplar (Bibliothektsignatur Sd 21) eingetragen, unvollständige Daten ergänzt und falsche verbessert.
Hannover, im April 1971
gez. P.
Bestandsgeschichte: Bardehle
Zusatzinformationen: Abgeschlossen: Nein
Zusatzinformationen: teilweise verzeichnet
Bestand
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
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Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
16.06.2025, 12:45 PM CEST
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