8/8 [Nr. 11]: Bitte von Müller, Rösslin und Franck um ein Kalenderprivileg
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(Neusch. Nr. 10)
UAT 8/ Ältere Universitätsregistratur, Vermischte Sachakten (II)
Ältere Universitätsregistratur, Vermischte Sachakten (II) >> 4. Calendersachen (1651-1817) >> Calendersachen
1714/1715
Enthält: Bl. 18-23v: Bernh. Mich. Müller, Dorothea Elis. Rösslin, beide Buchdrucker in St., und Hiob Franckh, Buchdrucker in Tübingen, an den Herzog (Geh. Reg. Rat), s.d.: Bitte um Verbot der Einfuhr und des Vertriebs ausländischer Kalender bei Geldstrafe und Konfiskation und auf einige Jahre um das Privileg, dass nur die Supplikanten in Württemberg Wand-, Quart-, Sedez- und Sackkalender drucken und verkaufen dürfen gegen eine gewisse Jahresabgabe an den Fiscus. Sie wollen einen Astronomen beiziehen, deutlich auf gutes Papier drucken und die Kalender von der Philos. Fakultät in Tübingen zensieren lassen. Begründung: Auch das Ausland lässt keine fremden Kalender herein, und die drei Supplikanten sind auf den Verdienst angewiesen. Bl. 23: Regierungsrat (Löwenstein, Obrecht) an Expeditionsrat, Stadtvogt, Bürgermeister und Gericht St.: Die übrigen Buchdrucker, Buchführer, Buchbinder sind zu vernehmen und die benachbarten Städte zu befragen. A. Vgl. Lohrer, S. 27 f.
Akte
UAT 8/8 Nr. 10-17: Herzogliches Privileg zum Druck und Verkauf von Kalendern für Bernhard Michael Müller, Ratsverwandter und Buchdrucker, Christian Gottlieb Rößlin, Hof- und Kanzlei-Buchdrucker, beide in Stuttgart, und Johann Georg Cotta, Universitätsverwandter und Buchführer.
Calendersachen
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
17.12.2025, 09:39 MEZ
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