B 3.30 Ostdeutsche Landsmannschaft Amberg e. V. (Bestand)
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B 3.30
Stadtarchiv Amberg (Archivtektonik) >> B Abteilung Archivgut nichtstädtischer Herkunft >> B 3 Vereine
Die Ostdeutsche Landsmannschaft Amberg wurde am 12. Dezember 1948 in der Gaststätte „Trocadero“ in Amberg gegründet. An der Gründungsversammlung nahmen laut Protokoll 96 Vertriebene aus den unterschiedlichsten Vertreibungsgebieten teil. Einen Monat später, am 12. Januar 1949, gab man sich eine Satzung und beantragte den Eintrag in das Registergericht. Gerhard Schulz wurde 1. Vorsitzender. Es entwickelte sich ein sehr reges landsmannschaftliches Vereinsleben mit allein 17 größeren Veranstaltungen im Jahre 1949. Am 8. April 1951 wurde Dr. Johannes Asmus zum 1. Vorsitzende gewählt. Er prägte zusammen mit seiner Frau Brunhilde, die sich der Jugendarbeit widmete und das „Ostdeutsche Zimmer“ im Vilstor einrichtete und betreute, und Heimatwart Reiber acht Jahre lang das Gesicht der Landsmannschaft. Die Mitgliederzahl wuchs auf 300 Landsleute, nun fast nur mehr Ostpreußen, Westpreußen, Danziger und Pommern, da sich auch andere Landsmannschaften gründeten. Weihnachtsfeiern, Altchenabende, Faschingsveranstaltungen beim Vereinswirt Radziwill in der Gaststätte „Fontäne“, Kultur- und Heimatabende und die Teilnahme an den „Tagen der Heimat“ und zum „17. Juni“ führten die Landsleute zusammen. Am 4. April 1965 übernahm Georg Höllger den Vorsitz der Landsmannschaft. Sie war inzwischen durch Tod und Wegzug etlicher Mitglieder kleiner geworden. Das „Ostdeutsche Zimmer“ löste sich auf, um die Jugendgruppe war es still geworden. In den Generalversammlungen referierte Kulturwart Helmut Bartelt über allgemeine Vertriebenenarbeit und aktuelle politische Themen. 1979, zur Zeit des 30-jährigen Bestehens, führte Karl Penczynksi die Landsmannschaft, die sich inzwischen Mitglieder mäßig halbiert hatte. Neben den üblichen Zusammentreffen standen nun auch „Plachandernachmittage“ und Busfahrten auf dem Jahresprogramm. Vor 1979 bis 1989 nahm sich die Landsmannschaft auch der Betreuung der Aussiedler im Übergangswohnheim Traßlberg an und beschenkte besonders zu Weihnachten Familien aus Ostpreußen und Pommern. 1989 zählte die Landsmannschaft 95 Mitglieder.
"Archivierungsgeschichte": Nachdem die „Ostdeutsche Landsmannschaft Amberg e. V.“ in der Landsmannschaft der Ost- und Westpreußen aufgegangen war, übergab ihre damalige Vorsitzende, Frau Inge Asmus, ihr Schriftgut dem Stadtarchiv Amberg in Form einer Schenkung. Dieses 2001 ins Stadtarchiv Amberg abgegebene Material umfasst den Zeitraum von 1948-1993. Der Bestand wurde im Stadtarchiv Amberg geordnet und verzeichnet. Er trägt die Bezeichnung „Schenkung Ostdeutsche Landsmannschaft e. V., Kreisverband Amberg /Opf.“. Das Repertorium schrieb Frau Christine Widder. Das bisher abgegebene Material wurde am 25. Januar 2005 durch die Abgabe von Herrn Bruno Brückmann um 10 Nummern erweitert (40-49).
"Archivierungsgeschichte": Nachdem die „Ostdeutsche Landsmannschaft Amberg e. V.“ in der Landsmannschaft der Ost- und Westpreußen aufgegangen war, übergab ihre damalige Vorsitzende, Frau Inge Asmus, ihr Schriftgut dem Stadtarchiv Amberg in Form einer Schenkung. Dieses 2001 ins Stadtarchiv Amberg abgegebene Material umfasst den Zeitraum von 1948-1993. Der Bestand wurde im Stadtarchiv Amberg geordnet und verzeichnet. Er trägt die Bezeichnung „Schenkung Ostdeutsche Landsmannschaft e. V., Kreisverband Amberg /Opf.“. Das Repertorium schrieb Frau Christine Widder. Das bisher abgegebene Material wurde am 25. Januar 2005 durch die Abgabe von Herrn Bruno Brückmann um 10 Nummern erweitert (40-49).
Archivbestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
05.05.2026, 13:19 MESZ