Bearbeitung der Erbgesundheitssachen
Vollständigen Titel anzeigen
A Rep. 356 Nr. 45541
A Rep. 356 Nr. Rep. 42 Acc. 3693 Nr. 45541
Registratursignatur: A Rep. 356 Nr. 261 Sam. Nr. VI Sonderheft
A Rep. 356 Erbgesundheitsgericht Berlin
A Rep. 356 Erbgesundheitsgericht Berlin >> 1. Allgemeine Angelegenheiten >> 1.2. Organisation des Geschäftsgangs
1935 - 1937
Darin: Zeitungsausschnitte: Kein Eingriff ins keimende Leben - eine Entscheidung des Erbgesundheitsgerichts Berlin, In: Germania Nr. 112 vom 21.04.1935, Märkische Volkszeitung Nr. 112 vom 21.04.1935, Berliner Tageblatt Nr. 188 vom 20.04.1935.
Enthält u.a.: Anfrage des Erbgesundheitsgerichts Hamburg über zu Fällen über körperlich Missgebildete sowie Antwort ohne Namensnennung weil schon beim Reichsgesundheitsamt, aber nachweislich Wolfsrachen, Knochenbrüchigkeit, Muskelschwund, Blindheit durch fehlende Augäpfel und Klumpfuß.- Nachfrage der Ärztekammer Berlin zu einem Urteil des Erbgesundheitsgerichts Hamburg über eine Schwangerschafts-unterbrechung.- Einrichtung einer Rechtspflegerstelle.- Eidesformel des Beisitzers Medizinalrat Dr. Braemer.- Werbung des Bertelsmann Verlages Bielefeld für Druckschrift.- Muster einer Karteikarte.- Arbeitsverteilungsplan für die Geschäftsstellen 261, 262, 263.- Vorbereitung einer Sitzung der ersten Kammer des Erbgesundheitsgerichts in der Heil- und Pflegeanstalt Buch am 23. Mai 1935 (mit Medizinalrat Dr. Weidmann und Frauenarzt Prof. Dr. Ottow).- Sitzungsplan.- Abschrift "Sterilisation in Estland" (aus Deutsche Justiz vom 17.05.1935, S. 759).- Ernennung des Stadtmedizinalrats Prof. Dr. Klein zum Beisitzer und Beschreibung seiner Beisitzer-Tätigkeit mit Terminen.- Verfügung zur Ernennung der Mitglieder des Erbgesundheitsobergerichts (Dr. Weimann, Dr. Klein, Dr. Kipp, Dr. Knospe jun., Dr. Kracht, Dr. Brutzer), Nachbesetzung der Beisitzer der drei Kammern des Erbgesundheitsgerichts (Dr. Buntz, Dr. Schwers, Dr. Otto Schulze, Dr. Curtius, Dr. Schackwitz, Dr. Walbaum, Dr. Hagedorn, Dr. Siegfried Heine) und Entlassung (Dr. Ferdinand Schön).- Verfügung zum Einsatz der Beisitzer und deren Vertretungen, Liste der Amtsärzte und nichtbeamteten Ärzte.- Anweisung zur Berichterstattung zur Unfruchtbarmachung nach erfolgtem Eingriff mit vollständigem OP-Bericht.- Einrichtung von Gesundheitsämtern in Berlin 1935.- Einrichtung der 4. Kammer beim Erbgesundheitsgericht.- Prüfung der Geschäftsführung.- Formularverzeichnis.- Entlassung des Beisitzers Dr. med. Deichgräber und Bestellung Dr. med. Hans Siebert.- Ausführungen zur Behauptung des Oberbürgermeisters über die Vorführung von Anstaltsinsassen.- Klärung der Übergabe von Unfruchtbarmachungs-/Operationsberichten.- Information des Arztes Dr. von Steinau-Steinrück zur Schließung des Krankenhauses Lankwitz und Angebot zur Übernahme der Gutachtertätigkeit.- Auskunftserteilung durch Gericht und Gesundheitsämter (Runderlass des Reichsjustizministers vom 26.08.1935).- Informationen zu Beschwerden.- Liste der seit dem 02.01.1936 entschiedenen Sachen in 1. Instanz.- Kostenübernahme des ärztlichen Eingriffs durch die Polizeihauptkasse bzw. Regierungshauptkasse.- Sitzungspläne.- Nichtanerkennung des St. Afra-Stiftes Kloster der Grauen Schwestern als geschlossene Anstalt.- Entschädigung der Beisitzer.- Kritik an der langen Dauer der Gutachtenerstellung durch Charité-Ärzte.- Bitte der Wittenauer Heilstätten zur Übersendung des Formblattes ErbGesU21a nicht an die Kranken, sondern an die Anstaltsleitung.- Anerkennung des Klosters vom Guten Hirten als geschlossene Anstalt.- Ernennung des Prof. Dr. med. F. Curtius zum Mitglied des Erbgesundheitsobergerichts sowie Bestellung des Polizeiarztes Dr. med. Hermann Vellguth zum Beisitzer des Erbgesundheitsgerichts.- Anerkennung der Bewahrungsanstalt "St. Michael" in Berlin-Niederschönhausen Schönhauser Straße 41 als geschlossene Anstalt.- Information über die brandenburgische Praxis der Unterbringung von Fürsorgezöglingen in der Landesanstalt Potsdam zur Beobachtung der Jugendlichen nach dem Erbgesundheitsgesetz.- Beschaffung eines Pflegers, der die Taubstummensprache beherrscht und Hinweis auf die Zentralstelle für die Wohlfahrt der Gehörlosen, Staatliche Taubstummen-Anstalt Neukölln, Städtische Taubstummenschule Albrechtstraße 27.- Aufstellung der noch nicht rechtskräftigen Unfruchtbarmachungssachen 1934 und 1935 (aufgeschoben wegen Nichtauffindens der Personen bzw. Unterentwicklung).- Vorführung von Anstaltskranken durch Krankenpfleger (u.a. durch Wittenauer Heilstätten).- Entschädigung der Beisitzer.- Mängel bei der technischen Erledigung der Sitzungsarbeit.- Sitzungs- und Stenogrammdiktat-Dienste.- Ernennung des Dr. Schwer zum Mitglied des Erbgesundheitsobergerichts und Dr. Bernhard Ohse zum Beisitzer im Erbgesundheitsgericht.- Bitte des Wohlfahrts- und Jugendamtes Charlottenburg zur Mitteilung der Konfession der Erbkranken zwecks Bestellung geeigneter Pfleger ("Nichtarier").- Mitteilung des Gesundheitsamtes Reinickendorf über die Leitung des Sanatoriums Waldhaus Tegel durch den jüdischen Arzt Dr. Horn sowie die Beschäftigung des jüdischen Arztes Dr. Schayer.- DIN-Format der Akten 1937.- Liste der Pfleger in Pankow.- Schwangerschaft trotz Unfruchtbarmachung.- Ernennung neuer Besitzer (Dr. Piel, Dr. med. Karl Heinz Rodenberg, Dr. Heinrich Spranger, Dr. med. Hefter; Dr. Fritz Hoppe).- Mitteilung des Gesundheitsamtes Steglitz über die Leitung des Sanatorium Berolinum in Berlin-Lankwitz, Viktoriastraße 60 (Ärztlicher Leiter Dr. Hans Schwarz, ist arisch hat eine jüdische Frau; die jüdischen Besitzerinnen des Sanatoriums sind Klara Oliven und Paula Fraenkel).- Aufklärung der Betroffenen über die Folgen der Unfruchtbarmachung und die Eheeinschränkungen.- Mitteilungen der Gesundheitsämter über die Beschäftigung jüdischer Ärzte in den Anstalten gemäß Erlass des Reichsministers des Innern vom 01.10.1936 zur Antragstellung durch Anstaltsleiter (Fehlmeldungen Zehlendorf, Lichtenberg).
Enthält u.a.: Anfrage des Erbgesundheitsgerichts Hamburg über zu Fällen über körperlich Missgebildete sowie Antwort ohne Namensnennung weil schon beim Reichsgesundheitsamt, aber nachweislich Wolfsrachen, Knochenbrüchigkeit, Muskelschwund, Blindheit durch fehlende Augäpfel und Klumpfuß.- Nachfrage der Ärztekammer Berlin zu einem Urteil des Erbgesundheitsgerichts Hamburg über eine Schwangerschafts-unterbrechung.- Einrichtung einer Rechtspflegerstelle.- Eidesformel des Beisitzers Medizinalrat Dr. Braemer.- Werbung des Bertelsmann Verlages Bielefeld für Druckschrift.- Muster einer Karteikarte.- Arbeitsverteilungsplan für die Geschäftsstellen 261, 262, 263.- Vorbereitung einer Sitzung der ersten Kammer des Erbgesundheitsgerichts in der Heil- und Pflegeanstalt Buch am 23. Mai 1935 (mit Medizinalrat Dr. Weidmann und Frauenarzt Prof. Dr. Ottow).- Sitzungsplan.- Abschrift "Sterilisation in Estland" (aus Deutsche Justiz vom 17.05.1935, S. 759).- Ernennung des Stadtmedizinalrats Prof. Dr. Klein zum Beisitzer und Beschreibung seiner Beisitzer-Tätigkeit mit Terminen.- Verfügung zur Ernennung der Mitglieder des Erbgesundheitsobergerichts (Dr. Weimann, Dr. Klein, Dr. Kipp, Dr. Knospe jun., Dr. Kracht, Dr. Brutzer), Nachbesetzung der Beisitzer der drei Kammern des Erbgesundheitsgerichts (Dr. Buntz, Dr. Schwers, Dr. Otto Schulze, Dr. Curtius, Dr. Schackwitz, Dr. Walbaum, Dr. Hagedorn, Dr. Siegfried Heine) und Entlassung (Dr. Ferdinand Schön).- Verfügung zum Einsatz der Beisitzer und deren Vertretungen, Liste der Amtsärzte und nichtbeamteten Ärzte.- Anweisung zur Berichterstattung zur Unfruchtbarmachung nach erfolgtem Eingriff mit vollständigem OP-Bericht.- Einrichtung von Gesundheitsämtern in Berlin 1935.- Einrichtung der 4. Kammer beim Erbgesundheitsgericht.- Prüfung der Geschäftsführung.- Formularverzeichnis.- Entlassung des Beisitzers Dr. med. Deichgräber und Bestellung Dr. med. Hans Siebert.- Ausführungen zur Behauptung des Oberbürgermeisters über die Vorführung von Anstaltsinsassen.- Klärung der Übergabe von Unfruchtbarmachungs-/Operationsberichten.- Information des Arztes Dr. von Steinau-Steinrück zur Schließung des Krankenhauses Lankwitz und Angebot zur Übernahme der Gutachtertätigkeit.- Auskunftserteilung durch Gericht und Gesundheitsämter (Runderlass des Reichsjustizministers vom 26.08.1935).- Informationen zu Beschwerden.- Liste der seit dem 02.01.1936 entschiedenen Sachen in 1. Instanz.- Kostenübernahme des ärztlichen Eingriffs durch die Polizeihauptkasse bzw. Regierungshauptkasse.- Sitzungspläne.- Nichtanerkennung des St. Afra-Stiftes Kloster der Grauen Schwestern als geschlossene Anstalt.- Entschädigung der Beisitzer.- Kritik an der langen Dauer der Gutachtenerstellung durch Charité-Ärzte.- Bitte der Wittenauer Heilstätten zur Übersendung des Formblattes ErbGesU21a nicht an die Kranken, sondern an die Anstaltsleitung.- Anerkennung des Klosters vom Guten Hirten als geschlossene Anstalt.- Ernennung des Prof. Dr. med. F. Curtius zum Mitglied des Erbgesundheitsobergerichts sowie Bestellung des Polizeiarztes Dr. med. Hermann Vellguth zum Beisitzer des Erbgesundheitsgerichts.- Anerkennung der Bewahrungsanstalt "St. Michael" in Berlin-Niederschönhausen Schönhauser Straße 41 als geschlossene Anstalt.- Information über die brandenburgische Praxis der Unterbringung von Fürsorgezöglingen in der Landesanstalt Potsdam zur Beobachtung der Jugendlichen nach dem Erbgesundheitsgesetz.- Beschaffung eines Pflegers, der die Taubstummensprache beherrscht und Hinweis auf die Zentralstelle für die Wohlfahrt der Gehörlosen, Staatliche Taubstummen-Anstalt Neukölln, Städtische Taubstummenschule Albrechtstraße 27.- Aufstellung der noch nicht rechtskräftigen Unfruchtbarmachungssachen 1934 und 1935 (aufgeschoben wegen Nichtauffindens der Personen bzw. Unterentwicklung).- Vorführung von Anstaltskranken durch Krankenpfleger (u.a. durch Wittenauer Heilstätten).- Entschädigung der Beisitzer.- Mängel bei der technischen Erledigung der Sitzungsarbeit.- Sitzungs- und Stenogrammdiktat-Dienste.- Ernennung des Dr. Schwer zum Mitglied des Erbgesundheitsobergerichts und Dr. Bernhard Ohse zum Beisitzer im Erbgesundheitsgericht.- Bitte des Wohlfahrts- und Jugendamtes Charlottenburg zur Mitteilung der Konfession der Erbkranken zwecks Bestellung geeigneter Pfleger ("Nichtarier").- Mitteilung des Gesundheitsamtes Reinickendorf über die Leitung des Sanatoriums Waldhaus Tegel durch den jüdischen Arzt Dr. Horn sowie die Beschäftigung des jüdischen Arztes Dr. Schayer.- DIN-Format der Akten 1937.- Liste der Pfleger in Pankow.- Schwangerschaft trotz Unfruchtbarmachung.- Ernennung neuer Besitzer (Dr. Piel, Dr. med. Karl Heinz Rodenberg, Dr. Heinrich Spranger, Dr. med. Hefter; Dr. Fritz Hoppe).- Mitteilung des Gesundheitsamtes Steglitz über die Leitung des Sanatorium Berolinum in Berlin-Lankwitz, Viktoriastraße 60 (Ärztlicher Leiter Dr. Hans Schwarz, ist arisch hat eine jüdische Frau; die jüdischen Besitzerinnen des Sanatoriums sind Klara Oliven und Paula Fraenkel).- Aufklärung der Betroffenen über die Folgen der Unfruchtbarmachung und die Eheeinschränkungen.- Mitteilungen der Gesundheitsämter über die Beschäftigung jüdischer Ärzte in den Anstalten gemäß Erlass des Reichsministers des Innern vom 01.10.1936 zur Antragstellung durch Anstaltsleiter (Fehlmeldungen Zehlendorf, Lichtenberg).
Archivale
Microfilm/-fiche: A 5324
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Für nähere Informationen zu Nutzungs- und Verwertungsrechten kontaktieren Sie bitte info@landesarchiv.berlin.de.
12.02.2026, 10:16 MEZ