Johann [I.], Bischof von Meißen, gibt bekannt, dass Friedrich (Frische) von Crellenhain (Grellinhain) von Franz (Frenczel) von Fichtenberg (Vichtinberg) einen Zins von einem Schock Groschen in Schleben (Slawin) für elf Schock und 20 Groschen in der Weise wiederkäuflich erworben hat, dass ein Rückkauf nur bis zum übernächsten Michaelistag möglich sein soll. Weiter beurkundet er, dass Friedrich von Crellenhain diesen Zins für den Fall, dass er nicht wieder eingelöst wird, für insgesamt zehn Schock Groschen je zur Hälfte auf Lebenszeit an jeweils zwei Nonnen [des Klosters Sornzig], die Geschwister Margarethe und Elisabeth von Welkwitz (Welkinwicz) bzw. Elisabeth von Limbach (Limpach) und Katharina von Seidewitz (Sydenwicz), verkauft hat. Nach dem Tode beider Nonnen sollen die betreffenden Hälften des Zinses jeweils an den Verkäufer oder dessen Erben zurückfallen. - Siegel des Ausstellers angekündigt.
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Johann [I.], Bischof von Meißen, gibt bekannt, dass Friedrich (Frische) von Crellenhain (Grellinhain) von Franz (Frenczel) von Fichtenberg (Vichtinberg) einen Zins von einem Schock Groschen in Schleben (Slawin) für elf Schock und 20 Groschen in der Weise wiederkäuflich erworben hat, dass ein Rückkauf nur bis zum übernächsten Michaelistag möglich sein soll. Weiter beurkundet er, dass Friedrich von Crellenhain diesen Zins für den Fall, dass er nicht wieder eingelöst wird, für insgesamt zehn Schock Groschen je zur Hälfte auf Lebenszeit an jeweils zwei Nonnen [des Klosters Sornzig], die Geschwister Margarethe und Elisabeth von Welkwitz (Welkinwicz) bzw. Elisabeth von Limbach (Limpach) und Katharina von Seidewitz (Sydenwicz), verkauft hat. Nach dem Tode beider Nonnen sollen die betreffenden Hälften des Zinses jeweils an den Verkäufer oder dessen Erben zurückfallen. - Siegel des Ausstellers angekündigt.
10001 Ältere Urkunden, Nr. 03798 (Zu benutzen im Hauptstaatsarchiv Dresden)
10001 Ältere Urkunden
10001 Ältere Urkunden >> 2. Geistliche Provenienzen >> 2.2. Klöster, Chorherrenstifte und Kollegiatstifte (siehe auch 2.4.03. Sonstige) >> 2.2.48. Sornzig, Benediktinerinnenkloster (zeitweilig auch Zisterzienserinnenkloster)
7. April 1365
Zisterzienserinnenkloster Sornzig
Urkunden
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
10.12.2025, 14:55 MEZ
Hierarchie
Hierarchie Detailansicht
- Sächsisches Staatsarchiv (Beständegliederung)
- 01. Markgrafschaft Meißen, Albertinisches Herzogtum und Kurfürstentum / Königreich Sachsen bis 1831 (Tektonik)
- 01.01 Urkunden (Tektonik)
- Ältere Urkunden (Bestand)
- 2. Geistliche Provenienzen (Gliederung)
- 2.2. Klöster, Chorherrenstifte und Kollegiatstifte (siehe auch 2.4.03. Sonstige) (Gliederung)
- 2.2.48. Sornzig, Benediktinerinnenkloster (zeitweilig auch Zisterzienserinnenkloster) (Gliederung)