Kläger: Alte, Jahrverwalter und Deputierte der (neuen) Wasserkunst am Niederdamm (vor dem alten Millerntor) in Hamburg (Kläger).- Beklagter: Hirsch Wolff Bauer, Kattunfabrikant und Schutzjude in Hamburg (Beklagter) sowie als Nebenbeklagter Rudolph Hinrich Linneberg, Kattunfabrikant in Hamburg.- Streitgegenstand: Appellationis cum ordinatione; Stillegung eines Kattun-Klopferbaums in der kleinen Alster hinter dem Haus des Beklagten an der alten Wallstraße wegen starker Verunreinigung des Wassers; Hinweis der Kläger, dass die Nachbarn vor der Errichtung des Klopferbaums nicht befragt wurden
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Kläger: Alte, Jahrverwalter und Deputierte der (neuen) Wasserkunst am Niederdamm (vor dem alten Millerntor) in Hamburg (Kläger).- Beklagter: Hirsch Wolff Bauer, Kattunfabrikant und Schutzjude in Hamburg (Beklagter) sowie als Nebenbeklagter Rudolph Hinrich Linneberg, Kattunfabrikant in Hamburg.- Streitgegenstand: Appellationis cum ordinatione; Stillegung eines Kattun-Klopferbaums in der kleinen Alster hinter dem Haus des Beklagten an der alten Wallstraße wegen starker Verunreinigung des Wassers; Hinweis der Kläger, dass die Nachbarn vor der Errichtung des Klopferbaums nicht befragt wurden
211-2_H 82 Teil 2
H 852
211-2 Reichskammergericht
Reichskammergericht >> H
1738-1784,1791-1799
Enthält: Prokuratoren: Kläger: Dr. Caspar Friedrich Hofmann. Beklagter: Dr. Friedrich Jakob Dietrich von Bostell. Nebenbeklagter: Dr. Johann Sebastian Frech.- Instanzen: 1. (Rat 1791-1792). 2. Reichskammergericht 1794-1799 (1792-1799).- Darin: Auszüge aus dem "Kunst-Protokoll" sowie Rechnungen des Brunnenmeisters aus der Zeit 1738-1784; "Beliebung und Verpflichtung der Interessenten der neuen Wasserkunst vor dem Millerntor bei dem Graskeller"; Gutachten und Zeugenaussagen von Ärzten, Baumeistern, Zimmeremeistern, Kattundruckern und Färbern über die Kattunfabrikation, die anfallenden Schadstoffe, die Gefährundung der Gesundheit und die erhöhtren Reinigungskosten der Wasserkunst 1791-1797; 2 "Risse" von 1792 und 1793 des Baurats Johann August Arens und des Baumeisters Ernst Georg Sonnin über die kleine Alster, die anliegenden Kattunfabriken, die Mühlen und die Wasserkunst; Vertrag von 1795 zwischen der Kämmerei und dem Kattunfabrikanten Johann Martin Dendler über dir Errichtung eines Klopferbaums in der kleinen Alster; "Schreiben um Bericht" des Reichskammergerichtes von 1792; "Frankfurter Journal" von 21.08.1792 mit einem Bericht über Todesfälle durch giftige Wasserdämpfe.
Archivale
Verwandte Bestände / Verzeichnungseinheiten: 741-4_S11158 (Bestelleinheit) [Mikroverfilmung von]
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
07.03.2025, 11:58 MEZ