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Johann Holzappel, Kleriker der Diözese Mainz, Notar kaiserlicher
Autorität, lässt durch einen Schreiber ein Notariatsinstrument über das
Testament...
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Identifikation (Urkunde): Originaldatierung: Anno a nativitate eiusdem millesimoquadringentesimo sexagesimo indictione octava die vero Veneris decimaoctava mensis Decembris hora vesperorum vel quasi pontificatus sanctissimi in Christo patris et domini nostri domini Pii pape secundi anno eius tercio ... Acta Erffordie in domo habitacionis donatoris vulgariter dicta zu dem Eichhorn Maguntinensis dyocesis ...
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: Johann Holzappel, Kleriker der Diözese Mainz, Notar kaiserlicher Autorität, lässt durch einen Schreiber ein Notariatsinstrument über das Testament des Heinrich Riemenschneider alias Sitz (Rymensnyder alias Sytz) aus Fulda, Bakkalaureus der Freien Künste, verfassen. Johann bekundet, dass Heinrich aus freiem Willen und ohne Zwang, körperlich krank, aber geistig gesund, der Kunigunde Riemenschneider (Künnan Rymensnyder) aus Fulda aufgrund der ihm erwiesenen Wohltaten seinen mobilen und immobilen Besitz im Fall seines Todes zu ihrem Lebensunterhalt vermacht hat. Heinrich überträgt ihr als Erbe die volle Verfügungsgewalt über den Besitz und die austehenden Kredite und die Vollmacht, den Besitz gegen andere Personen und Personengruppen (universitates) zu verteidigen sowie ihn zu verkaufen. Auf Anregung des Notars versichert der Testator, den Besitz bisher keiner anderen Person oder Personengruppe (ulli alteri persone, collegio vel universitati) vermacht zu haben oder dies in Zukunft zu tun. Er verzichtet auf die Einspruchsmöglichkeiten des geistlichen wie des weltlichen Rechts. Der Testator verspricht die Einhaltung der Bestimmungen. Ausstellungsort: Erfurt. Notarszeichen. (siehe Abbildungen: Vorderseite, Rückseite)
Vermerke (Urkunde): Rückvermerk: (Non pertinet ut puto ad conventum) [von späterem Schreiber].
Vermerke (Urkunde): Zeugen: Konrad Fusser (Foechser) aus Fulda, Doktor der Medizin
Vermerke (Urkunde): Zeugen: Nikolaus Stutz, Pfarrer von St. Georg in Fulda und Heinrich Sauer (Sawer) aus Coburg, beide Magister der Freien Künste
Angaben zum entzogenen Vermögen
Sonstige Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.