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Landesarchiv NRW Abteilung Rheinland (Archivtektonik) >> 1. Behörden und Bestände vor 1816 >> 1.3. Herrschaften >> 1.3.2. N - Z >> 1.3.2.9. Styrum
1304-1849
Dynastie, Verfassung und Verwaltung; Patronats- und Kirchensachen, Lehensangelegenheiten (Mannkammer), Güterwesen
Form und Inhalt: Vorbemerkung
Als Christoph Jacob Kremer für den zweiten Band seiner "Akademischen Beiträge zur Jülich- und Bergischen Geschichte" (Mannheim 1776) die Geschichte der Herren und Grafen zu Limburg bearbeitete, ward ihm von der damaligen gräflichen Herrschaft zu Styrum die Benutzung des dort beruhenden Archivs gestattet. Vergleicht man die dort gedruckten oder bezogenen Documente mit denjenigen Bestande, welchen das gegenwärtige Repertorium nachzuweisen bestimmt ist, so wird man leicht finden, dass das Archiv von Limburg-Styrum damals weit mehr enthalten haben muß, als heute davon noch erhalten ist. Es findet dieses in den Verhältnissen seine Erklärung, welche im Zusammenhange mit dem allgemeinen Umschwunge der Dinge zuerst den Untergang der Reichsunmittelbarkeit der Herrschaft, deren Einverleibung in das Großherzogtum Berg und zuletzt die Veräußerung des Stammgutes Seitens der Erben des letzten Grafen Ernst Maria zu Limburg-Styrum (gestorben 1809) herbeigeführt haben. Die eigentlichen Familien-Archivalien des gräflichen Hauses Limburg-Styrum sind vor und nach dem Jahr 1828, dem Zeitpunkte, in welchem der Lehndirector Philipp Marcks das Gut Styrum erwarb, vertragsmäßig ausgehändigt worden und es sind daher in den vorliegenden Archivstücken nur dürftige Nachrichten über die Dynasten selbst überliefert. Auch von deren Stellung zu Kaiser und Reich erfahren wir hier, abgesehen von einigen wenigen kaiserl. Belehnungs-Urkunden (No. 139, 142, 209, 210, 214, 242, 251) so gut wie nichts und es klingt allein aus späterer Zeit in dem Landes-Recessen mit Pfalz-Berg von 1774 No. 241 die Erinnerung nach an das verdunkelte gräfliche Votum auf den Reichs- und Kreistagen sowie die gemeinsame Abstammung der Dynasten von Berg und von Limburg-Styrum, deren Geschlechtsfolge, unmittelbar von Friedrich von Isenberg, dem Mörder Erzbischofs Engelbert I. des Heiligen von Cöln, hergeleitet mit Eberhard I. (1272) den Complex von Gütern und Gerechtsamen als abgetrennte Herrschaft welchen man "den Theil der Grafschaft Limburg an der Ruhr" nannte. So war es gekommen, daß dem unmittelbaren Gutsbesitz und dem abhängigen Höfen zu Mülheim an der Ruhr, Heissen, Fulerum, Eppinhoven, Alstaden, Spelldorf, Saarn, Meiderich u. s. w. eine Lehn- oder Mannkammer als der Schwerpunkt der Styrumschen Rechte gegenüberstand, deren bei weitem größte Mehrzahl nahe beim alten Stammhause Limburg und in den Märkischen Ämtern Bochum und Unna und dem Kurkölnischen Veste Recklinghausen lag, wie die adlichen Sitze Overdyck, Rechen, Sevinghausen, Holstenhausen u. a. m.
Für die inneren Verhältnisse der Herrschaft, deren Hofes-Verfassung, besondere Gerechtsame in Marken und Fischereien, sowie in Bezug auf die Streitpunkte mit der Herrschaft Broich, die in eben diesen Gerechtsamen wurzelten, bieten die nachstehend verzeichneten Archivalien immerhin manche schützenswerthe Nachrichten.
Ziemlich vollständig und im Ganzen reichhaltig aber sind namentlich die Lehnsverhandlungen in denen eine nicht unbedeutende Anzahl bekannter Niederrheinischer und Westfälischer Geschlechter von 14. Jahrhundert ab sich vertreten finden. Durch Vertrag von 26. Mai 1869 ist der hier inventarisierte Urkunden und Akten-Complex dem Königlichen Staats-Archiv zu Düsseldorf vorbehaltlich des Eigenthumsrechts der Erben Marcks-Westermann, zur ferneren Aufbewahrung übergeben worden.
Der Rest des Archivs der Herrschaft Styrum ist im Juli 1927 von Exz. v. Humbracht in Münster verkauft worden. Alle Urkunden, welche das Mülheimer Gebiet und die Familie v. Limburg betreffen, hat die Stadt Mülheim erworben (sie sind von dem Unterzeichneten repertorisiert worden). Der andere Teil ist, da er lediglich die im Westfälischen liegenden Lehens-Güter betrifft, von den westfälischen Provinzialständen angekauft worden zur Deponierung im Staatsarchiv Münster.
(Dieser Archivteil beruht jetzt als Depositum der Westfälischen Provinzialverwaltung im StA Münster, 7/12 31 Cl)
107 Urk (1325-1696) 1. Kopiar (1322-1443), 6 Lehnprotokolle des 15. Jahrh. (2 Joh. u. Vict. v. L-St); 1 Wilh. I; 2 Event u. Wilh; 1 Wilh II
Über die Ordnung des Achivs 1801 s. J. B. II 2535.
Zu dem hier verzeichneten Bestand sind weitere 54 Urkunden v. J. 1340 ab gelegt und im folgenden verzeichnet worden, die im Dezember 1923 aus dem Nachlaß des h. Generals Stesser in Wiesbaden durch den Bruder dem Staatsarchiv geschenkt wurden. Im Falle einer Rückforderung des Depositums sind diese herauszunehmen und besonders zu nummerieren. Redlich, Jan. 1924
Zur Auflösung der Herrsch. z. S. Lauterfeld (Zu d. Gesch. Ver. Mülh. R. 47 NF 19, 1954)
Die Akten der kaiserl. Subdelegationskommission 1774-1804 s. J. B. II (Bestandsübersicht 1, 114)
StA Münster, Dep. L. Styrum s. J I h 20
StA Münster Dep. Landsberg-Velen: 1 Karte, 3 Zeichnungen u. a. Ansicht von Schloß Broich, Rechnung 1759-1760, Einzelvorgänge über Erbansprüche u. a. der Grafen von Leiningen. s. a. Bestandsübers. Bd. II S. 361 ff.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person who submitted a compensation claim for damage caused by Nazi persecution. If the application was submitted by a person other than the persecuted person, this other person is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecuted person, if there is one, is noted. In the sources, the persecuted person is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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