Balthasar Straub von Lehr reversiert den Vettern Raymund Krafft, regierender Bürgermeister zu Ulm, und Ludwig Albrecht Krafft von Dellmensingen (geheimer Rat, Oberrichter, Handwerksherr und Herrschaftspfleger über Wain), den Lehensherrn und Verwaltern der Krafft'schen Stiftung, über die Verleihung eines Hofs zu Lehr, den zuvor sein verstorbener Vater Stefan Straub als Erblehen bewirtschaftet hatte, mit allem Zubehör als leibfälliges Lehen. Der Hof besteht aus Haus, Hofraite, Hof, Stadel und Garten, und liegt zwischen den Hofgütern von Hans Jörg Hartwig und Christian Wachter. Zum Hofgut gehören etwa 60 Jauchert Äcker und 6 Tagwerk Mahd, davon 4 Tagwerk am Weißenhorner Steg am Brunnen und 2 Tagwerk am Eylendsweg beim Kreuz, sowie 10 Jauchert Holz am Eselsberg. Dafür zahlt der A. ein Bestandgeld von 400 fl., davon 250 fl. bar und den Rest in Jahresraten von 25 fl. Die niedere Obrigkeit besitzen die Krafft, die auch die jährlichen Abgaben von 8 Imi Roggen, 10 Imi Vesen, 18 Imi Hafer, 3 Pfd. Schilling Heller Heugeld, 1 Schilling Weisat, 24 Käsen, 150 Eiern, 12 Hühnern und einer Fastnachtshenne erhalten. Außerdem ist der A. jederzeit zur Fron verpflichtet und besitzt nur eingeschränkte Rechte im Wald.

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Haus der Stadtgeschichte - Stadtarchiv Ulm
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