Fürstbistum Münster, Landesarchiv / Militaria (Bestand)
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B 002
Landesarchiv NRW Abteilung Westfalen (Archivtektonik) >> 1. Territorien des Alten Reiches bis 1802/03 einschließlich Kirchen, Stifter, Klöster, Städte u.ä. >> 1.2. Westfälische Fürstbistümer (B) >> 1.2.1. Fürstbistum Münster >> 1.2.1.1. Verwaltung, Justiz, Landstände
1586-1814
Spanisch-Niederländischer Krieg 1586-1629 (10); Dreißigjähriger Krieg 1590-1656 (102); Christoph Bernhard von Galen (1650-1678): Schriftwechsel, Feldzüge, Rekrutierungen und Soldaten, Versorgung der Truppen, Festungsbauten 1643-1810 (136); 18. Jahrhundert: Schriftwechsel, militärische Aktionen, Truppen 16. Jh.-1797 (41).
Bestandsgeschichte: Zentrales landesherrliches Archiv bis zur Entstehung von eigenen Registraturen bildenden landesherrlichen Behörden seit der 2. Hälfte des 16.Jhs., insbesondere bis zur Schaffung des Geheimen Rats (1707); 1653 Ergänzung durch Münster-Betreffe aus kurkölnischen Behörden; 1784 Einbeziehung des Verwaltungsarchivs der Regierung.
Form und Inhalt: Der Bestand "Fürstbistum Münster, Landesarchiv - Militaria" umfaßte ursprünglich nach Auskunft des alten Findbuches (zum Bestand genommen unter der Nr. 285) über 2.500 Aktenbände, die bis in das frühe 16. Jahrhundert zurückreichten. Die Masse der Akten stammte allerdings aus dem 17. Jahrhundert, vornehmlich aus der Regierungszeit des Fürstbischofs Christoph Bernhard von Galen (1650 - 1678), als das Fürstbistum Münster in Deutschland und Europa eine besondere militärische Rolle spielte.
Im 19. Jahrhundert wurde der Bestand jedoch unverständlicherweise derart rigoros durchkassiert, daß heute nicht einmal 300 Bände erhalten geblieben sind. Damit ist - wie die ausführlichen Angaben des alten Findbuches ahnen lassen - überaus wichtiges Quellenmaterial zur Geschichte des münsterischen Militärs unwiederbringlich vernichtet worden.
Ergänzendes Material findet sich in anderen Beständen und ist der Kassation entgangen. Zu nennen sind vor allem:
··Domkapitel Münster, Akten
·Fürstbistum Münster, Kabinettsregistratur (18. Jahrhundert)
·Fürstbistum Münster, Landtagsprotokolle (mit Anlagen!)
·Fürstbistum Münster, Geheimer Rat
·Fürstbistum Münster, Pfennigkammer
·Fürstbistum Münster, Ämter
·Fürstbistum Münster, Städte, Akten
·Herrschaft Werth
·Nachlaß v. Druffel
·Nachlaß v. Romberg
·Kartensammlung A (u.a. Festungspläne)
Bei der Neuverzeichnung wurden im Hinblick auf die durch die Kassation eingetretenen riesigen Lücken neue durchlaufende Signaturen vergeben. Die Konkordanz am Ende des Findbuches ermöglicht jedoch ein schnelles Auffinden der alten und neuen Signaturen.
Bei Aktenbestellungen ist wie folgt anzugeben:
Fürstbistum Münster, Landesarchiv - Militaria, Nr....
Hinweis:
Ergänzendes, das fürstbischöfliche Militär betreffendes Material dürfte sich im Besitz münsterländer und westfälischer Adelsfamilien befinden. Genannt seien hier stellvertretend das Galensche Archiv auf Haus Assen, das Asseburgsche Archiv auf der Hinnenburg, das Korff-Schmisingsche Archiv zu Tatenhausen und das Archiv Beck in Vinsebeck.
Literatur:
··Zeigert, Dieter: Die Artillerietruppe des Fürstbistums Münster 1655 - 1802; in: Westfälische Zeitschrift, 134. Band 1984 und 136. Band 1986.
·Zeigert, Dieter: Das münsterische Heer im Siebenjährigen Krieg 1756 - 1763: in: Westfälische Zeitschrift, 137. Band 1987.
Münster, im Dezember 1987
Veddeler
Nr. 200: Visitation der Apotheken in der Stadt Münster; Bekämpfung der roten Ruhr; Erlass einer Medizinalordnung einschl. Arzneitaxe für das Fürstbistum Münster (Alt-Sign.: 2441; Msc VII 497); jetzt zu bestellen unter: Fürstbistum Münster, Landesarchiv - Akten Nr. 4331 - 4333
Nr. 269 und 270 jetzt zu bestellen unter: Fürstbistum Münster, Landesarchiv - Akten Nr. 3203 - 3209 und Fürstbistum Münster, Amt Horstmar Nr. 529 - 547
Bestandsgeschichte: Zentrales landesherrliches Archiv bis zur Entstehung von eigenen Registraturen bildenden landesherrlichen Behörden seit der 2. Hälfte des 16.Jhs., insbesondere bis zur Schaffung des Geheimen Rats (1707); 1653 Ergänzung durch Münster-Betreffe aus kurkölnischen Behörden; 1784 Einbeziehung des Verwaltungsarchivs der Regierung.
Form und Inhalt: Der Bestand "Fürstbistum Münster, Landesarchiv - Militaria" umfaßte ursprünglich nach Auskunft des alten Findbuches (zum Bestand genommen unter der Nr. 285) über 2.500 Aktenbände, die bis in das frühe 16. Jahrhundert zurückreichten. Die Masse der Akten stammte allerdings aus dem 17. Jahrhundert, vornehmlich aus der Regierungszeit des Fürstbischofs Christoph Bernhard von Galen (1650 - 1678), als das Fürstbistum Münster in Deutschland und Europa eine besondere militärische Rolle spielte.
Im 19. Jahrhundert wurde der Bestand jedoch unverständlicherweise derart rigoros durchkassiert, daß heute nicht einmal 300 Bände erhalten geblieben sind. Damit ist - wie die ausführlichen Angaben des alten Findbuches ahnen lassen - überaus wichtiges Quellenmaterial zur Geschichte des münsterischen Militärs unwiederbringlich vernichtet worden.
Ergänzendes Material findet sich in anderen Beständen und ist der Kassation entgangen. Zu nennen sind vor allem:
··Domkapitel Münster, Akten
·Fürstbistum Münster, Kabinettsregistratur (18. Jahrhundert)
·Fürstbistum Münster, Landtagsprotokolle (mit Anlagen!)
·Fürstbistum Münster, Geheimer Rat
·Fürstbistum Münster, Pfennigkammer
·Fürstbistum Münster, Ämter
·Fürstbistum Münster, Städte, Akten
·Herrschaft Werth
·Nachlaß v. Druffel
·Nachlaß v. Romberg
·Kartensammlung A (u.a. Festungspläne)
Bei der Neuverzeichnung wurden im Hinblick auf die durch die Kassation eingetretenen riesigen Lücken neue durchlaufende Signaturen vergeben. Die Konkordanz am Ende des Findbuches ermöglicht jedoch ein schnelles Auffinden der alten und neuen Signaturen.
Bei Aktenbestellungen ist wie folgt anzugeben:
Fürstbistum Münster, Landesarchiv - Militaria, Nr....
Hinweis:
Ergänzendes, das fürstbischöfliche Militär betreffendes Material dürfte sich im Besitz münsterländer und westfälischer Adelsfamilien befinden. Genannt seien hier stellvertretend das Galensche Archiv auf Haus Assen, das Asseburgsche Archiv auf der Hinnenburg, das Korff-Schmisingsche Archiv zu Tatenhausen und das Archiv Beck in Vinsebeck.
Literatur:
··Zeigert, Dieter: Die Artillerietruppe des Fürstbistums Münster 1655 - 1802; in: Westfälische Zeitschrift, 134. Band 1984 und 136. Band 1986.
·Zeigert, Dieter: Das münsterische Heer im Siebenjährigen Krieg 1756 - 1763: in: Westfälische Zeitschrift, 137. Band 1987.
Münster, im Dezember 1987
Veddeler
Nr. 200: Visitation der Apotheken in der Stadt Münster; Bekämpfung der roten Ruhr; Erlass einer Medizinalordnung einschl. Arzneitaxe für das Fürstbistum Münster (Alt-Sign.: 2441; Msc VII 497); jetzt zu bestellen unter: Fürstbistum Münster, Landesarchiv - Akten Nr. 4331 - 4333
Nr. 269 und 270 jetzt zu bestellen unter: Fürstbistum Münster, Landesarchiv - Akten Nr. 3203 - 3209 und Fürstbistum Münster, Amt Horstmar Nr. 529 - 547
289 Akten.; 292 Akten (71 Kartons), Findbuch B 002.
Bestand
German
Dieter Zeigert, Die Artillerietruppe des Fürstbistums Münster 1655-1802, in: Westfälische Zeitschrift 134 (1984), S. 9-106; 136 (1986), S. 19-110; Dieter Zeigert, Das münsterische Heer im Siebenjährigen Krieg, in: Westfälische Zeitschrift 137 (1987), S. 25-88; Jutta Nowosadtko, Stehendes Heer im Ständestaat. Das Zusammenleben von Militär- und Zivilbevölkerung im Fürstbistum Münster 1650-1803, Paderborn 2011.
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
You may find additional archival material on this person or organization not related to Wiedergutmachung in the Archivportal-D.
Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
05.11.2025, 1:59 PM CET
Hierarchy
Hierarchy detail view
- Landesarchiv Nordrhein-Westfalen. Abteilung Westfalen
- Landesarchiv NRW Abteilung Westfalen (Archivtektonik)
- 1. Territorien des Alten Reiches bis 1802/03 einschließlich Kirchen, Stifter, Klöster, Städte u.ä. (Archival tectonics)
- 1.2. Westfälische Fürstbistümer (B) (Archival tectonics)
- 1.2.1. Fürstbistum Münster (Archival tectonics)
- 1.2.1.1. Verwaltung, Justiz, Landstände (Archival tectonics)
- Fürstbistum Münster, Landesarchiv / Militaria (Archival holding)