1785 Aug. 30 Franz Ludwig [von Erthal], Bischof von Bamberg und Würzburg, bekundet: Johann Ferdinand von Syrgenstein hat den vom Hochstift Würzburg und dem Herzogtum Franken zu Lehen gehenden Zehnten zu Urlau im Allgäu an den Deutschen Ritterorden verkauft unter der Bedingung, das um den Kaufschilling von 3000 fl vom fürstlichen Haus Württemberg gekaufte Gut Altenberg dem Lehenhof des Hochstifts Würzburg als Mannlehen aufzutragen. Syrgenstein hat die Lehenmachung von Altenberg am 31. Mai 1701 eingebracht und dem Lehenhof übergeben, das Lehen jedoch wegen verschiedener Hinderungsgründe nicht empfangen. Da nach seinem Tod auch seine Söhne in den Jahren 1705 bis 1769 nicht um Belehnung nachsuchten oder das Lehen in Empfang nahmen, hat der fürstliche Fiskal eine Kaduzitätsklage gegen den Sohn des +Franz Johann Ferdinand von Syrgenstein, Johann Adam Ernst Gotthard von Syrgenstein angestrengt. Auf die wiederholten Interzessionen der Reichsritterschaft in Schwaben Orts am Kocher hat der Vorgänger des A., Bischof Adam Friedrich [von Seinsheim], 1769 angesichts der den Johann Adam Ernst Gotthard drückenden Schulden erlaubt, den Kaduzitätsprozess aufzuheben und das auf dem Gut Altenberg haftende Manngeld von 3000 fl innerhalb von 12 Jahren mit 2000 fl abzulösen. Für die Zeit der Entrichtung dieser Summe und für den Fall des vorherigen Aussterbens derer von Syrgenstein sind dem Hochstift Würzburg die vollen 3000 fl bei der Ritterschaft zu versichern. Nachdem nun der gen. von Syrgenstein eine Bestätigung über die Versicherung der Mannlehengelder vorgelegt hat, verleiht der A. dem Albrecht von Stetten, würzburgischer Kämmerer und Grenadierhauptmann des Infanterieregiments von Stetten, in Vollmacht und namens des Friedrich Ernst von und zu Thannhausen, Oberstlieutenant beim Fränkischen Kreiskontingent, als Kurator des Johann German von Syrgenstein nach dem Tod von dessen Vater Johann Adam Ernst Gotthard von Syrgenstein auf Altenberg, ehemaliger kurtrierischer Geheimer Rat, fürstlich kemptischer Kämmerer, ellwangischer Regierungsrat und Oberamtmann zu Wasseralfingen, Gut und Schloss Altenberg mit allen Zugehörden als rechtes Mannlehen. Siegler: der A. (Unser SekretInsiegel) Ausf. Perg., in Schmuckinitiale W Wappen des A. mit Fürstenhut - 1 Sg. in Holzkapsel - U.: Joseph Corneli von Habermann; Frantz Gallus Heinrich Sartorius; Lothar Franz Ehlen - Kv.: Coll[ationiert] Anno 1785. - Rv. Altsignatur(en): Nro. XVIII, II; - No. XIX; - XXX; - 87; - VIII B; - VIII B XIX