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Wiederherstellung der katholischen Religion im Fürstentum Nassau-Siegen
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Fürstentum Siegen, Landesarchiv - Akten >> 8. Kirchenangelegenheiten >> 8.4. Wiederherstellung der katholischen Kirchen und Zurückdrängung des evangelischen Kultus
1627-1639
Enthaeltvermerke: Enthält u.a.: Verzeichnis von 67 aus dem Lande gewichenen Personen; Eingabe des Siegener Pastors Bernhard Frick vom 24.01.1628 wegen der Kindtaufe des Hermann Nölle zu Eiserfeld; Suppliken der evangelischen Bürgermeister, Räte und Schöffen zu Siegen wegen des Religionswechsels, der Ausweisung aus dem Land und des damit verbundenen Verkaufs von Gütern an Katholiken; Berichte des Pastors Bernhard Frick zu Siegen an den Grafen und an Amtmann Wrede über den Zustand der dortigen Kirchen; Bekanntgabe kaiserlicher Religionsmandate; Aufforderungen zur Rückkehr von Untertanen, die sich mit ihren Familien aus religiösen Gründen außer Landes aufhalten; Berichte zahlreicher Pastoren über Vorkommnisse zwischen evangelischen und katholischen Untertanen; Suppliken von Untertanen an den Amtmann zu Siegen u.a. wegen Abwanderung, Güterregelung, Buß- und Strafzahlungen, Religionsangelegenheiten etc.; Namensliste ausländischer Studierender (1628); Berichte von Pastoren über Personen in einzelnen Gemeinden, die sich rekatholisieren oder nicht rekatholisieren ließen; Referendum der Jesuitenpater zu Siegen (06.04.1628); Korrespondenz zwischen der Gräfin Margaretha zu Nassau-Siegen und dem Siegener Amtmann Wrede wegen ihres abgeworbenen Rentmeisters Christoph Altgeld (1628); Androhung der Konfiskation von Gütern für den Fall der Verweigerung von Buße und Strafgeldzahlung bei Nichtübertritt zur katholischen Religion; Auszug aus dem Kollektenbuch der Stadt Siegen (1628); Bestätigungen des Übertritts einzelner Untertanen vom evangelischen zum katholischen Glauben durch Pastoren und Prediger; Verfügungen des Amtmanns Caspar Wrede zu Siegen u.a. an die Pastoren in Siegen und auf dem Lande; Verzeichnis der Personen, so am Alten Christage feyerlich befunden worden [= rekatholisiert zu Weihnachten] (25.12.1630/04.01.1631). Korrespondenten u.a.: Pastor Bernhard Frick (Siegen), Konrad Kestermann (Wilsdorf), Heinrich Georgi (Ferndorf), Johann VIII. Graf zu Nassau-Siegen, Johannes Wiederstein, Sekretär Jacob Dietrich (Braunfels), Amtmann Caspar Wrede (Siegen), Jesuitenpater Christoph Brockhaus, Pastor Thomas Lehn, Hermann Buch, Johann Lanius, Bürger und Schneider Hans Georg Ballerspag (Siegen), Johann Keller (Arfeld), Adrian Horn (Köln), Ludwig Graf zu Sayn-Wittgenstein, Johannes Bilstein, Dr. Martin Naurath (Siegen, Diez), Johann Daum (Siegen), Margaretha Gräfin zu Nassau-Siegen, Hans Jacob Rieblinger, Christian Graf zu Waldeck, Sekretär Heinrich Petri, Jesuitenpater Adrianus Horn, Johann Hadamar (Waldeck), Daniel Krafft (Siegen), Ernst Graf zu Sayn-Wittgenstein-Hachenburg, Jost Keppler (Siegen), Schomler, Gottschalk Volnperg (Siegen), Ludwig Heinrich Graf zu Nassau-Dillenburg, Hans Jacob Nublinger (Holdinghausen), Jacob Tiefenbach (Siegen), Johann Pithan, Jacob Wartenberg (Siegen), Engell Meinhard (Siegen), Conrad Zeppenfeld, Johann Wolff von Weyholthausen genannt Schreuthenbach, Johannes Ahl (Siegen), Johannes Brunner, Thomas Scheib, Hüttenschreiber Franz Unkelhausen, Jesuitenpater Rudolph Hummel, Balthasar Raw, Henrich Lindenscheidt (Freudenberg), Eiershausen (Siegen), Diakon Veld (Neuhaus), Pastor Henrich Georgi (Ferndorf), Pastor Michael Molitor (Oberfischbach), Pastor Theodor Bergenthal (Krombach).
263 Bl.
Sachakte
Angaben zum entzogenen Vermögen
Sonstige Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.