[S 1] 08 Nachlass Hof Künne in Welstorf (Hof- und Familienarchiv) (Bestand)
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08 NL 42
Stadtarchiv Lemgo (Archivtektonik) >> Nachlässe (natürliche Personen)
Verwaltungsgeschichte/biographische Angaben: Erschließungsstand: Abgabeliste.Hof- und FamiliengeschichteAus einer Eintragung von Hans-Christian Künne von 1764 (Abschrift im Stadtarchiv) geht hervor, dass der Hof schon lange in Familienbesitz gewesen sein muss. Als älteste Information zum Hof Künne nennt Hans-Christian Künne die Heirat des damaligen Hoferben mit einer Kunigunde mit dem Zunamen Künneke aus Babbenhausen. Der Mann soll lange vor ihr gestorben sein, sodass sie mit ihren Kindern lange im Witwenstand auf dem Hof saß. So soll der Name Künne entstanden sein. Dies sei mindestens 200 Jahre her (~1550). Kunigunde hatte einen Sohn, Hans, der den Hof erbte. Er bewirtschaftete ihn mit seiner Frau (von Noltens Hof aus der Luhe) ungefähr 50 Jahre, bevor der Sohn Lüdeke den Besitz erbte. Dessen Sohn Hans (1620-1690) zeugte als Erben Christian Berndt (1658-?). Der Sohn von Christian Berndt war der Verfasser der des Eintrags, Hans-Christian Künne (1698-1765).Die nächsten Hofbesitzer waren Anton Johann (1743-1794) und sein Sohn Anton Johann (1773-1800) Bereits drei Monate nach dem Tod des Hofbesitzers heiratete seine Witwe Henriette Luise den Simon Friedrich Ernst aus Papenhausen (1776-1811). Die zweifache Witwe heiratete bereits fünf Monate nach dem Tod von Simon Friedrich den Simon Heinrich Schnülle aus Hohenhausen. Bereits neun Monate später, im März 1812, verstarb sie allerdings an der Schwindsucht.Simon Heinrich heiratete im Juni 1812 Sophie Katarina Stock aus Matorf. Den Hof bewirtschaftete wohl ab seiner Volljährigkeit Franz Dietrich Ernst (1801-1867). Sein Sohn Karl Heinrich (1835-1913) erbte den Hof. Dessen erster Sohn Karl Philipp Ernst (1871-1929) kaufte 1918 das angrenzende Kolonat Matorf Nr. 2 dazu, sodass der Hof zu ansehnlicher Größe wuchs. Er gab den Hof an seinen erstgeborenen Sohn, Karl Simon Ernst (1906-?), weiter. Dieser besaß neben dem Hof auch noch eine Bürstenfabrik in Schötmar.Zugangsnr.: 51/1997.Inhalt:Hofarchiv, Personenstandsunterlagen, Feldpost, Briefe, Bauzeichnungen, Gerichtsunterlagen, Geschäftsunterlagen (Rechnungen, Quittungen).
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
05.11.2025, 13:59 MEZ