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Durch den Notar Johann [Sohn des] Hermann von Thorn (Thoruon)
[poln. Torun] genannt von (Dattlen) [?], Kleriker der Diözese Kulm, wird
bekundet, d...
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Urk. 75 Fulda: Reichsabtei, Stift [ehemals: Urkunden R I a]
Fulda: Reichsabtei, Stift [ehemals: Urkunden R I a] >> Reichsabtei, Stift >> 1351-1360
1353 Oktober 3
Ausfertigung, Pergament, Notarszeichen, zwei mit Pergamentstreifen angehängte Siegel (Siegel Nr. 1 fehlt)
Urkunde
Identifikation (Urkunde): Originaldatierung: Anno Domini M° CCC° LIII° indictione septima pontificatus sanctissimi in Christo patris ac domini nostri domini Innocencii pape VI anno primo mensis Octobris die tercia ... Datum et actum anno Domini incarnacionis supradicto feria quinta proxima post diem beati Remigii
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: Durch den Notar Johann [Sohn des] Hermann von Thorn (Thoruon) [poln. Torun] genannt von (Dattlen) [?], Kleriker der Diözese Kulm, wird bekundet, dass der Dekan Dietrich und der Konvent von Fulda an den heiligen Stuhl [in Rom] über die Wahl des Nachfolgers von Abt Heinrich von Hohenberg, Heinrich von Kranlucken, berichtet haben. Es wird berichtet, dass nach dem Tod Abt Heinrichs von Hohenberg, der am Freitag vor Mariä Geburt [September 6] vor Mitternacht eintrat, festgelegt wurde, dass am Freitag nach dem Fest des heiligen Lampert [September 20] vom Konvent in der Kapelle der heiligen Katharina in der neuen Burg ein neuer Abt gewählt werden soll. Nach langen Verhandlungen wurde schließlich von Dekan Dietrich ein Gremium von vier Kompromissaren, Graslock [von Dieburg], Propst in Höchst, Sybold genannt Wambolt [?], Kellerer, Hertnid von Leimbach, Propst von Blankenau und Heinrich von Kranlucken, Propst in Allendorf, einberufen, das bis zum Vorabend des Festes des heiligen Andreas [November 29] wiederum in der Katharinenkapelle einen Nachfolger wählen sollte, da keine Kathedra länger als drei Monate vakant sein soll. Durch Kompromisswahl wurde bereits am Sonntag nach dem Fest des heiligen Lambert [September 22]) Heinrich von Kranlucken zum neuen Vorsteher bestimmt, durch Graslock [von Dieburg], Propst in Höchst, zum neuen Abt ernannt und durch den Prokurator des Fuldaer Klosters, Hermann von Hornsberg, präsentiert. An der Wahl waren beteiligt: Dekan Dietrich, Heinrich von Haselstein (Huselstain), Propst von Neuenberg, Dietrich von Bimbach (Biginbach), Propst von Petersberg, Konrad von Bellersheim, Propst von Michaelsberg, Hermann von Hornsberg, Propst von Thulba, Graslock [von Dieburg], Propst von Höchst, Wilhelm von Magenheim, Propst von Solnhofen, Gundelaus von Lichtenstein, Propst von Rosa, Hertnid von Leimbach, Propst von Blankenau; Albert [von Drahe] (Dra) [?], Kustos, Wipoto Mulich, Spitalmeister (hospitalarius), Martin von Lichtenberg, Kantor; Werner von Bellersheim, Kämmerer; Sibold genannt Wambolt (Warmbolt), Kellerer; Eberhard von Lüder (Lutter), Krankenmeister (infirmarius); Graslock, Werkmeister (operarius); Ermenold von Schlitz (Slitse), Pförtner; Matthias von Malkes (Malkos), (magister discipline); Johann von Schenkwald, Seelgeräter (magister fidelium); Bern, Mundschenk; Hermann von Erffa, Kellerer (vini cellerarius); Johann von Karben, Albert von Bibra, Konrad von Hanau (Hanowe), Heinrich von Hornsberg, letztere alle Priester; Johann von Rorbach, Heinrich von Haun (Hune), Johann, genannt (Guzse), letztere alle Diakone; Friedrich von (Vischbrunne), Konrad von Waltratshausen, Erwin von Lüder (Luter), Ruze von Thüngen (Tungede), Friedrich von (Biginbach), Volprecht von Schleitsberg (Sleitsberg), Giso (Ghyso) von (Biginbach), letztere alle Subdiakone. Notarszeichen. (siehe Abbildungen: Vorderseite, Rückseite; Siegel: Avers)
Vermerke (Urkunde): Zeugen: Herbord, Propst von St. Severi in Erfurt
Vermerke (Urkunde): Zeugen: Michael [vom Löwen], Scholaster des Stifts Neumünster (novimonasterii) in Würzburg
Vermerke (Urkunde): Zeugen: Berthold, Scholaster von St. Marien in Eisenach
Vermerke (Urkunde): Zeugen: Albert von Eschwege (Eschenwege), Otto von dem Rotenkolbe, Kanoniker von St. Marien in Erfurt
Vermerke (Urkunde): Zeugen: Heinrich von (Molsbach), Kleriker
Vermerke (Urkunde): Zeugen: Konrad genannt Stuppe, Priester, alles Angehörige der Kirchen der Mainzer und Würzburger Diözesen
Vermerke (Urkunde): Siegler: [Dekan von Fulda]
Vermerke (Urkunde): Siegler: Konvent von Fulda
Vermerke (Urkunde): Literatur: Schannat, Historia Fuldensis, S. 226; Schannat, Corpus Traditionum Fuldensium, S. 406 f.
Die zweite Datierung befindet sich zusammen mit den Zeugen in der Beglaubigungszeile des Notars.
Vgl. zu Michael vom Löwen Germania Sacra NF 26,4, S. 373-376.
Ermenold von Schlitz belegt für 1369 als Propst von Petersberg, vgl. Germania Benedictina VII, S. 905.
Volprecht von Schleitsberg belegt für 1364, 1366, 1374 als Propst von Blankenau, vgl. Germania Benedictina VII, S. 62.
Johann von Schenkwald belegt für 1376 als Propst von Petersberg, vgl. Germania Benedictina VII, S. 905.
Johann von Rorbach belegt für 1378, 1384 als Propst von Höchst, vgl. Germania Benedictina VII, S. 647.
Hertnid von Leimbach belegt für 1361 als Propst von Fulda Neuenberg, vgl. Germania Benedictina VII, S. 474.
Wilhelm von Magenheim belegt für 1360, 1370 als Propst von Solnhofen, vgl. Germania Benedictina II, S. 293.
Angaben zum entzogenen Vermögen
Sonstige Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.