Abt Benedikt [Wall], auch Prior und Konvent des Prämonstratenserklosters Schussenried beurkunden, dass sich Georg Schlaich zu Atzenberg, ehelicher Sohn des Hans Schlaich und der Ursula Fesseler daselbst, um eine nicht spezifizierte Summe Geldes von ihrer Leibherrschaft freigekauft hat. Die Aussteller entbinden genannten Matthias von seinem Eid, sprechen ihn von der Eigenschaft des Leibes und Gutes samt allen anhängenden Pflichten, Lasten und Beschränkungen los, garantieren, denselben oder seine Erben von Eigenschafts wegen nicht mehr zu behelligen, weder gerichtlich noch außergerichtlich, und verzichten ausdrücklich auf ihr bisheriges Eigentum samt daraus erfließenden Gerechtigkeiten, Ansprüchen und Forderungen. Für den Fall etwaiger Rechtsstreitigkeiten mit dem Gotteshaus oder dessen Leuten verpflichtet sich der Freigelassene, deren ordentlichen Gerichtsstand zu respektieren.
Vollständigen Titel anzeigen
Abt Benedikt [Wall], auch Prior und Konvent des Prämonstratenserklosters Schussenried beurkunden, dass sich Georg Schlaich zu Atzenberg, ehelicher Sohn des Hans Schlaich und der Ursula Fesseler daselbst, um eine nicht spezifizierte Summe Geldes von ihrer Leibherrschaft freigekauft hat. Die Aussteller entbinden genannten Matthias von seinem Eid, sprechen ihn von der Eigenschaft des Leibes und Gutes samt allen anhängenden Pflichten, Lasten und Beschränkungen los, garantieren, denselben oder seine Erben von Eigenschafts wegen nicht mehr zu behelligen, weder gerichtlich noch außergerichtlich, und verzichten ausdrücklich auf ihr bisheriges Eigentum samt daraus erfließenden Gerechtigkeiten, Ansprüchen und Forderungen. Für den Fall etwaiger Rechtsstreitigkeiten mit dem Gotteshaus oder dessen Leuten verpflichtet sich der Freigelassene, deren ordentlichen Gerichtsstand zu respektieren.
Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, B 515 U 2996
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, B 515 II Weingarten, Benediktinerkloster: Leibeigenschaftsbriefe
Weingarten, Benediktinerkloster: Leibeigenschaftsbriefe >> Leibeigenschaftsbriefe >> 1550-1599
1563 Mai 14 (vff freytag nechst nach dem sontag Cantate)
15,9 x 37,2 (Höhe x Breite)
Urkunden
Deutsch
Aussteller: Kloster Schussenried
Empfänger: Georg Schlaich
Siegler: Die Aussteller
Überlieferungsart: Ausfertigung
Siegelbeschreibung: 1 Siegel abgegangen, 1 Siegel anhängend
Vermerke: Rückvermerk
Empfänger: Georg Schlaich
Siegler: Die Aussteller
Überlieferungsart: Ausfertigung
Siegelbeschreibung: 1 Siegel abgegangen, 1 Siegel anhängend
Vermerke: Rückvermerk
Fesseler, Ursula
Schlaich, Georg
Schlaich, Hans
Atzenberg : Otterswang, Bad Schussenried BC
Bad Schussenried BC; Kloster
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
21.11.2025, 15:24 MEZ
Hierarchie
Hierarchie Detailansicht
- Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart (Archivtektonik)
- Neuwürttembergische Herrschaften vor 1803/1806-1810 (Tektonik)
- Bistümer, Stifte, Klöster und Pfarreien (Tektonik)
- Augustinerkloster Kreuzlingen - Restituierte Klöster (Tektonik)
- Weingarten, Benediktinerkloster (Bestand)
- Weingarten, Benediktinerkloster: Leibeigenschaftsbriefe (Bestand)
- Leibeigenschaftsbriefe (Gliederung)
- 1550-1599 (Gliederung)